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Großer Andrang bei den Kreativtagen

Paaren im Glien Großer Andrang bei den Kreativtagen

Bei den Brandenburger Kreativtagen im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien hatten am Wochenende wieder viele große und kleine Bastel-Enthusiasten die Möglichkeit, an verschiedenen Ständen ihr Können auszuprobieren. Neben Klassikern wie Keramikmalerei und Korbflechtarbeiten gab es auch neue Trends wie die Broomstick-Technik.

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Rund 30 Bastelfachhändler und fast doppelt so viele Hobbyanbieter luden im MAFZ-Erlebnispark zum Mitmachen ein.

Quelle: Norbert Faltin

Paaren im Glien. Zur Vorweihnachtszeit gehört eigentlich der Duft von Plätzchen, Tannenzweigen oder Glühwein. Bei den Brandenburger Kreativtagen im MAFZ-Erlebnispark Paaren wehte indes eher ein Duft aus Holzleim, Acryllack oder Textilien durch die Halle. An zahlreichen Ständen oder in Workshops konnten Groß und Klein ihr Können ausprobieren. Ob Klassiker wie Keramikmalerei, selbst gefertigter Schmuck und Korbflechtarbeiten oder aber neue Trends wie Broomsticking oder Scrapbooking – Bastel-Enthusiasten fanden sich schnell zurecht und konnten eintauchen in die Welt aus Flitter, Kleber und Holzspänen.

So traf man an diesem Wochenende vermehrt auf weibliches Publikum. Aber auch zahlreiche Familien saßen eifrig an den stets gut besuchten Basteltischen, so wie die Schmitts aus Dallgow-Döberitz. Ulrike und Wolfgang Schmitt besuchten die Kreativtage mit ihren Kindern Lea-Marie (14) und Frederik (9) nur zu gerne. „Wir sind eine sehr bastelwütige Familie, und wir haben schon viele Bastelmessen in Deutschland besucht. Die hiesige Messe ist ein großes Portal und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Kinder basteln können und so viele verschiedene Sachen ausprobieren können“, schwärmt Vater Wolfgang (58).

Steffen Krebs, Geschäftsführer des MAFZ-Erlebnisparks Paaren, traf man am Samstagnachmittag ebenfalls zwischen den Ständen. „Der Besucherandrang ist überproportional im Vergleich zum Vorjahr. Bereits am Morgen stürmten vor allem das Fachpublikum und die Trendjäger die Ausstellungshallen“, berichtet er. Zum Fachpublikum gehöre auch ein Großteil an Pädagogen aus Kitas und Schulen, die sich hier die neuesten Trends oder einfach nur Anregungen holen, so Krebs. „Zu den diesjährigen Trends gehören eindeutig die kleinen gestrickten Kuscheltiere, mit denen sich auch prima kleine Präsente verpacken oder verzieren lassen“, erläutert Krebs. Aber auch Schmuckarbeiten aus Glas oder minimalistische Bleiverglasungen, die dann bemalt werden, seien in diesem Jahr angesagt.

Tanja Kuban (46) aus Wernitz war vor allem von den Arbeiten der Manufaktur Sweete aus ihrem Wohnort angetan. „Sweete stellt Alltags-Zubehör für große und kleine Diabetiker her. Dazu gehören Dinge wie Pumpentaschen, weiche Bauchbänder, Anfertigung von individuellen Kühl-, Pen-, und Zubehörtaschen. Eine tolle Idee, die ich unterstütze“, bekräftigt sie.

Auch die Aussteller sind größtenteils sehr zufrieden mit dem Bestell- und Kaufinteresse der Besucher. So wie Marianne Mrasek (66), die in Berlin das Geschäft „Strickliesel“ führt. Zu DDR-Zeiten war sie eine von sechs Handmaschinenstrickmeisterinnen republikweit. „Ich bin recht zufrieden mit dem heutigen Tag. Vermisst habe ich allerdings bisher die jungen Leute, die vor drei bis vier Jahren noch viel häufiger hierher kamen. Aber der Trend zum Stricken scheint jetzt eher zu stagnieren“, bedauert sie. Manuela Moritz, die in Sachsen-Anhalt Keramik-Malerei betreibt, meint: „Unsere Kurse werden das ganze Jahr über besucht. Schulen, Kitas und Reha-Kliniken gehören zu den Stammkunden.“

Von Norbert Faltin

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