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Havelland Granatenfund an der neuen Feuerwache
Lokales Havelland Granatenfund an der neuen Feuerwache
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16:23 21.09.2016
Mehr als 70 Jahre hatte diese Munition im Falkenseer Boden gelegen. Quelle: privat
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Falkensee

50 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind Mittwoch Vormittag an der neuen Falkenseer Feuerwache gefunden worden. Das Gebiet zwischen Rathaus und Feuerwache war für drei Stunden abgesperrt. Der Verkehr auf der benachbarten Schönwalder Straße konnte weiterrollen.

Die Granaten wurden zwischen Stadtverwaltung und Feuerwache gefunden. Quelle: Tanja M. Marotzke

Gefunden hatte die gefährlichen Teile ein Baggerfahrer gegen 10 Uhr. Er sah in der Schaufel seines Baggers zwischen gelbem Sand eine rostige Granate und informierte sofort die Bauherren. Bürgermeister Heiko Müller sprach sich daraufhin mit der Feuerwehr Falkensee ab, der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg wurde angefordert. Vor Ort wurde vorsichtig weitergegraben und so wurden weitere stark verrostete Munition gefunden. „Insgesamt wurden etwa 50 Werfergranaten entdeckt“, sagte Gabriele Krümmel, Pressesprecherin vom Zentraldienst der Polizei Brandenburg. Die Granaten waren noch nicht gezündet. Außerdem hatte sich ein Granatwerfer, ein so genannter Mörser, im Boden befunden.

Bürgermeister Heiko Müller hatte am Vormittag vermutet, es könne sich um Munition russischer Bauart handeln, weil nach Kriegsende für eine gewisse Zeit die Kommandantur im Rathaus von Falkensee ihren Sitz hatte. „Zur Herkunft der Munition lässt sich sagen: Deutsches Reich, Zweiter Weltkrieg“, sagte jedoch die Pressesprecherin der Polizei. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird nun in einem Zwischenlager die Munition sammeln und dann zum zentralen Munitionszerlegebetrieb mit Sprengplatz nach Kummersdorf bringen. Dort wird geprüft, ob der Fund zerlegt oder gesprengt wird.

Es war nicht der erste Fund dieser Art auf dem Gelände an der Feuerwehr. „Vor etlichen Jahren war schon einmal so eine Sammlung alter Munition entdeckt worden“, sagte Bürgermeister Heiko Müller. Wie damals war auch diesmal die Munition nicht willkürlich in die Erde geworfen gewesen, sondern offensichtlich gezielt und geordnet vergraben worden. Die Granaten vom Mittwoch waren nur einen guten Meter neben dem Gebäude E der Stadtverwaltung gefunden worden, hier sollte ein Graben für Kabel ausgehobenwerden, um später die neue Ausfahrt für Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungswache anzulegen. „Direkt vor meinem Fenster“, sagte Kathrin Pollow aus dem Bauamt zum Fundort, ein bisschen mulmig sei einem da schon geworden. Kurz nach 13 Uhr kam die Entwarnung. Alle Mitarbeiter konnten in ihre Büros zurück.

Von Marlies Schnaibel

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