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Großkampftag für 150 Helfer

Rathenow/Premnitz Großkampftag für 150 Helfer

Alljährlich müssen sich westhavelländische Feuerwehrleute, Sanitäter und andere Rettungskräfte in einer Großübung beweisen. In diesem Jahr waren rund 150 Männer und Frauen in Aktion. In Premnitz musste die ehemalige Poliklinik evakuiert werden. Im Hohennauener See kamen Taucher zum Einsatz.

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Bei der Rettungsübung am Hohennauener See kam auch die ASB-Taucherstaffel zum Einsatz.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow/Premnitz. Zur jährlichen Wochenendausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow gehört zu den mehreren Einsatzübungen innerhalb von 24 Stunden immer auch eine Großübung mit weiteren Einsatzkräften. Das diesjährige Einsatzgeschehen startete mit der Großübung in Premnitz. Rund drei Stunden nach Ausbildungsbeginn wurde um 21.09 Uhr der Alarm ausgelöst. Bereits zehn und 13 Minuten später waren die ersten zwei Einsatzlöschfahrzeuge der Premnitzer Feuerwehr vor Ort. Ort des Szenarios war die ehemalige Poliklinik in der Friedrich-Engels-Straße. Nach einem Störfall im Chemiefaserwerk war auch im „Krankenhaus“ der Strom ausgefallen. Beim Anlaufen der Notstromaggregate kam es zu einem Kurzschluss, der in der 3./4. Etage einen Brand auslöste. Dieser wurde durch farbige Scheinwerfer und viel Nebel simuliert Es galt die Patienten, auch aus den dort befindlichen OP-Räume, zu retten.

Bergung eines Verletzten am Hohennauener See

Bergung eines Verletzten am Hohennauener See.

Quelle: Uwe Hoffmann

Dies Patienten wurden durch rund 20 realistisch geschminkte Schüler der Rathenower Bürgel- und Duncker-Schule dargestellt. Bei dieser 150-minütigen Großübung waren insgesamt rund 150 Einsatzkräfte mit über einem Dutzend Einsatzfahrzeugen vor Ort: die Wehren aus Rathenow mit den vier Ortsteilen, ohne Grütz; die Wehren aus Premnitz mit Döberitz und Mögelin sowie der Rathenower Ortsverband des Technischen Hilfswerks, der Rettungsdienst der Havelland sowie der Sanitätsdienst und die Einsatzleitung des Katastrophenschutzes des Landkreises aus Nauen und Friesack.

Um 22 Uhr waren die Verletzten aus der 3. Etage gerettet. Doch vier weitere, die sich in der 4. Etage befanden, wurden noch nicht gefunden. „Das Absuchen der Räume muss koordinierter erfolgen und die Geretteten dürfen nicht im Truppenflur abgelegt werden, sondern müssen gleich aus dem Gebäude evakuiert werden“, so Stadtbrandmeister Jörg Eichmann im Auswertungsappell um 1.30 Uhr. „Die Brandbekämpfung erfolgte zu spät“, ergänzte der stellvertretende Rathenower Ortswehrführer Michael Schmidt. „Die Übung hat unter anderem gezeigt, dass die Kommunikation verbessert werden muss“, so Ortswehrführer Oliver Lienig. „Aber Übungen sind dazu da, um zu lernen.“

Aus der ehemaligen Premnitzer Poliklinik wurden Verletzte geborgen

Aus der ehemaligen Premnitzer Poliklinik wurden Verletzte geborgen.

Quelle: Uwe Hoffmann

Dazu bestand am nächsten Morgen ausreichend Gelegenheit.Um 9.21 Uhr kenterte auf dem Hohennauener See ein Funtube, ein durch ein Sportboot gezogener Sportreifen, mit einer angetrunkenen Person. Diese trieb im Wasser ab. Der Beifahrer des ebenfalls alkoholisierten Bootsführers sprang kopflos über Bord.

Neben einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Rathenow kam das Einsatzboot der Semliner Kameraden sowie die Taucherstaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes zum Einsatz. „Die Taucherstaffel mit 16 Kameraden wird auf allen Gewässern des Havellandes sowie Grenzgewässern zu den anderen Landkreisen eingesetzt“, so Rayk Sommer, Leiter der Taucherstaffel. „Wir haben uns selbst eine Einsatzzeit von maximal 30 Minuten nach Alarmierung gesetzt. Die heute erreichten 20 Minuten entsprechen unserer durchschnittlichen Einsatzzeit.“

Trainiert wurde auch die schnelle Erstversorgung der Verletzten

Trainiert wurde auch die schnelle Erstversorgung der Verletzten.

Quelle: Uwe Hoffmann

Die weiteren drei Übungen wurden durch die Feuerwehr Rathenow und der Ortsteile absolviert. Nur 15 Minuten nach der Rettungsübung in Semlin wurde die dritte Einsatzübung ausgelöst. Am Rathenower Bahnhof gab es einen Unfall mit einem Schienenfahrzeug mit einer Person unter dem Zug. Zudem entstand ein Brand. Bei der vierten Übung wurde an der Deponie Bölkershof ein Unfall mit auslaufenden Chemikalien und Verletzten simuliert.

An der 24-stündigen Wochenendausbildung beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder die Freiwillige Feuerwehr Rendsburg. Zehn Kameraden der Rathenower Partnerstadt mit ihren Gruppenführern Marcel Höfert und Alexander Jahnke waren in die vier Einsatzübungen eingebunden. „So eine umfangreiche Einsatzübung mit anderen Wehren und Rettungskräften wie diese hier hatten wir in Rendburg noch nicht“, staunte Höfert.

Von Uwe Hoffmann

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