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Golfhotelareal unterm Hammer

Seeburger Grundstücke für 1,54 Millionen Euro versteigert Golfhotelareal unterm Hammer

Die Seeburger Golfpläne schweben weiter im Ungewissen. Seit 2004 bestehen Bebauungspläne, die einen Golfplatz und ein großes Hotel ermöglichen. Am Donnerstag wurden die betreffenden Grundstücke in Berlin versteigert.

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Die Seeburger Golfplatzpläne liegen im Ungewissen. Gestern wurde eine entsprechende Fläche in Berlin versteigert.

Quelle: Archiv

Dallgow-Döberitz. Ob Bewegung in die Sache gekommen ist oder ob es sich um eine Scheinbewegung handelt, das wissen die Dallgower noch nicht. Es geht um das Golfplatzprojekt in Seeburg, das der Gemeinde schwer im Magen liegt. Für den gestrigen Donnerstag war eine Versteigerung der Flächen von Seeburg angekündigt worden. Das nahm der Beratung der Gemeindevertreter vom Mittwochabend den Wind aus den Segeln. Außerdem teilte der Bürgermeister mit, dass ein Bauvorbescheid für einen Golfplatz positiv erteilt worden war. Das sei ihm kurz vor der Beratung mündlich bestätigt worden.

Für 1,54 Millionen Euro waren zwei Grundstücke in Seeburg durch die Deutsche Grundstücksauktionen AG in Berlin versteigert worden: Zum einen ein unbebautes Grundstück im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Hotelanlage und bauliche Anlagen Golfplatz“. Beigestellte Abbildungen zeigen eine große, schlossartige Anlage und mehrere viergeschossige Residenzhäuser an einem künstlich angelegten See. Die zulässige Bruttogeschossfläche für die Gebäude wird mit 32 250 Quadratmetern angegeben. Daneben wurde eine etwa 750 000 Quadratmeter große Fläche angeboten, die überwiegend im Bereich des Bebauungsplanes „Golfplatz“ liegt. Beide Areale waren auf Wunsch des Veräußerers als Gesamtpaket unter den Hammer gekommen, der Aufrufpreis lag bei 790 000 Euro, teilte die Deutsche Grundstücksauktionen AG mit. Zum Käufer machte sie keine Angabe. „Ob es sich um einen neuen Besitzer handelt oder ob es nur eine Umstrukturierung in den bestehenden Unternehmen ist, wissen wir noch nicht“, sagte Peter-Paul Weiler (Grüne). Eigentlich hatte seine Fraktion einen Antrag gestellt, den Bebauungsplan „Hotelanlage“ in Seeburg aufzuheben. Ein entsprechender Plan war bereits im Jahr 2004 aufgestellt worden. „Aber seitdem ist nichts passiert, der Investor hat bisher die Bautätigkeit nicht aufgenommen“, kommentierte Petra Budke von den Grünen. „Es gibt in der Region keinen Bedarf für eine derart große Hotelanlage. Die würde den Dorfcharakter von Seeburg zerstören.“ Vor drei Jahren hatten die Grünen bereits versucht, einen ähnlichen Beschluss herbeizuführen. Damals scheiterten sie. Am Mittwoch zogen sie ihren Antrag zurück um zu sehen, was sich nun durch die positive Bauvoranfrage und die erfolgte Versteigerung ergeben würde.

Damit kamen sie dem allgemeinen Stimmungsbild in der Gemeindevertretersitzung entgegen. Eine Diskussion hatte gezeigt, dass man hier weiter auf Abwarten setzt. Harald Wunderlich (Freie Wähler) hielt den Grünen-Antrag in der jetzigen Phase für kontraproduktiv und war dagegen: „Sonst machen wir alles kaputt, was sich da positiv entwickeln könnte.“ Jörg Vahl (CDU) stellte zudem die Frage nach einer möglichen Schadensersatzklage, würde ein bestehender Bebauungsplan trotz positiver Bauvoranfrage aufgehoben werden.

Auch das wollen die Grünen prüfen. Sie hatten im November außerdem vorgeschlagen, an der Landesstraße 20 in Seeburg einen neuen Sportplatz zu errichten, um die Probleme mit dem alten Platzes von dem Golfprojekt zu lösen. Die Sanitäranlagen ließen sich dann am neuen Feuerwehrgebäude in der Alten Dorfstraße einrichten.

Von Marlies Schnaibel

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