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Havelland Griff in den Sparstrumpf notwendig
Lokales Havelland Griff in den Sparstrumpf notwendig
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02:16 07.01.2016
Instandgesetzt werden muss der Gehweg in der Feldstraße vor dem neuen Wohnkomplex. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ketzin/Havel

In guten Zeiten etwas auf die Seite gelegt zu haben, zahlt sich für die Stadt Ketzin/Havel jetzt aus. Knapp eine halbe Million Euro muss die Kommune aus ihrer Rücklage nehmen, um den Haushalt des Jahres 2016 ausgeglichen gestalten zu können. Ein Grund dafür sind die sinkenden Steuereinnahmen, weiß Kämmerin Sabine Pönisch. Zwar werden etwa 4,5 Millionen Euro aus Gewerbe-, Einkommens- und Anteilen aus Umsatzsteuern im nächsten Jahr in die Stadtkasse fließen. Nur sind das eben rund 360 000 Euro weniger als 2015. Gleichzeitig erhöhen sich die Ausgaben vor allem für Personal um 260 000 Euro auf dann 3,85 Millionen Euro. Allein in den kommunalen Kitas müssen aufgrund des veränderten Betreuungsschlüssels für Kita-Kinder zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden, dazu kommen Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst. Außerdem beschäftigt die Stadt Ketzin/Havel ab 2016 eine neue Mitarbeiterin in der Verwaltung, die für die Öffentlichkeitsarbeit und das Tourismusmarketing zuständig ist.

Wie alle anderen Kommunen im Landkreis Havelland muss auch Ketzin/Havel die erhöhte Kreisumlage zahlen. Die steigt um etwa 105 000 Euro auf 2,83 Millionen Euro.

Trotz dieser Fakten sieht die Kämmerin Licht am Ende des Tunnels und prognostiziert ab 2018 eine bessere Einnahmeentwicklung für Ketzin. „Positiv ist auch, dass wir 2016 einen Kredit aufnehmen müssen und der Zahlungsmittelbestand der Stadt, also das Geld, was bei Banken angelegt ist, Ende 2016 immer noch bei etwa 1,86 Millionen Euro liegen wird“, sagt Sabine Pönisch. Die reine Rücklage werde so 730 000 Euro betragen.

Ausgeben wird die Stadt im nächsten Jahr etwa 600 000 Euro für Investitionen unterschiedlicher Art. Schwerpunkt ist die Sportanlage am Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg, wo ein neuer Kunstrasenplatz entstehen soll. Neu gebaut wird ein Gehweg in der Niebeder Chaussee in Zachow, der Blumenweg in Ketzin und ein Weg an der Havel. Es gibt diverse neue Spielgeräte für Spielplätze, eine Überdachung für den Biwakplatz im Strandbad. Viel Geld geht für Planungsarbeiten drauf. Dabei geht es unter anderem um den Schulsportplatz Am Mühlenweg, genauso den 2. Bauabschnitt des Gehweges in der Rudolf-Breitscheid-Straße sowie den Gehweg in der Fontanestraße, den Radweg vom Klinkerdamm in Zachow nach Wachow sowie den Bolzplatz auf dem Campus an der Europaschule. Knapp 11 000 Euro sind vorgesehen für die Beschilderung der geplanten Ketziner Denkmaltour sowie an der Schleuse Paretz.

Instandgesetzt werden muss im nächsten Jahr der Gehweg in der Feldstraße in Ketzin vor dem neuen Wohnkomplex der Ketziner Wohnungsgesellschaft, das Dach der Turnhalle Am Mühlenweg, der durch einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogene Keller sowie einige Klassenräume der Oberschule Ketzin. Außerdem bekommt das Gebäude eine zweite Fluchttreppe.

Bezüglich des Straßenbaus in der Havelstadt sieht Sabine Pönisch noch dringenden Bedarf Am Schmähl in Ketzin und im Uetzer Weg in Falkenrehde. „Aber das müssen die Stadtverordneten im nächsten Jahr entscheiden.“ Viele andere Vorhaben wie der Sportanlagenumbau sind an Fördermittel gebunden. „Kommen die nicht, kann die Stadt allein diese Projekte nicht angehen“, schränkt die Kämmerin ein. Erstmals gibt es 2016 in Ketzin einen Bürgerhaushalt. Dabei können die Bürger abstimmen, welche kleineren Vorhaben mit einem Gesamtbetrag von etwa 50 000 Euro Volumen in der Stadt realisiert werden sollen.

Von Jens Wegener

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