Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Gotteshaus hat Sanierungsbedarf
Lokales Havelland Gotteshaus hat Sanierungsbedarf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:30 16.03.2018
Der Gemeindekirchenrat Wernitz. Quelle: privat
Anzeige
Wernitz

Die letzten Vorbereitungen für das Oster-Familienfest in der Wernitzer Kirche laufen. Ostersonntag um 14 Uhr wird Pfarrer Johannes Neugebauer etwas über die Geschichte des kirchlichen Festes und über Ostereier erzählen. Danach soll es ein Programm auf dem Spielplatz im Wustermarker Gemeindeteil geben, vielleicht sogar ein Osterfeuer, wenn die Feuerwehr zustimmt, sagt Ulrike Bommer.

Sie ist Vorsitzende des vor einem Jahr wieder ins Leben gerufenen Gemeindekirchenrates (GKR) Wernitz. Dem ehrenamtlichen Gremium gehören neben ihr und dem Pfarrer vier weitere Frauen aus dem 320-Einwohner zählenden Ort an: Marianne Kerger, Karen Grunwald, Margret Belitz und Kristine Blümner. Die Damen kümmern sich um alles, was mit der Kirche in Wernitz zu tun hat. Und das ist nicht wenig.

Zunächst die baulichen Dinge: Das Kirchendach ist defekt, Balken mussten im Vorjahr abstützt werden. „Wir wollen für 2019 Fördermittel beantragen, damit das Dach saniert werden kann“, sagt Ulrike Bommer. Zum Glück regne es nicht rein in das 1854 neu errichtete Gotteshaus. Zweimal zuvor war die Wernitzer Kirche komplett abgebrannt.

Es ist zehn Minuten vor zwölf

Ein zweiter Baustein ist die Kirchturmuhr. Die steht seit Jahren auf 10 Minuten vor 12. Eigentlich würde fünf vor zwölf besser passen, denn es werde höchste Zeit, die Uhr wieder in Gang zu bringen, sagt Bommer. Zumindest die zur B 5 gewandte Uhr soll erneuert werden. 5500 Euro werde es kosten, die Kirchengemeinde sammelt bereits Geld, hofft auf große Spenden.

Für den zum Gotteshaus gehörenden kirchlichen Friedhof muss ganz dringend eine neue Gebührenordnung her, die laufenden Kosten würden mit den Einnahmen für die Grabstätten und Beerdigungen nicht mehr gedeckt werden können. Auch Pacht- und Gestattungsverträge der Kirchengemeinde werden noch mal auf den Prüfstand kommen.

15 Jahre kein Kirchenrat

„Mit all diesen Dingen mussten wir uns erstmal neu beschäftigen, weil der Gemeindekirchenrat mehr als 15 Jahre nicht existiert hat“, erzählt Marianne Kerger. Sie ist froh, dass „wir mit Ulrike Bommer ein Leittier haben, das die anderen mitreißt.“ Auch der neue Pfarrer Johannes Neugebauer kümmere sich sehr. Das war die Jahre zuvor unter Pfarrerin Angela Johannes anders. „Es gab keine Harmonie zwischen uns, deshalb war alles eingeschlafen“, so Kerger.

Die Situation der Kirchengemeinde Wernitz, die 45 Mitglieder zählt, ist eine besondere. Obwohl Wernitz ein Teil der Kommune Wustermark ist, ist der Kirchensprengel anders aufgeteilt, so dass Wernitz aus kirchlicher Sicht zu Nauen gehört. „Was zum Beispiel für den Konfirmandenunterricht schwierig ist, weil die meisten Wernitzer Kinder in Wustermark oder Elstal zur Schule gehen und dort ihre Freunde haben“, weiß Ulrike Bommer.

Mindestens drei Veranstaltungen pro Jahr

Umso mehr habe sie sich gefreut, als im Vorjahr – nach 26jähriger Pause – vier Wernitzer Jugendliche konfirmiert wurden, und zwei direkt in der Kirche in Wernitz. Trotzdem habe man einen Wechsel in den Kirchensprengel Wustermark noch nicht aus den Augen verloren, sagt die Vorsitzende.

Mindestens drei Veranstaltungen im Jahr wollen die Mitglieder des Gemeindekirchenrates in Wernitz organisieren: zu Ostern, zum Erntedank und zu Weihnachten. Einen kleinen Zuschuss von 1000 Euro für 2018 hat die politische Gemeinde gerade genehmigt. „Darüber hinaus wäre es schön, wenn die Kirche auch zu den alle vier Wochen sonntags stattfindenden Gottesdiensten gut gefüllt wäre“, wünschen sich Ulrike Bommer und ihr Frauenteam.

Von Jens Wegener

Weil die Innere Klinik im Krankenhaus Rathenow der Havelland Klinik zeitweise überbelegt war, musste die Abteilung kurzfristig geschlossen werden. Hintergrund ist die hohe Zahl von Patienten, die mit Grippe in Kliniken eingewiesen werden. Inzwischen hat sich die Situation aber wieder normalisiert.

16.03.2018

Nachdem ein Gericht den Bebauungsplan für die Biogasanlage in Pessin (Havelland) für unwirksam erklärt hatte, muss jetzt eine Lösung gefunden werden. Die soll darin bestehen, einen neuen B-Plan aufzustellen, um die Millioneninvestition auf rechtlich sichere Füße zu stellen. Doch die Gemeindevertreter haben dies abgelehnt. Nun soll es ein Krisengespräch geben.

16.03.2018

Die Stadtverordneten haben bei ihrer Sitzung am Mittwoch den Bebauungsplan für das erweiterte Milcafea-Gelände am Nordbahnhof auf den Weg gebracht. Dass dieses Votum einstimmig ausfiel ist einem Kompromiss zu verdanken, mit dem die umstrittene Frage, ob Regenwasser versickern soll oder in den Kanal zu leiten ist, erst im Baugehmigungsverfahren geklärt wird.

16.03.2018
Anzeige