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Grundschule feiert 55. Geburtstag

Großwudicke Grundschule feiert 55. Geburtstag

Die Kleine Grundschule Großwudicke feiert am Freitag ihren 55. Geburtstag mit einem Schulhoffest. Zahlreiche Generationen haben in dem Haus in der Parkstraße lesen, schreiben, rechnen und vieles mehr gelernt. Heute zählt die Bildungseinrichtung zu einer der beliebtesten in der Region, denn sie bietet ein besonderes Konzept an.

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Auch die Plakate für die Ankündigung des Schulhoffestes haben die Mädchen und Jungen der Großwudicker Schule selbst gestaltet.

Quelle: Christin Schmidt

Großwudicke. Es gibt Momente im Leben, da wünschen sich Erwachsene noch einmal Kind zu sein. Dieses Gefühl stellt sich bei denen ein, die den Schulhof der Kleinen Grundschule Großwudicke betreten. Da vergnügen sich Mädchen und Jungen ausgelassen auf dem großen Sand- und Wasserspielplatz, in einer gemütlichen Sitzecke stecken Mädchen ihre Nase in Bücher, zwei Schüler laufen über den Barfußpfad, andere toben auf dem Rasen oder verbessern ihre Mathekenntnisse spielerisch beim Hopsen auf vorgezeichneten Feldern.

An einem großen Holztisch ist eine Gruppe konzentriert bei der Arbeit. Sie bereiten sich auf den großen Tag vor, basteln Plakate, schreiben Einladungen und üben fürs Programm. Sogar eine Bühne bauen die Schüler auf. Auf dieser wird am Freitag Schulleiterin Anke Enge-leiter Schüler, Lehrer und zahlreiche Gäste anlässlich des 55. Geburtstags der Großwudicker Schule begrüßen.

Seit Januar 1962 wird in dem Gebäude in der Parkstraße 5 unterrichtet. Das Schulwesen gibt es in Großwudicke aber schon sehr viel länger. Im Zuge der Vorbereitungen auf das Jubiläum stieß Anke Engeleiter auf Unterlagen aus dem Jahr 1875.

Von der Oberschule zur Kleinen Grundschule Großwudicke

Aus denen geht auch hervor, dass es stets an geeigneten Räumlichkeiten fehlte. Zeitweise wurden die an drei verschiedenen Standorten im Dorf unterrichtet. Erst mit dem Bau des heutigen Schulgebäudes, an dem sich zahlreiche Bürger und selbst Schüler beteiligten, konnten alle Mädchen und Jungen unter einem Dach lernen.

„Bereits seit 1955 versuchte die Gemeinde, einen Schulneubau zu bekommen“, erzählt Anke Engeleiter. Die Zustände seien unhaltbar gewesen, abgehetzte Lehrer, unbeaufsichtigte Kinder, ein geordneter Schulbetrieb war nicht möglich.

Bei diesen Mädchen ist die Leseecke auf dem Schulhof beliebt

Bei diesen Mädchen ist die Leseecke auf dem Schulhof beliebt. Hier können sie ungestört in Büchern schmökern.

Quelle: Christin Schmidt

Das Dorf war sich einig, es musste etwas passieren. Deshalb packten alle mit an, sogar Verträge mit dem Steinwerk handelten die Bürger aus, um günstig an Material zu kommen. Immer wieder galt es neue Hürden zu überwinden. Zum Beispiel ging der Stahl für die Bewährung in den Böden aus.

Erst als die Pioniere die Stahl- und Walzwerker in Brandenburg/Havel anschrieben, kam Nachschub. Beim nächsten Baustopp machten sich Schüler auf zum Kreistag, um zu fragen, wann es weitergeht. Ihr Einsatz wurde belohnt: Die Arbeiten wurden fortgesetzt und der Bauleiter entlassen.

„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“

Die Großwudicker haben für ihre Schule gekämpft, mit Erfolg. Mittlerweile haben hier zahlreiche Generationen lesen, schreiben, rechnen und vieles mehr gelernt. Das Gebäude, das damals entstand, steht seit 2010 unter Denkmalschutz, weil es ein reformsozialistischer, pädagogischer Bau ist mit lichtdurchfluteten, nach Süden ausgerichteten Klassenräumen und offenen Fluren.

Party und Spenden zum 55. Geburtstag

Am Freitagnachmittag feiern Lehrer, Schüler und zahlreiche Gäste den 55. Geburtstag mit einem großen Schulhoffest.

Außerdem hat die Schule zum Jubiläum eine Spendenaktion gestartet, um auch künftig Projekte umsetzen und den Schülern mehr Praxis bieten zu können.

Unter dem Motto „55 für 55“ kann jeder die Schule mit einer Überweisung unterstützen.

Konto: Gemeinde Milower Land, DE22 1605 0000 3852 122 456, MBS Potsdam, Verwendungszweck: Aktion 55 für 55

Mehr Informationen zur Kleinen Grundschule im Internet auf: www.grundschule-großwudicke.de

Eröffnete wurde die Schule zunächst als achtklassige Oberschule. 1974 wurde erstmals eine neunte Klasse eingerichtet, ein Jahr später verließen die ersten Schüler mit dem Abschluss der zehnten Klasse die Schule. Eine Erweiterung wurde nötig. Damals entstanden die heutigen Horträume.

Mit der Wende kam die nächste Herausforderung. Die Schülerzahlen sanken, die Schulleitung musste sich neu orientieren um den Fortbestand zu sichern. 1991 wurde in Großwudicke letztmalig eine siebente Klasse verabschiedet.

Aus der Oberschule wurde eine erfolgreiche Grundschule in der Kinder nach dem Motto „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ unterrichtet werden. Das Konzept der Kleinen Grundschule kommt gut an. Seit Jahren gibt es mehr Anmeldungen als Plätze. Selbst den Lehrern mache die Arbeit hier Spaß, sagt Anke Engeleiter mit zufriedenem Lächeln.

Eine große Spiellandschaft aus Sand und Wasser ist am Nachmittag ein besonders beliebter Treffpunkt für die Mädchen und Jungen der Kleinen Gru

Eine große Spiellandschaft aus Sand und Wasser ist am Nachmittag ein besonders beliebter Treffpunkt für die Mädchen und Jungen der Kleinen Grundschule Großwudicke.

Quelle: Christin Schmidt

Von Christin Schmidt

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