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Havelland Dreiste Grabräuber beschädigen Bodendenkmal
Lokales Havelland Dreiste Grabräuber beschädigen Bodendenkmal
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15:25 17.03.2018
Unbekannte haben die Hügelgräber bei Vieritz beschädigt. Quelle: Gregor Rom
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Vieritz

Gregor Rom kennt das Hügelgräberfeld in der Nähe des Vieritzer Berges nur zu gut. Ein Bodendenkmal – aller Wahrscheinlichkeit nach ein Siedlungsplatz aus der Jungsteinzeit und ein urgeschichtliches Hügelgräberfeld. Die Experten gehen davon aus, dass es fünf Hügelgräber gibt, die sicher als solche identifiziert wurden. Vier weitere sind mutmaßlich ebenfalls Hügelgräber.

Mehrere Löcher gebuddelt

Rom wollte einen Artikel für das Online-Lexikon „Wikipedia“ aktualisieren. „Ich machte mich dieser Tage auf dem Weg zum Hügelgräberfeld Vieritzer Berg.“ Er wollte auch etwas über eine slawische Burg auskundschaften, die hier möglicherweise stand.

„Dabei fielen mir zahlreiche sehr frische Schäden auf.“ Im Umkreis des Hügelgrabes 1 fanden sich zahlreiche Löcher, die ganz frisch gegraben waren. Rom vermutet, dass Unbekannte versucht haben, etwas in den Gräbern zu finden. Grabräuber also. „Mehrere Löcher wurden in den Boden gegraben und Metallgegenstände lagen herum. Der Boden war frisch aufgewühlt.“

Bei der Gemeinde Milower Land war man darüber nicht informiert. Man werde sich aber mit der Unteren Denkmalbehörde ins Benehmen setzen, hieß es in der Gemeindeverwaltung.

Es lagen auch Eisenstücke herum. Quelle: Gregor Rom

Beim Landkreis ist die Untere Denkmalbehörde im Baudezernat angedockt. „Wir wissen nichts von aktuellen Grabungen am Hügelgräberfeld Vieritzer Berg“, sagte Kreissprecherin Bianca Lange. Die Kreisverwaltung habe das nicht veranlasst. „Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises wird dem Hinweis und den Beobachtungen des Bürgers vor Ort auf den Grund gehen“, so Bianca Lange weiter.

Kreis will erst Schäden sehen

Was der Landkreis danach unternimmt, steht noch nicht fest. „Diese Fragen nach den möglichen Folgen für den Verursacher können erst im Anschluss an die eigene Vor-Ort-Begehung der Unteren Denkmalschutzbehörde geprüft und beantwortet werden“, ließ Bianca Lange wissen.

Grundstück in Privatbesitz

In der Gemeinde Milower Land geht man davon aus, dass sich das Waldstück, wo gegraben wurde, in Privatbesitz befindet. Ein Bodendenkmal darf aber nicht beschädigt werden. Will man hier graben, benötigt man Genehmigungen. Wer ohne Genehmigung gräbt, muss mit Geldbußen rechnen.

Das Bodendenkmal in Vieritz hat die Nummer 50420 – insgesamt gibt es mehr als 2000 solcher Bodendenkmale im Landkreis Havelland.

Von Joachim Wilisch

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