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Grundschule ist Großbaustelle

Wustermark Grundschule ist Großbaustelle

Alle Jahre wieder lässt die Gemeinde Wustermark in den Ferien Sanierungsarbeiten in der örtlichen Grundschule erledigen. Allein 2016 werden 660 000 Euro ausgegeben.

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Quelle: Jens Wegener

Wustermark. Wer dieser Tage einen Blick ins Innere der „Otto-Lilienthal“-Grundschule in Wustermark wirft, glaubt nicht, dass zum Schuljahresbeginn in knapp drei Wochen der Unterricht beginnt. Überall wird gebaut, gemalert, gefliest. Sechs Gewerbe arbeiten gleichzeitig auf beiden Etagen, bis zu 20 Handwerker sind im Einsatz. „Es ist jedes Jahr in den Sommerferien das selbe Spiel: Wir müssen in der Schule in knapp sechs Wochen alles so koordinieren, dass die Kinder am ersten Schultag möglichst keine Einschränkungen haben“, erklärt Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Ob das diesmal auch gelingt, glaubt Scholz nicht. „Die Arbeiten im Umkleide- und Sanitärbereich vor der Turnhalle, wo fast alles erneuert wird, werden bis Mitte September dauern. Alles andere wird rechtzeitig fertig.“

Damit sind insbesondere die Elektroarbeiten und die Erneuerung der Fußböden in einigen Klassenräumen im Obergeschoss gemeint. „Die gesamte Beleuchtung wird auf LED umgestellt, dazu verlegen wir Kabel, damit in den Klassenräumen künftig moderne Tafeln mit Internetzugang eingebaut werden können“, weiß Michael Bertleff vom Wustermarker Bauamt, der die Baustelle Grundschule betreut. Eine dieser Whiteboards gibt es bereits an der Wustermarker Grundschule, weitere werden nach und nach folgen.

In den für 2016 für die Schulsanierung zur Verfügung stehenden 660 000 Euro enthalten sind auch diverse Schallschutzmaßnahmen. „Deshalb haben wir die Decken im Obergeschoss nicht nur abgehängt sondern löchrig gemacht. Dadurch wird der Schall gebrochen, das heißt, wenn die Schüler künftig durch die Flure laufen und sich unterhalten, dröhnt es nicht mehr so laut“, so Bertleff. Der Einbau einer Brandmeldeanlage im Haus erfolgt und es gibt eine neue Telefonanlage. „Wenn es gut geht, ist das Obergeschoss zum Schuljahresbeginn komplett erledigt“, sagt Wolfgang Scholz und erinnert: „Seit 1993 hat die Gemeinde Wustermark in diese Schule schon etwa 5 bis 6 Millionen Euro investiert. Und noch ist kein Ende in Sicht.“

Im kommenden Jahr sollen im Bestandsgebäude weitere Klassenräume renoviert, ein Schornstein muss abgerissen und der Außenaufgang gebaut werden. Aber zumindest in einem Punkt möchte der Bauamtsleiter eine Änderung im Bauablauf: „Wir sollten gemeinsam mit der Schulleitung versuchen einen Plan zu stellen, wonach unabhängig von den Ferien im Wechsel jeweils zwei Klassenräume freigezogen und damit saniert werden können.“ Das würde es ermöglichen, viel schneller voran zu kommen. Zudem sei es immer schwieriger, Baufirmen für die Ferienzeit zu bekommen.

Stauen werden die Wustermarker Schüler in jedem Fall am ersten Schultag, wenn sie das Kleinsportfeld im Hof erblicken. Dort gibt es dann eine kleine Tribüne mit Sitzgelegenheiten in zwei Reihen, so dass die Kinder bei Fußballspielen oder anderen Wettkämpfen ihre Mitschüler anfeuern können. „Im Oktober werden wir dort dann noch einige Bäume pflanzen“, ergänzt Michael Bertleff.

Von Jens Wegener

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