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Havelland Über Wohngebiet wird heftig diskutiert
Lokales Havelland Über Wohngebiet wird heftig diskutiert
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19:52 27.02.2018
Auf dieser Fläche in Groß Behnitz soll das neue Wohngebiet entstehen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Für Bürgermeister Manuel Meger (LWN) war es am Montag die erste Stadtverordnetenversammlung nach seinem Amtsantritt am 26. Januar. Von den Linken gab es dazu als Geschenk eine Wasserwaage. „Wir wünschen ein gutes Augenmaß bei allen Entscheidungen“, gab ihm Fraktionschefin Susanne Schwanke-Lück mit auf den Weg.

Dass dies nicht so einfach ist, erfuhr Meger schon bald beim Tagesordnungspunkt zum geplanten Bauvorhaben am Schmiedeweg in Groß Behnitz. Viele Bürger waren dazu aus dem Ortsteil gekommen. Ein Großteil von ihnen war gegen das Vorhaben. Es sei zu groß fürs Dorf, hieß es.

Etwa 50 Häuser werden errichtet

Wie berichtet, wollen die Brüder Mathias und Henning Jung auf rund sieben Hektar etwa 50 Einfamilienhäuser errichten. Dabei geht es um ein Areal zwischen Schmiede- und Schusterweg, das bisher landwirtschaftlich genutzt wird und auf dem zu DDR-Zeiten ein Schweinestall gestanden hat. „Die Ortsbeiratssitzung hat gezeigt, dass es Klärungsbedarf gibt. Wir haben dann die Fläche in zwei Baufelder geteilt, da kann man durchaus von Entgegenkommen sprechen. Wir sind auch zu weiteren Gesprächen bereit“, bot Mathias Jung an.

Aufstellung eines Bebauungsplanes

Am Ende wurde am Montag die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit 12 Ja- und 9 Nein-Stimmen, bei vier Enthaltungen, beschlossen. Die SPD votierte dagegen. Sie hätte es am liebsten gehabt, dass das Thema in den Bauausschuss verwiesen worden wäre. „Ich war bei der Ortsbeiratssitzung am 20. Dezember dabeigewesen. Mein Empfinden ist, dass die Groß Behnitzer gegen das Vorhaben sind“, sagte Fraktionschef Oliver Kratzsch. Er sieht noch reichlich Klärungsbedarf – zumal auch der Ortsbeirat mit einmal Ja und einmal Nein abgestimmt hatte, was einer Ablehnung entspricht. Fraktionskollege Robert Borchert wunderte sich, dass man sich gegen ein Votum des Ortsbeirates stellen wolle.

Zu viel Verkehr wird befürchtet

Ein Anwohner wies darauf hin, dass der mit den geplanten Häusern entstehende Verkehr von den schmalen Straßen nicht aufgenommen werden könne. „Wir wollen weiter in Ruhe wohnen“, meinte er. Hans-Jörg Guhla stimmte zu: „Die Wohnqualität wird nicht besser.“

Aber es gab auch Fürsprecher. So hatte Eduard Dawid im Ortsbeirat dem Vorhaben zugestimmt. Er findet es auch nicht schlimm, dass seit Kurzem noch ein weiteres Bauprojekt am Apfelweg im Gespräch ist. „Selbst wenn beide Flächen entwickelt werden, würde sich Groß Behnitz nicht explizit entwickeln“, sagte er – was im Saal ein Raunen erzeugte. Denn zu den rund 500 Einwohner kämen dann noch etwa 300 hinzu. Doch Dawid sagte: „In Quermathen gibt es jetzt schon mehr Neu- als Altbauten.“ Und Eckart Johlige (CDU) fügte hinzu: „Groß Behnitz wird in seiner Entwicklung gehemmt, weil keine Bauflächen vorhanden sind.“

Investor zahlt Erschließung

Bauamtsleiter Bert Lehmann machte klar, dass „nichts in Stein gemeißelt ist“, wenn der Aufstellungsbeschluss gefasst wird. Dies bedeute erst den Beginn des Verfahrens, in dessen Verlauf die Bürger ihre Einwände vorbringen können. Die Verkehrserschließung werde vom Investor bezahlt.

Weiteres Bauprojekt am Apfelweg

Das geplante Vorhaben am Apfelweg sieht Investor Günter Kröhn als bessere Variante an. „Für Familien ist es viel günstiger.“ Knapp 80 Unterschriften hat er dafür gesammelt. Er will auf fast drei Hektar etwa 25 Einfamilienhäuser errichten, spricht von behutsamer Entwicklung mit ökologischen Wohnbauten. Auch dafür ist die Aufstellung eines B-Planes erforderlich.

Von Andreas Kaatz

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