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Havelland Grüne fordern Blühstreifen für Insekten
Lokales Havelland Grüne fordern Blühstreifen für Insekten
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19:32 28.08.2018
Auf sogenannten Blühstreifen finden Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung. Quelle: Christin Iffert
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Friesack

Wenn es nach der Grünen im Kreistag geht, dann soll der Landkreis Havelland künftig noch deutlich grüner beziehungsweise bunter werden: Auf der Sondersitzung des Kreistags in Friesack brachte die Fraktion der Grünen zwei Beschlussvorschläge ein, die den Umgang mit kreiseigenen Grünflächen betreffen.

Zum einen geht es um sogenannte Bienenweiden. „Auf geeigneten kreiseigenen Flächen werden sobald wie möglich bienen- und insektenfreundliche Blühpflanzungen angelegt und erst nach erfolgtem Ausamen gemäht“, heißt es in dem Vorschlag. „Damit wollen wir ein kleines Zeichen setzen gegen das allgegenwärtige Insektensterben“, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Seelbach.

Verzicht auf Glyphosat gewünscht

Mehrere wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die Masse der Insekten in den vergangenen Jahrzehnten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Insekten in der Landwirtschaft immer weniger Nahrung und Lebensraum finden. Laut dem Vorschlag sollen künftig zum Beispiel Grünflächen, Randstreifen und andere geeignete Flächen als Bienenweide gestaltet werden.

In dem zweiten Beschlussvorschlag der Grünen ging es um immerhin 45 Hektar Fläche, die der Kreis an Landwirte verpachtet hat. Bislang ist in den Verträgen nicht geregelt, dass die Bauern bei der Bewirtschaftung auf das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat verzichten müssen. Das soll sich künftig ändern.

Im Landwirtschaftausschuss sollen Einzelheiten geklärt werden

„Neben Schadinsekten fallen auch Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge Glyphosat und andere Pestiziden zum Opfer“, sagt Seelbach zur Begründung. Beide Vorschläge wurden zur weiteren Klärung an den Landwirtschaftsausschuss des Kreises verwiesen. Seelbach sieht gute Chancen, dass die Vorschläge in Zukunft tatsächlich umgesetzt werden können: „Die Resonanz der anderen Fraktionen war durchweg positiv“.

Im Landwirtschaftsausschuss wird es vor allem darum gehen, eine konkrete Umsetzung vorzubereiten. So muss für den Verzicht von Glyphosat erst einmal geprüft werden, wie lange die aktuellen Pachtverträge noch laufen. Bei den geplanten Bienenweiden muss geklärt werden, welche Flächen überhaupt für einen Blühstreifen geeignet sind und welche Pflanzen dort sinnvoller Weise ausgesät werden können.

Von Ralf Stork

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