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Kolonistenhof: Handwerker arbeiten im Taubenhaus

Großderschau Kolonistenhof: Handwerker arbeiten im Taubenhaus

Auf dem Kolonistenhof in Großderschau haben Handwerker die Regie und erledigen Winterarbeiten. Dazu gehört die Sanierung des so genannten Taubenhauses. Auch der Ziehbrunnen wird runderneuert. Dafür stehen 3600 Euro aus Lottomitteln zur Verfügung.

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Winterreparaturarbeiten auf dem Kolonistenhof. Die Arbeiten am Ziehbrunnen sind bereits erledigt.

Quelle: Norbert Stein

Großderschau. Der Frost hat den Kolonistenhof in Reif eingehüllt. Nur gelegentlich kommen jetzt Besucher und schlendern über das Außengelände des Heimatmuseums Großderschau. In Winterschlaf verfallen ist der Kolonistenhof aber keineswegs. Der Heimatverein Großderschau nutzt die Monate, um das Außengelände für die neue Saison in Ordnung zu bringen. Erledigt werden jetzt Arbeiten, für die in der Saison keine Zeit ist oder die in diesem Zeitraum nicht möglich wären, weil sie bei Veranstaltungen die Besucher stören. Zudem hat Brandenburgs Finanzministerium 3600 Euro Lottomittel nach Großderschau gegeben. Mit dieser Unterstützung kann der Heimatverein drei Projekte abarbeiten.

Hingucker für Besucher

Das Taubenhaus und der Ziehbrunnen gehören zu den Hinguckern auf dem Kolonistenhof. „Sie stehen nun aber auch schon lange Zeit auf dem Außengelände und müssen saniert werden“, erklärt Jörg-Dietrich Thiele vom Heimatverein. Deshalb wurde nun an Taubenhaus und Ziehbrunnen gearbeitet.

Vor 19 Jahren geholt

Vor 19 Jahren hat er das Taubenhaus aus Berlin-Steglitz nach Großderschau geholt, erinnert sich Thiele. Dort lag das Taubenhaus in einem Schuppen, nachdem es aus dem Steglitzer Park herausgenommen wurde. Die Anwohner in dem Berliner Stadtteil fühlten sich durch die immer größer werdende Traubenschar belästigt.

Jörg-Dietrich  Thiele (li)  und Stanislaw Frank bei Arbeiten am Taubenhaus

Jörg-Dietrich  Thiele (li.)  und Stanislaw Frank bei Arbeiten am Taubenhaus.

Quelle: Norbert Stein

Auf dem Kolonistenhof wurde das Taubenhaus wieder aufgebaut und auf einem etwa vier Meter hohen Holzstamm gesetzt. Nun wurde das Taubenhaus für die Arbeiten heruntergeholt. Das Taubenhaus wurde gesäubert, die Ein- und Ausflugsluke etwas vergrößert und ein neuer Bretterbeschlag angebracht. Nun muss Dachpappe auf die Haube. „Die Abdeckung lässt sich aber erst beim milderen Temperaturen auflegen“, erläutert Jörg-Dietrich Thiele.

Später eine Spitze

Abschließend bekommt die Haube noch eine Spitze. Sind alle Arbeiten erledigt, wird das Taubenhaus mit Hilfe eines Radladers der Agrargenossenschaft Großderschau wieder auf den Holzstamm gesetzt und gesichert. Ob dann Tauben einfliegen, wird man sehen. Eine Garantie gibt es nicht.. Bisher kamen gelegentlich gefiederte Gäste in das Haus, Tauben von den Nachbargrundstücken, aber auch Singvögel. „So sollte es wieder werden“, meint Jörg-Dietrich Thiele. Auch eine Eule sei willkommen.

Brunnenkasten ausgebessert

Die Arbeiten am Ziehbrunnen sind bereits erledigt. Der Brunnenkasten wurde ausgebessert und mit einer neuen Öffnung versehen. Der Brunnen ist dreieinhalb Meter tief. Derzeit steht das Grundwasser bei etwa eineinhalb Meter. Das Wasser wird mit einem Eimer aus dem Brunnen geschöpft.

Winterreparaturarbeiten auf dem Kolonistenhof Großderschau

Winterreparaturarbeiten auf dem Kolonistenhof Großderschau.

Quelle: Norbert Stein

Das dritte Vorhaben, an dem gegenwärtig gearbeitet wird, ist eine Terrassenüberdachung, damit Besucher auch vor der Remise sitzen und das Flair des Kolonistenhofes genießen können. Die Remise nutzt der Heimatverein für Veranstaltungen, Sie wird aber auch zunehmend öfters für Familienfeiern oder andere Feste gebucht und beschert dem Kolonistenhof zusätzliche Besucher.

Zeitplan eingehalten

Der Heimatverein liegt mit seinen Winterarbeiten auf dem Kolonistenhof im Plan. „Bis zum Saisonbeginn im Frühjahr ist alles geschafft“, sagt Jörg-Dietrich Thiele. Einige Sorgen bereiten ihm noch die Vorbereitung der Buschreisigbündel zur Befeuerung des Lehmbackofens.

Von Norbert Stein

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