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Havelland Großer Spendenlauf wirft seine Schatten voraus
Lokales Havelland Großer Spendenlauf wirft seine Schatten voraus
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15:28 24.03.2017
Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) hat die erste Startnummer für den Spendenlauf zugunsten des Wünschewagens erworben. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Am Freitag hat die heiße Phase der Vorbereitungen für den großen Premnitzer Spendenlauf begonnen, der am 13. Mai im Stadion der Chemiearbeiter stattfinden soll. Es geht darum, Spenden einzuwerben für den „Wünschewagen“, der vom Landesverband des Arbeiter-Samariter Bundes (ASB) auf die Reise geschickt wird. Seit Sommer letzten Jahres besitzt der Wohlfahrtsverband das Fahrzeug. Es ist ähnlich ausgestattet wie ein Krankentransporter und angeschafft worden, um Menschen, die nur noch kurze Zeit zu leben haben, ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen.

Der erste Fahrgast, den der „Wünschewagen“ im August 2016 hatte, war eine 37-jährige Frau aus Rathenow, sagte ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Haase auf dem Premnitzer Marktplatz. Sie wollte noch einmal nach Kühlungsborn. Seine vorerst letzte Fahrt hat der „Wünschewagen“ am 12. März gehabt. Da hat er eine 75-jährige Frau aus dem Klinikum Berlin-Buch zum letzten Mal nach Hause zu ihrer Familie nach Melchow gebracht. Ihre Lebenserwartung hatten die Ärzte auf eine Woche geschätzt.

Als fachkundige Begleitperson dabei war auf dieser Fahrt Bettina Radda, die als Rettungsassistentin arbeitet und Mitglied des ASB-Ortsverbandes Rathenow ist. Alle Fahrten des „Wünschewagens“ werden durch Personen auf ehrenamtlicher Basis begleitet. Bettina Radda wiederum war es auch, die den „Wünschewagen“ als Ziel der großen Spendenaktion vorgeschlagen hatte.

Spätestens jetzt kommt das Rennfritz-Team ins Spiel. Wie dessen Sprecher Domenico Lajin am Freitag sagte, ist das eine Gemeinschaft von sechs Personen aus Rathenow und Premnitz, die sich zusammengefunden haben, um etwas Gutes zu tun.

Bettina Radda, die auch zum Team gehört, hatte ihre Mitstreiter vom Nutzen des „Wünschewagens“ überzeugt.

Am Sonnabend, 13. Mai, fällt um 12 Uhr im Stadion der Startschuss für den Lauf. Mitmachen kann jeder, aber die Organisatoren orientieren schon auf den Spendenzweck. Das Ziel soll unter anderem durch den „Verkauf“ von Startnummern erreicht werden.

Wie Lajin sagte, ist das Stadion der Chemiearbeiter für die Veranstaltung ideal: gut mit Bus und Bahn zu erreichen, Parkplätze nahebei und die Stadt ein idealer Partner. So war es Bürgermeister Ralf Tebling (SPD), der mit einer Spende von 50 Euro die Startnummer 1 erwarb. „Das ist eine tolle Aktion. Selbstverständlich stellen wir unsere Sportstätte kostenlos zur Verfügung.“

Von Bernd Geske

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