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Bibeln für Ausstellung in Rathenow gesucht

Ausstellung im Reformationsjahr Bibeln für Ausstellung in Rathenow gesucht

Siesind in fast jedem Haushalt zu finden. Familienbibeln und Gesangbücher. Oft sind sie älter, haben Notizen ihrer früheren Besitzer und sie sind prachtvoll bebildert. Gründe genug für eine Ausstellung im Rathenower Kulturzentrum zum „Lutherjahr. „Gottes Wort gedruckt“ soll im kommenden Jahr einen ganz besonderen Schatz präsentieren.

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Sie arbeiten an dem Ausstellungsprojekt (v.l.): Ines Kias, Bettina Götze, Sylvia Wetzel und Pfarrer Burkhard Berg.

Quelle: Joachim Wilisch

Rathenow. Das Reformationsjubiläum soll im Landkreis Havelland nicht allein eine Sache von Kirchenleuten und Gelehrten bleiben. Burkhard Berg ist Pfarrer im Ruhestand. Gepredigt hat er in Falkensee, inzwischen lebt er in Rathenow. „Wir wollen dieses große Datum und alles drumherum nicht im innerkirchlichen Raum lassen.“ Die Reformation gehöre an die Öffentlichkeit. Berg will den kultur-- und gesellschaftspolitischen Aspekt herausarbeiten und die Reformation unter die Leute bringen. Darum hat er zusammen mit Partnern, unter ihnen das Kulturzentrum Rathenow, die Musikschule Havelland, der Tourismusverband, die Schloss Ribbeck GmbH und viele weitere ein Programm mit einer Veranstaltungsreihe ausgearbeitet, die Luther und die Reformation von allen Seiten beleuchtet. Der Auftakt ist am 31. Oktober mit einer Festveranstaltung auf Schloss Ribbeck.

Ein ganz zentrales Thema ist, wenn man sich mit Martin Luther und der Reformation befasst, die Bibel. „Gottes Wort gedruckt“ ist der Name einer Ausstellung, die ab dem 6. April 2017 im Kulturzentrum Rathenow zu sehen sein wird. Ausgestellt werden alte Bibeln und religiöse Schriften, Gesangbücher und andere Schriften, die sich mit Religion und der Reformation befassen. Burkhard Berg ist sich sicher, dass es in vielen Haushalten noch Familienbibeln und ähnliche gedruckte Werke gibt, die in die Ausstellung passen. „Wir wollen das interaktiv gestalten“, sagt er begeistert. „Die Leute sollen nachsehen und uns ihre Bibeln, Gesangbücher und Schriften zur Verfügung stellen.“

Bergs Idee ist keine Spinnerei, das zeigte sich schon am Dienstag bei einer ersten Präsentation. Ines Kias hatte in ihre Bücherregale geschaut und ein paar echte Kostbarkeiten zutage geholt. Sylvia Wetzel, Mitarbeiterin im Kulturzentrum ebenso. Und eine Frau aus Berlin hatte, nachdem der Aufruf am Dienstag bereits im Radio zu hören war, spontan zugesagt, eine Bibel zur Verfügung zu stellen. Burkhard Berg hatte ebenfalls seinen Beitrag mitgebracht. Ein philosophisches Lexikon, von einem Theologen abgefasst, es stammt aus dem Jahr 1740.

Verknüpft ist die Bibelausstellung – die ja nicht nur Bibeln zeigen soll – mit einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die das Thema Reformation behandelt. „Ich finde das besonders spannend“, sagte Bettina Götze.

Bis zum 31. Dezember kann man sich im Kulturzentrum melden, um Bibeln oder theologische Schriften abzugeben. „Wir werden das alles sehr ordentlich abarbeiten, es wird Leihverträge geben und wir verschließen die wertvollen Stücke sicher“, sagte Sylvia Wetzel.

Burkhard Berg hat seine Hilfe zugesagt. insbesondere, wenn es daran geht, die Exponate zu nummerieren und zu beschreiben. „Das mache ich gen und ich bin sowieso sehr dankbar für die großartige Unterstützung, die das Team vom Kulturzentrum gewährt.“ Ebenso, wie das Team im Tourismusverband mit Ines Kias und Katja Brunow, beeilte sich Berg hinzuzufügen.

Die Schau „Gottes Wort gedruckt“ wird bis zum 2. Juli 2017 gezeigt. Das weitere Programm, das für das Reformations-Jubiläum im Havelland vorbereitet wurde, wird demnächst präsentiert. „Es ist ein großes Datum“, sagt Berg. „Die Öffentlichkeit springt darauf.“

Info: Wer eine Bibel oder ein theologisches Werk zu der Ausstellung beisteuern möchte, meldet sich unter Telefon 0 33 85 / 51 90 30 oder 51 90 42. Email: presse@kulturzentrum-rathenow.de

Von Joachim Wilisch

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