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18:14 26.04.2018
Kleine, feine Stadt im Grünen – das soll Rathenow werden. Das Insek zeigt vor, wie der Wunsch Wirklichkeit werden kann. Quelle: Gisela Arnold
Rathenow

Das hat es in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung selten gegeben: Einhelliges Lob für die Rathausmannschaft. Am Mittwochabend war es so weit. Aus allen Fraktionen traten Vertreter ans Rednerpult, um sich bei der Verwaltung zu bedanken. Stellvertretend für viele wurde Jens Hubald, Leiter des Sachgebietes Stadtentwicklung, in den Elogen erwähnt. Und zwar für seine federführende Arbeit bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Insek).

Monatelang waren Hubald und seine Mitstreiter im Bauamt damit beschäftigt, einen Zukunftsplan für Rathenow – denn um einen solchen handelt es sich, verkürzt gesagt, beim Insek – zu entwerfen. Im Kern geht es darum, die Attraktivität der Stadt zu steigern. Zum einen sollen davon diejenigen profitieren, die bereits hier leben. Zum anderen sollen Menschen dazu bewegt werden, nach Rathenow zu ziehen.

Die im Insek dargelegte Strategie zeigt also auf, wie die Stadt lebenswerter gestaltet werden kann – und zwar in allen Daseinsbereichen. Das fängt an bei der Ausweisung attraktiver Baugrundstücke, geht über den Ausbau und die Pflege einer leistungsfähigen Bildungslandschaft, betrifft die Verkehrsinfrastruktur – also den Ausbau von Straßen, Radwegen, Parkplätzen – und endet bei den so genannten weichen Standortfaktoren, wozu ein attraktives Kultur- und Freizeitangebot gehört.

Daniel Golze, Fraktionschef der Linken, bezeichnete das 170 Seiten starke Papier als Blick in die Zukunft. „In groben Linien ist der Weg zu einer Stadt vorgezeichnet, in der sich jeder wohlfühlen kann“, sagte Golze. Dieses Konzept dürfe auf keinen Fall in irgendwelchen Schubladen verschwinden, sondern müsse die Grundlage werden für alle Entscheidungen, die die Entwicklung der Stadt betreffen. Ganz konkret forderte Golze, dass jeder künftige Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung darauf geprüft werden müsse, ob er mit den im Insek vorgegebenen Leitlinien vereinbar sei.

Ganz so weit wollte SPD-Chef Hartmut Rubach nicht gehen. „Das Insek ist kein Dogma, an dem keine Änderungen vorgenommen werden dürfen“, sagte Rubach. Natürlich müsse man den Plan, wenn sich die Grundlagen verändern – etwa bei der Bevölkerungsentwicklung – anpassen. Trotzdem sei es wichtig, dass Grundlinien festgelegt worden seien, an denen man sich bei wichtigen Entscheidungen orientieren könne.

Dass die im Insek formulierte Hoffnung, die Stadt möge sich positiv entwickeln und wachsen, nicht unbegründet ist, machte Bürgermeister Ronald Seeger an der aktuellen Einwohnerzahl fest. In Rathenow leben derzeit 25 039 Menschen. Der jahrelang andauernde Negativtrend sei gestoppt. Zum ersten Mal seit 2011 sei in diesem Jahr die Einwohnerzahl wieder über die 25000er Grenze geklettert.

Kein Wunder, dass bei so viel Lob das Insek von den Stadtverordneten ohne Gegenstimme beschlossen wurde. Am Ende könnte sich diese Entscheidung in barer Münze auszahlen. Denn Kommunen, die Geld aus dem neu aufgelegten Stadtumbauprogramm erhalten wollen, müssen bei der Beantragung unter anderem ein demokratisch verabschiedetes Integriertes Stadtentwicklungskonzept vorlegen. Diese Voraussetzung hat die Stadt Rathenow schon mal erfüllt.

Von Markus Kniebeler

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