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Havelland Grundschulerweiterung wird richtig teuer
Lokales Havelland Grundschulerweiterung wird richtig teuer
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00:19 14.10.2017
Auch der Bestandsbau der Wustermarker Grundschule würde von zusätzlichen Fördermitteln profitieren. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

Der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau der Grundschule Wustermark ist noch gar nicht erfolgt, trotzdem steigen die Baukosten. Die Frage ist nur, um wie viel Euro. Das müssen letztlich die Wustermarker Gemeindevertreter am 24. Oktober entscheiden.

Zwei Varianten hat die Verwaltung jetzt vorgeschlagen. „Alle beide hängen vor allem davon ab, in welcher Höhe die Gemeinde Fördermittel vom Land aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm erhält“, erklärte Wustermarks Vize-Bürgermeisterin Petra Guhr im Sozial- und Bildungsausschuss. In Aussicht gestellt worden seien etwa 2,5 Millionen Euro.

Ursprünglich hatten die Gemeindevertreter nach einigem Hin und Her, diversen Planänderungen und Budgetkürzungen eine maximale Investitionssumme für den Erweiterungsbau mit Klassenräumen, Hort und Sporthalle von 9,427 Millionen Euro festgelegt.

Variante 1 sieht nun Mehrausgaben von 46 560 Euro vor. Dafür sollen Rigips- statt Sauerkohlplatten an den Decken in den Hort- und Unterrichtsräumen, hohe offene Regale, gependelte Leuchten in den Fachräumen und Bodenkanäle im PC-Raum eingebaut sowie fünf Smartboards (elektrische Tafeln) gekauft werden. „Diese Wünsche kamen von den Lehren und Eltern und sind mit dem Schulleiter abgestimmt“, sagte Petra Guhr.

Bei der Variante 2 geht es um Mehrausgaben von geschätzten 577 590 Euro, was die Gesamtbaukosten auf knapp 10,1 Millionen Euro hochtreiben würde. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem der Einzug einer mobilen Trennwand, um einen Klassenraum flexibler nutzen können. Vorgesehen ist auch, dass Wlan im gesamten Neubau und im Altbau zur Verfügung stehen soll, außerdem weitere 18 Smartbords und neue Außenspielgeräte. Auch die bereits beschlossenen zusätzlich Kurzzeitparkplätze an der Hamburger Straße gegenüber der Buswendestelle fallen darunter.

„All diese zusätzlichen Leistungen sind nur umsetzbar, wenn die Fördermittel kommen“, unterstrich Petra Guhr. „Aber wir brauchen von den Gemeindevertretern im Vorfeld ein Votum, ob wir entsprechende Anträge ans Bildungsministerium stellen sollen oder nicht.“

Grundsätzlich haben die Mitglieder des Sozial- und Bildungsausschusses sowie des Bauausschusses die Vorschläge der Verwaltung gebilligt. Auch wenn es in einzelnen Punkten noch Diskussions- und Klärungsbedarf gibt. Zum Beispiel darüber, ob Tablets oder Laptops angeschafft und welche Software verwendet werden soll.

Voraussetzung für zusätzliche Leistungen ist, dass die Gemeinde Wustermark ihren Eigenanteil zu Kofinanzierung der möglichen Fördermittel aufbringen kann. Dazu heißt es aus der Verwaltung: In den Haushaltsplänen 2016 bis 2018 sind für das Vorhaben Grundschulerweiterung inklusive weiterer Nebenkosten für rechtliche Beratung und Gutachten insgesamt 9 Millionen Euro eingestellt worden (2016: 0,5 Mio, 2017: 4,5 Mio und 2018: 4 Mio). Steigen die Baukosten auf 10,1 Millionen Euro, würden der bisherige Haushaltsplanansatz nicht reichen. „Mit Erarbeitung eines Nachtragshaushaltes für das Haushaltsjahr 2018 wird die Verwaltung die Finanzierung des Vorhabens darstellen“, so Guhr.

Von Jens Wegener

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