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Große Sorge um Rhinower Waldwege

Von Holztransporten zerfahren Große Sorge um Rhinower Waldwege

Holztransporte sorgen im Amt Rhinow (Havelland) für zerfahrene Waldwege. Neu ist das Problem nicht, aber es bereitet zunehmend mehr Sorgen. Es sei so nicht mehr zu akzeptieren und unverantwortlich, meint der Jäger Torsten Klein aus Schönholz. Die Amtsverwaltung möchte nun mit den Beteiligten eine Lösung finden.

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Zerfahrene Waldwege sorgen für Probleme im Amt Rhinow.

Quelle: Norbert Stein

Rhinow. Ist das geerntete Holz aus dem Wald geholt, hinterlassen die Transportfahrzeuge oft tiefe Fahrspuren und kraterförmige Löcher. Holztransporte sorgen auch im Amt Rhinow für zerfahrene Waldwege. Neu ist das Problem nicht, aber es bereitet zunehmend mehr Sorgen. Und es sei so überhaupt nicht mehr zu akzeptieren und unverantwortlich, schilderte Torsten Klein jüngst den Abgeordneten der Gemeinde Gollenberg den Zustand vieler Waldwege in der Gemarkung.

Klein wohnt in Schönholz und ist Jäger. Das Jäger auf zerfahrenen Waldwegen mit Fahrzeuge nicht mehr zur Ausübung ihrer jagdlichen Rechte und Pflichten entlangkommen, ist für ihn nicht in Ordnung. Aber es gäbe zudem noch größere Probleme, meint der Jäger aus Schönholz und nennt als Beispiel Feuerwehrfahrzeuge, die bei einem möglichen Waldbrand nicht zur Einsatzstelle kommen würden, weil Waldwege nicht mehr nutzbar sind.

Die Beteiligten sind sich oft nicht einig

Das eingeschlagenes Holz aus dem Wald gefahren werden muss, steht auch für Torsten Klein außer Frage. Dabei können auch Schäden entstehen, besonders wenn es – so wie in den vergangenen Wochen – viel regnet. Doch wer den Schaden verursacht, muss ihn auch wieder beseitigen, meint Klein. Mitunter klappt die Beseitigung der Schäden, oft aber auch nicht, sagt der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann. Die Beteiligten seien sich nicht einig. Der Waldbesitzer beauftragt einen Forstbetrieb mit dem Einschlagen des Holzes und verkauft es dann an ein Verarbeitungsbetrieb. Der wiederum lässt das Holz von einem Transportunternehmen aus dem Wald holen. Einen zerfahrenen Waldweg richtet dann oft niemand wieder her.

Gemeinsame Beratung im Februar

Die Rhinower Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel bekommt solche Probleme immer wieder auf den Tisch. Wie im Straßenverkehr gelte auch für Waldwege das Verursacherprinzip, meint er. Zu klären wer einen beschädigten Waldweg verursacht hat und damit für die Beseitigung des Schadens zuständig ist, obliege aber nicht dem Amt Rhinow, erklärt Mirschel unter Bezug auf das Brandenburgischen Waldgesetz, dem zufolge Waldwege zum Wald gehören.

Und für den Wald sei die untere Forstbehörde zuständig, so Mirschel. In Ordnung gebracht sind die Waldwege mit dieser Feststellung aber nicht. Um eine Lösung für beschädigte Wege zu finden hat das Amt Rhinow nun für Anfang Februar die untere Forstbehörde (Oberförsterei) und wichtige Waldbesitzer aus dem Ländchen Rhinow zu einer gemeinsamen Beratung eingeladen.

Von Norbert Stein

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