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Havelland Gründerzentrum ist auf Genesungskurs
Lokales Havelland Gründerzentrum ist auf Genesungskurs
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21:31 22.11.2015
Das TGZ im Grünauer Fenn. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Norbert Heise kann nicht verhehlen, dass er ein wenig stolz ist auf die Entwicklung, die das TGZ seit seinem Amtsantritt genommen hat. 836 000 Euro an Kreditverbindlichkeiten standen Ende des Jahres 2010 zu Buche. Heute ist der Betrag auf rund 270 000 Euro reduziert. Und am 1. Januar 2018 wird der Tag erreicht sein, an dem die Schulden aus der Entstehungszeit abgezahlt sind und der Klotz im Fenn keiner städtischen Unterstützung mehr bedarf. Und vielleicht sogar einen bescheidenen Gewinn erwirtschaftet.

Natürlich war abzusehen, dass der Schuldendienst irgendwann zu einem Ende kommen würde. Aber dass dies schon in zwei Jahren passiert, ist vor allem Norbert Heise zu verdanken, der die Geschäfte des TGZ seit rund fünf Jahren führt. Mit der Umschuldung der Kredite im Jahr 2011 und der damit verbundenen Senkung der Zinsaufwendungen wurde die langsame Gesundung des Zentrums eingeleitet. Außerdem gelang es, die Flächenauslastung zu erhöhen und damit die Mieteinnahmen zu steigern. Und nicht zuletzt trug ein rigider Sparkurs zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei.

Zwar sind die Mieteinnahmen seit 2013 – als über 200 000 Euro registriert wurden – wieder auf rund 160000 Euro in diesem Jahr gesunken. Aber mit einer Flächenauslastung von fast 75 Prozent könne man – auch im Vergleich mit anderen Gründerzentren im Land – durchaus zufrieden sein, so Heise.

Dass das TGZ lange nicht auf einen grünen Zweig kam, hat mit Fehlern in der Gründungsphase zu tun. Rathenow entschloss sich erst relativ spät zum Bau eines Zentrums dieser Art. Während andere Kommunen für vergleichbare Vorhaben noch eine Landesförderung von 90 Prozent bekamen, war diese Ende der 90er Jahre auf 70 Prozent zurückgefahren worden. Bei einer Investitionssumme von 5 Millionen Euro war der Eigenanteil für die Stadt mit 1,3 Millionen Euro relativ hoch. Und an dem Kredit, den die Stadt damals aufnahm, knabbert sie noch heute. Aber eben nicht mehr lange.

Alles bestens also. Nun, nicht ganz. Von der Idee, Gründern den Einstieg in das Wirtschaftsleben zu erleichtern, ist nicht mehr viel übrig. Seit Jahren schon habe kein Hochschulabsolvent mit dem Plan, ein Unternehmen zu gründen, mehr gewonnen werden können, so Heise. Immerhin gebe es einige innovative Unternehmen, die dem Namen Technologiezentrum alle Ehre machten. Heise hob in diesem Zusammenhang das Unternehmen Optotec hervor, den größten Mieter im TGZ. Die Firma, die im Bereich Augenoptik und Augenmedizintechnik einen hervorragenden Ruf genießt, habe sich seit dem Einzug kontinuierlich vergrößert und sei mit 32 Mitarbeitern ein Aushängeschild für Innovation made in Rathenow.

Das TGZ in Zahlen

Das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) im Gewerbegebiet Grünauer Fenn wurde am 23. Juni 1998 eröffnet. Der Bau kostete rund fünf Millionen Euro, 70 Prozent der Summe wurden gefördert.

Das Gebäude bietet 122 Räume unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtfläche von 3500 Quadratmetren zur Vermietung an.

Der Mietpreis für Werkstatt- und Lagerräume liegt bei drei Euro pro Quadratmeter, für Büroräume bei fünf Euro pro Quadratmeter, zuzüglich Betriebskosten.

19 Mieter zählt das TGZ derzeit, die Flächenauslastung liegt bei 73 Prozent. Zur Vermietung frei stehen noch Flächen von rund 900 Quadratmetern.

Die Mieteinnahmen im Jahr 2015 werden sich auf knapp 160 000 Euro belaufen. Dem stehen betriebliche Aufwendungen in Höhe von 103 000 Euro gegenüber. Die Kreditverbindlichkeiten liegen derzeit bei 269 000 Euro.

Von Markus Kniebeler

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