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Havelland Millioneninvestition: Grundschule wächst weiter
Lokales Havelland Millioneninvestition: Grundschule wächst weiter
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02:58 22.02.2018
Mit vereinten Kräften haben sie den Grundstein gelegt: Kita-Leiterin Petra Zemke, Schulleiter Michael Heinrich, Schülerin Emilia Karg und Bürgermeister Holger Schreiber (v.r.) Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

„Wenn dieser Komplex Mitte 2019 mal fertig ist, hat Wustermark einen der schönsten Grundschul-Campusse Brandenburgs mit einem denkmalgeschützten Altbau und einem modernen Gebäude.“

Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) sparte Montagnachmittag bei der Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Grundschule „Otto Lilienthal“ nicht mit Superlativen. Aber auch nicht mit Dank ans Bildungsministerium, das die Wustermarker Großinvestition mit 3,3 Millionen Euro fördert. Insgesamt kostet das Bauvorhaben rund zehn Millionen Euro.

So soll der Erweiterungsbau der Grundschule Wustermark einmal aussehen. Quelle: privat

Die Freude über den entstehenden Campus war Schulleiter Michael Heinrich anzusehen. „Wie dringend wir diese Erweiterung brauchen, zeigt die Tatsache, dass es jetzt schon mehr als 100 Anmeldungen von Erstklässlern für das neue Schuljahr gibt. Dann haben wir statt 18 sogar 20 Klassen.“ Ohne die neuen Räume sei das nicht zu bewältigen.

Derzeit schon mehr als 400 Schüler

Derzeit lernen mehr als 400 Mädchen und Jungen an der Otto-Lilienthal-Grundschule. Seit Jahren steckt die Gemeinde Wustermark als Schulträger viele Millionen Euro in die Sanierung und die Verbesserung des Brandschutzes des denkmalgeschützten Altgebäudes. Spätestens zum Beginn des Schuljahres 2019/20 sollen Altbau und Neubau fertig sein.

Letzterer besteht aus einem eingeschossigen Mittelteil, der durch eine Zweifeldsporthalle auf der einen und einen zweigeschossigen Trakt auf der anderen Seite flankiert wird. Es entstehen ein Hortbereich mit acht Räumen, wo künftig bis zu 160 Kinder betreut werden können, und sechs Fachräume sowie eine Lehrküche im Obergeschoss.

„Viele, viele Jahre haben wir um eine Sporthalle für die Grundschule gekämpft, jetzt können wir diesen Wunsch der Kinder, Lehrer und Eltern erfüllen“, sagte Holger Schreiber. Nicht, ohne das stetige Engagement von Gemeindevertreterin Elke Schiller (WWG) in dieser Sache zu erwähnen. In der modernen Halle, die Wettkampfmaße für Handball und Volleyball haben wird, sollen auch örtliche Sportvereine trainieren können.

Acht Wochen Bauverzug

Im Außenbereich wird zwischen dem jetzigen Schulhaus und dem Erweiterungsbau viel Grün angelegt. Es entstehen seitlich Parkflächen, so dass keine Autos mehr direkt auf das Schulgelände fahren dürfen. An der Hamburger Straße errichtet die Gemeinde zudem einige Kurzzeit-Stellflächen, wo Eltern morgens ihre Kinder aussteigen lassen können.

Einziger Wermutstropfen: Es gibt schon erheblichen Bauverzug. Den hat nicht die Baufirma verursacht, sondern es lag an dem komplexen Ausschreibungsverfahren. Wie Nicole Mühlhausen von der Wustermarker Gemeindeverwaltung erklärte, habe ein unterlegener Anbieter im Bereich Rohbau von seinem Recht der Nachprüfung der Vergabeentscheidung Gebrauch gemacht.

„Die Vergabekammer Brandenburg hat erst nach acht Wochen Bearbeitungszeit die Entscheidung der Gemeinde als rechtmäßig bewertet.“ So habe der Baubeginn erst im November 2017 erfolgen können.

Davon aber lassen sich zumindest die Vertreter der Schulkonferenz nicht die Laune vermiesen: „Endlich, endlich bekommen unsere Schüler mehr Platz, moderne Fachräume und die Halle. Auf die paar Tage kommt es nun auch nicht mehr an“, sagte die Vorsitzende Sabine Hebestreit.

Von Jens Wegener

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