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Goethegymnasium feiert 100. Geburtstag

Nauen Goethegymnasium feiert 100. Geburtstag

Am 11. Oktober 1916 begann der Unterricht im damaligen Realgymnasium – heute Goethegymnasium – Nauen. 100 Jahre später wurde das mit einem Festakt und vielen Ehemaligen gefeiert.

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Der Schulchor begeisterte beim Festakt auch mit dem Song „Hall of Fame“, der auf die eigene Aula bezogen wurde.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. „Ohne Max Taut wäre hier heute nichts los.“ Es war der Kernsatz des Abends, den Schüler und Moderator Stephan Radzewitz am Donnerstag beim Festakt anlässlich des 100. Geburtstages des Haupthauses des Nauener Goethegymnasiums aussprach. Nach den Plänen von Architekt Max Taut war ein Gebäude (während des Ersten Weltkrieges) entstanden, in dem am 11. Oktober 1916 der Unterricht begann. Damals war die Schule noch ein Realgymnasium.

„Wer weiß, wie wir aussehen, wenn wir hundert sind“, scherzte Schulleiter Wieland Breuer und ließ damit durchblicken, in welch gutem Zustand das altehrwürdige Schulhaus jetzt, nach diversen Sanierungsarbeiten, ist. „Dafür gebührt der Stadt Nauen als Schulträger großer Dank.“ Auch in die beiden Ergänzungsbauten und in die Sanierung der Turnhalle investierten die Kommune und der Landkreis einige Millionen Euro. Im nächsten Jahr werde der Schulhof neu gestaltet, versicherte Bürgermeister Detlef Fleischmann.

In der Aula mit den für den Stil von Max Taut bekannten Fenstern, musste über die vielen Jahre kaum etwas verändert werden, wie Lehrer Meinhard Schadow weiß. Er gehört wie weitere sieben Kollegen zu denjenigen Pädagogen, die am Goethegymnasium selbst noch Abitur gemacht haben. „Es war 1981, und der Durchschnitt war nicht so schlecht“, erinnert sich Schadow. Einmal „gut“ in Sport, der Rest war „sehr gut“. „Ich freue mich besonders darüber, dass der unwürdige Toilettenbereich im Haupthaus jetzt neu und modern ist, dass die Schüler eine schöne Turnhalle haben und wir Lehrer nicht mehr bis unters Dach laufen müssen, weil das Lehrerzimmer inzwischen nach unten verlegt wurde.“

Unter den Ehrengästen am Donnerstagabend war Landtagsabgeordneter Udo Folgart. Auch er schaffte am „Goethe“ sein Abi. „Ich weiß gar nicht mehr so genau den Durchschnitt. Ich denke es war eine Zwei plus, plus“, meinte der Grünfelder und ergänzte: „Es ist toll, was aus dieser Schule geworden ist. Sie ist für Nauen und das Umland eine unverzichtbare Einrichtung.“

Der einstündige Festakt, der von Schülern des Kurses Darstellendes Spiel sowie vom Schulchor gestaltet wurde, erlebten die Gäste eine Reise durch die 100-jährige Schulgeschichte: Eröffnung, Nazi-Zeit, DDR, Mauerfall und Deutsche Einheit – all das hat das Taut-Gebäude, das 1949 den Namen Goethes bekam, überstanden. Schulleiter Wieland Breuer hatte sich die Mühe gemacht und gerechnet: Es gab demnach an dieser Schule bisher mehr als 10000 Abiturienten und mehr als 1000 Lehrer. Alle zusammen haben etwa 30 Millionen Unterrichtsstunden erlebt. „Diese Schule hat Atmosphäre. Und die kommt nicht nur aus den Steinen des Gebäudes. Sie kommt von engagierten Lehren, Schülern und Eltern“, so Breuer.

Als Abschluss aller Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Gymnasiums folgt im Juni nächsten Jahres das Treffen der Ehemaligen in Paaren im Glien. Diverse Anmeldungen gibt es schon.

Von Jens Wegener

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