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Havelland Grünefelder sind verrückt nach Line Dance
Lokales Havelland Grünefelder sind verrückt nach Line Dance
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13:17 02.04.2018
Hut und spitze Stiefel gehören für viele Fans des Line Dance dazu, sind aber keine Pflicht. Pflicht ist nur die Freude am Tanzen. Quelle: Ulrike Gawande
Grünefeld

Gitarrenklänge und die in die Beine gehenden Beats von Countrysongs dringen jeden Mittwochabend aus dem Jugendclub in Paaren im Glien. Dann ist Trainingszeit der Greenfield Dancers, der Line Dancer aus dem benachbarten Grünefeld. „Wir würden ja auch gerne in Grünefeld trainieren, doch dort gab es keinen entsprechenden Raum“, erklärt Claudia Möritz, die 2014 die Initiative für die Gründung der lockeren Tanzgruppe ergriffen hat. Sie verteilte Flyer im Ort, suchte Mitstreiter sowie einen Trainer, den sie in Klaus Günter Jordan, auch als DJ Nick von den “Glien Dancer Paaren“ bekannt, fand.

„Der hat Nerven wie Drahtseile und ist mit Liebe dabei“, lobt Möritz. „Ich habe zusammen mit meinem Mann beim Beginner-Kurs angefangen, wir kamen beide aus dem Standardtanz“, berichtet die Grünefelderin. Mittlerweile hat ihr Mann aber das Handtuch geschmissen, ihm fehlte der Körperkontakt beim Tanzen. Claudia Möritz aber ist geblieben. Ihr gefällt es, da es auch terminlich einfacher sei, einmal unabhängig vom Partner zu tanzen. „Ich mag die spielerische Bewegung, die den Kopf fit hält.“

Denn beim Line Dance hat jedes Lied seine ganz eigene Choreographie, egal ob zu klassischer Countrymusik oder zu modernen Popsongs. Rund 8900 Choreographien umfasse mittlerweile die Line- Dance-Datenbank, berichtet Frank Degen aus Grünefeld, der mit seiner Frau Iris zuvor in Dallgow getanzt hat. „Das ist Gehirnfutter.“ Ein bis zwei Mal pro Woche sind die beiden beim Line-Dance-Training. An den Wochenenden geht es zu Veranstaltungen oder Tanznachmittagen, beispielsweise in den Schwanenkrug in Schönwalde.„Ich lebe mit meiner Frau den Line Dance. Wir mögen die Musik, die Kleidung, das Westernreiten und die Menschen, die man auf den Events trifft. Das ist wie eine große Familie.“ Manchmal über er sogar zuhause, gesteht Degen, dem auch der Einfluss der irischen Musik, wie beim „Patsy Fagan“, der gerade von den Aktiven neu einstudiert wird, gefällt.

Die Freude am Tanzen und an der Musik steht bei den Greenfield Dancers eben im Vordergrund. „Das ganze soll Spaß machen, Entspannung und Ausgleich sein“, betont Initiatorin Möritz. Deshalb trete man auch nicht auf – höchstens zu Sommerfesten im Ort. Man schätzt das Miteinander in der rund 20 Personen starken Trainingsgruppe. Das gemeinsame Thema verbinde, erklärt Pia Lasarzik, ebenfalls aus Grünefeld, die zu den jüngeren Tänzern gehört. „Ich habe mit Line Dance angefangen, weil mein Mann nicht tanzen wollte“, so die junge Frau, die besonders den Anspruch der Choreographien schätzt. „Man muss immer wieder etwas neues lernen, es ist deutlich anspruchsvoller als in der Disco zu tanzen, trotzdem ist es entspannt und die Musik macht Spaß.“ Jetzt nach drei Jahren Training fühle sie sich fit genug, auch einmal auf Line Dance Events zu gehen.

Auf denen ist Trainer Klaus Günter Jordan Stammgast. Mal als Tänzer, aber meist als Discjockey. Doch auch er habe einmal klein angefangen, erzählt er. 2003 war das, bei einem Tanzkurs in Schönwalde. „Countrymusik mochte ich schon vorher.“ Doch am liebsten hätte er schon nach wenigen Tagen hingeschmissen, verrät der energiegeladene Trainer. Doch aufgeben gab es für den 68-Jährigen nicht. Er übte stattdessen zuhause und schon zwei Jahre später begann er selbst erste Tänzer zu unterrichten. „Besonders dankbar sind wir der Gemeinde, dass wir den Jugendclub für unser Tanztraining nutzen können.“

Und schon steht er wieder vorne, zählt: Lock step, Lock step, Mambo step, Coaster cross. 32 neue Schritte für den „Patsy Fagan“. Musik ab.

Von Ulrike Gawande

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