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Havelland Grundschulanbau in Dallgow wirft Fragen auf
Lokales Havelland Grundschulanbau in Dallgow wirft Fragen auf
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14:06 30.09.2016
Die Schule platzt aus allen Nähten. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Dallgow-Döberitz

Dass Dallgow einen Grundschulanbau braucht ist Fakt. Wie dieser jedoch aussehen soll und wie viel zusätzlicher Platz tatsächlich benötigt wird, darüber ist man in der Gemeinde uneins. „Wir brauchen mehr Luft für die Zukunft. Wenn wir jetzt zehn neue Klassenräume anbauen, könnte der Platz in einigen Jahren erneut knapp werden, schaut man sich die Bevölkerungsprognose an“, so Sven Richter (CDU). Ein dreigeschossiger Bau mit 15 Klassenräumen, einem Lehrerzimmer und einem Sekretariat, der direkt an das bestehende Schulgebäude in der Steinschneiderstraße angrenzt, könne eine Lösung sein, so die Dallgower CDU-Fraktion. „Ob an dieser Stelle drei Geschosse möglich sind, wage ich zu bezweifeln. Außerdem darf man bei einer erhöhten Raumanzahl auch die Toiletten nicht vergessen“, gibt Bauamtsleiterin Sabine Kern zu bedenken. „Wir brauchen einen längeren Diskussionsprozess und belegbare Zahlen dafür, wie hoch der Raumbedarf tatsächlich ist“, so Petra Budke (Grüne).

Zeit fehlt

Aber Zeit ist genau das, was der Gemeinde derzeit fehlt. „Wir sitzen auf glühenden Kohlen. Die jetzige Doppelnutzung der Räume für Hort- und Schulbetrieb ist nur eine Sondergenehmigung, die uns jederzeit wieder entzogen werden kann, wie es bereits einmal passiert ist“, so Jörg Vahl (CDU), der sich klar gegen eine Verweisung des Themas in den Bauausschuss und für eine schnelle Entscheidung aussprach. „Wir verlieren unnötig Zeit und wenn jedes Vorhaben wieder und wieder in die einzelnen Ausschüsse verwiesen wird, gibt es bis 2018 bestimmt keine größere Schule“, so auch der stellvertretende Bürgermeister Peter Kristke. Denn eigentlich sei es realistisch, das Bauvorhaben bis nach den Sommerferien 2018 zu beenden, schätzt Bauamtsleiterin Kern. „Wir müssen jetzt den Architekten beauftragen, sonst könnte sich das gesamte Vorhaben um ein ganzes Jahr verschieben. Die zehn Räume, die wir für den Anbau angedacht haben, sind das absolute Minimum, erst nach einem Gespräch mit dem Architekten, der bereits das bestehende Gebäude geplant hat, können wir abwägen, was am Standort möglich ist“, so Sabine Kern.

Container oder Doppelnutzung?

Auch die Unterbringung der Schüler während der 18-monatigen Bauzeit konnte nicht abschließend geklärt werden. „Containerbauten sind die beste Lösung, die Kosten dafür betragen rund 150 000 bis 180 000 Euro. Wir müssen weg von der Mehrfachnutzung“, so Sven Richter. Ob diese jedoch notwendig sind, oder ob die Schule weiterhin mit der Doppelnutzung zurechtkommen könne, müsse nun geprüft werden. Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter nun zunächst für die Beauftragung der Planer aus, ohne jedoch konkrete Angaben zur Menge der Räume, Geschosshöhe oder Unterbringung der Schüler zu machen. Gespräche mit Schule und Planern sollen nun Aufschluss bringen.

Von Laura Sander

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