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Goethe-Schüler planen ihren eigenen Pausenhof

Nauen Goethe-Schüler planen ihren eigenen Pausenhof

Schüler des Goethegymnasiums Nauen waren aufgerufen, Ideen zur künftigen Gestaltung der beiden Pausenhöfe zu entwickeln. Entstanden sind dabei sieben Modelle, die am Mittwoch auch vor Vertretern der Stadt Nauen präsentiert wurden. Denn die Kommune will 2017 die Schulhöfe umgestalten. Die Ideen der Schüler bilden nun die Grundlage dafür.

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Lea und Jonas präsentieren ihren Entwurf für den Pausenhof der 9. und 10. Klassen.

Quelle: Andreas Kaatz (5)

Nauen. Manchmal war es schon recht fummelig. Um die Schulhofmodelle mit den Miniaturgeräten zu bauen, mussten die Schüler echte Fingerfertigkeit beweisen. So wurden für den Soccerkäfig Zahnstocher umfunktioniert und für die Tore fand ein Kartoffelnetz Verwendung. Nicht selten kam es auch vor, dass die Heißklebepistole schmerzhafte Spuren auf der Haut hinterließ. Doch am Ende haben sich die Mühen gelohnt. Am Mittwoch präsentierten die Schüler der Kunstkurse Klasse 11 des Goethe-Gymnasiums die Ergebnisse.

Das Besondere daran: Die sieben Modelle werden jetzt nicht irgendwo verstauben. Sie sind vielmehr die Grundlage für eine „echte“ Schulhofplanung. Die Stadt Nauen hat bereits für 2017 Geld eingeplant, um die Freiflächen zu gestalten. „Hier sind sehr realistische Ansätze zu finden. Ich denke, dass wir vieles davon umsetzen können“, sagt Nora Schiller, die für Bildung zuständige Fachbereichsleiterin. Allerdings wird die Stadt wohl auch noch mal einen Landschaftsarchitekten beauftragen.

Die Schüler hatten die Vorgabe, sich in Gruppen mit einem der beiden Schulhöfe zu befassen. Denn die bieten heute eher einen trostlosen Anblick, stellen ein Kontrastprogramm zu den farbenfrohen Erweiterungsbauten dar, die zuletzt an der Schule entstanden sind. „Wir wollten in Vorleistung gehen, um mal zu sehen, was es so an Ideen gibt“, nannte Andrea Vollbrecht, Fachlehrerin für Kunst, das Ziel der Aktion, die auch anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schule durchgeführt worden war.

Und so ließen sich die Schüler eine Menge einfallen, damit es in den Pausen künftig abwechslungsreicher zugeht. Beispielsweise für das Areal zwischen Turnhalle und Altbau, auf dem vor allem die 9. und 10. Klassen sich erholen. Sie haben sich Gedanken dazu gemacht, wie dort sowohl Bewegung als auch Entspannung möglich sind. Eine der Gruppen spricht sich für einen Basketballplatz aus, der dort entstehen soll. Statt des Steinkreises, der derzeit kaum genutzt wird, könnten ein Baum gepflanzt und im Kreis drumherum Bänke aufgestellt werden. Sowohl dort als auch auf anderen Modellen fanden sich Tischtennisplatten und Trampoline. Und weil Mülltonnen eben keinen allzu schönen Anblick bieten, sollen sie am besten hinter einer hohen Hecke verschwinden. Geht es nach Lea und Jonas, werden zwischen den Bäumen Hängematten angebracht. Auch ein Brunnen ist denkbar, „wo man sich auf den Rand setzen und die Füße ins Wasser halten kann“, meint Jonas. Zudem sprachen sie sich dafür aus, die Fahrradständer – auch aus Sicherheitsgründen – ans Schulgebäude zu verlegen. Andere wollen eine Überdachung oder Umzäunung.

Anleitung erhielten die Schüler vom Martin Lahn, der im Fachgroßhandel für Schule und Kita tätig ist. „Ich bin darüber sehr erfreut, was daraus geworden ist und auch darüber, was die Umsetzbarkeit betrifft“, meint der Brieselanger, der einst selbst mal im Goethegymnasium zur Schule gegangen ist. Die Pausenhöfe seien schon zu seiner Zeit ein Problem gewesen.

Von Andreas Kaatz

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