Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Grüne wollen Ombudsstelle auf Kreisebene
Lokales Havelland Grüne wollen Ombudsstelle auf Kreisebene
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:04 14.05.2018
Wolfgang Seelbach. Quelle: Uwe Hoffmann
Havelland

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt den Beschluss des Jugendhilfeausschusses des Kreistages, im September die Diskussion über eine Ombudsstelle Jugendhilfe im Havelland zu vertiefen und dann gegebenenfalls zu beschließen. Das erklärte de Fraktion jetzt in einer Pressemitteilung.

Konzept in Vorbereitung

Grundlage der Entscheidung wird dann neben dem Antrag der grünen Kreistagsfraktion ein Konzept sein, das das Jugendamt in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Boje erstellen will, so Fraktionsvorsitzender Wolfgang Seelbach. „Der Verein Boje leistet aus unserer Sicht wertvolle Arbeit. Er stellt derzeit die einzige Ombudsstelle in Brandenburg, berät und unterstützt junge Menschen und deren Familien bei Konflikten mit dem Jugendamt im Land Brandenburg.“

Kapazitäten kaum vorhanden

Jedoch seien die Kapazitäten des Vereins mit zahlreichen Fällen vor allem aus anderen Kreisen erschöpft. Wolfgang Seelbach forderet: „Wir brauchen deshalb für das Havelland eine Einrichtung, die Boje auf Kreisebene ergänzt.“ Ursula Lindner (Bündnisgrüne und Mitglied im Jugendhilfeausschuss) geht davon aus, dass „der Bedarf im Havelland möglicherweise größer ist als die vier Fälle, die Boje in den letzten Jahren hier bearbeitet hat“.

Einwand zurückgewiesen

Den Einwand des Vorsitzenden, dass der Jugendhilfeausschuss die Aufgaben der Ombudsstelle wahrnehmen könne, wie schon gelegentlich geschehen, weist sie entschieden zurück: „Berichte der Verwaltung im Ausschuss können keine Beratungs- und Unterstützungsarbeit ersetzen.“

Wolfgang Seelbach weiter: „Das Unterstützungsangebot für Jugendliche und Eltern muss unabhängig vom Jugendamt sein, denn es soll ja gerade dann greifen, wenn man sich nicht einig ist und wenn die Betroffenen nicht in der Lage sind, ihre Ansprüche korrekt einzuschätzen.“

Ausschuss will September entscheiden

Im Jugendhilfeausschuss hatte Kreissozialdezernent Wolfgang Gall erläutert, er sehe drei Konfliktlinien für die Arbeit des Jugendamtes. Das Leistungsrecht, Inobhutnahmen und Streit zwischen hochzerstrittenen Eltern. In den zwei letztgenannten Bereichen würden die Gerichte entscheiden. Hier könne eine Ombudsstelle gar nicht einbezogen werden. Allein im Leistungsrecht könne eine Ombudsstelle wirklich helfen.

Festgelegt wurde, dass sich der Jugendhilfeausschuss noch einmal mit Vertretern des Vereins Boje treffen wird.

Von Joachim Wilisch

Sieben Theatergruppen aus dem Land Brandenburg haben im Westhavelland ihr Können gezeigt. Aufführungen der Amateurtheatertage gab es in Milow und Rathenow. Für die Zuschauer war es ein großer Spaß.

13.05.2018

Im Sorgerechtsstreit um einen Jungen hat es eine Wende gegeben. Nach der Aussage eines Polizeibeamten hat das Gericht eine Entscheidung im Sinn des Vaters gefällt. Der Vater hatte wiederholt das Jugendamt kritisiert.

14.05.2018

Den Beschluss über eine Ombudsstelle für Konfliktfälle hat der Jugendhilfeausschuss nach langer Debatte vertagt. Man will sich mehr über den Verein Boje informieren, der bei Problemen mit Jugendämtern hilft.

11.05.2018