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Havelland Grüne Stimme für Weltoffenheit
Lokales Havelland Grüne Stimme für Weltoffenheit
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13:44 29.01.2016
Gesicht und Stimme des grünen Wahlkampfes: Petra Budke. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee/Dallgow

Nun also doch: Die Havelländer Grünen gehen mit einer eigenen Kandidatin in die Landratswahl am 10. April. Petra Budke erhielt am Donnerstagabend alle Stimmen der 23 Wahlberechtigten, die sich zu einer Sonderkreismitgliederversammlung in Falkensee getroffen hatten.

Die Bündnisgrünen hatten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Noch im Dezember und Anfang Januar tendierte eine Mehrheit gegen einen eigenen Kandidaten. Ein dreiköpfiges Sondierungsteam hatte Gespräche mit den Landratskandidaten von SPD, CDU und Linken geführt, um auszuloten, ob und wo sich grüne Vorstellungen mit denen der Kandidaten decken. „Die meisten Schnittmengen gab es mit Halrad Petzold von den Linken“, berichtete Felix Doepner, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag. Aber mehr politischer Spielraum sei bei den Mehrheitsverhältnissen im Kreistag allein mit den Linken nicht zu erwarten. Bei den Gesprächen mit Martin Gorholt (SPD) und Roger Lewandowski (CDU) war denn auch die Gretchenfrage: Wäre die Fraktion bereit, die Zählgemeinschaft von SPD und CDU aufzulösen und neue Mehrheiten zu schaffen. „Es hat sich schnell herausgestellt, dass dazu beide keine Bereitschaft haben“, fasste Felix Doepner das Ergebnis zusammen.

Also Plan A: Nachdem auch die Linken mit einem eigenen Mann in den Wahlkampf ziehen, entschieden die Grünen sich auch für diesen Weg. Freude und Erleichterung, als Petra Budke sich als Kandidatin bewarb. Die Dallgowerin ist Vorsitzende des Landesverbandes der Grünen und wahlkampferprobt.

„Ein Landrat ist kein kleiner König“, sagte sie, „auch wenn das im Havelland manchmal so wahrgenommen wird.“ Sie steht für einen anderen Führungsstil, für mehr Bürgerbeteiligung und für einen anderen Umgang mit den Parteien im Kreistag. Erste inhaltliche Schwerpunkte ihres Wahlkampfes machte Petra Budke am Donnerstag deutlich: „Wir sind für eine ökologische Landwirtschaft im Havelland, ohne Genmais und Massentierhaltung“, sagte sie. Es gilt das Klimakonzept voranzubringen, damit es mehr als ein Stück Papier ist. Wichtiges Thema der Grünen: Verbesserung des ÖPNV und des Radwegenetzes. „Es geht um den Busverkehr, um die Taktung, um das Angebot am Wochenende und es geht um den Ausbau der Regionalbahn“, sagte die Grünenpolitikerin. Im Bereich Schule will sie weiter auf Inklusion setzen. „Es gibt das Bedürfnis nach mehr Gesamtschulen“, sprach sie mögliche Veränderungen in der Schulstruktur an. „Ich will mich für eine unabhängige Ombudsstelle einsetzen“, sagte sie angesichts der vielen Klagen über das Jugendamt.

Eines der ganz wichtigen Themen sehe sie in der Integration der Flüchtlingen. „Sporthallen, Turnhallen und Möbelhallen sind kein Konzept für die Zukunft“, sagte sie. Sie setzt auf die dezentrale Unterbringung ein. „Wir brauchen Wohnungen, nicht nur für Flüchtlinge“, forderte sie Veränderungen im Wohnungsbau.

„Wir werden kein zweistelliges Traumergebnis erreichen“, zeigte sich Landtagsabgeordnete Ursula Nonnemacher realistisch. Aber sie sei froh, dass der Wahlkampf mit Petra Budke ein Gesicht und eine Stimme erhält, um grüne Inhalte zu transportieren. Und sie machte zwei Alleinstellungsmerkmale aus: Die Grünen stellen eine Frau auf und sie sind in der Flüchtlingsfrage nicht populistischen Kursschwankungen unterworfen.

Ein wahlkampffreies Jahr wird es also für die Havelländer Grünen nicht geben.

Von Marlies Schnaibel

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