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Sieben-Millionen-Objekt: Grundstein ist gelegt

Gesundheitszentrum Premnitz Sieben-Millionen-Objekt: Grundstein ist gelegt

Im Zentrum von Premnitz ist am Donnerstagnachmittag der Grundstein für ein Gesundheits- und Familienzentrum gelegt worden. Wo im vergangenen Jahr der Buga-Haupteingang war, errichtet Bauunternehmer Josef Rampf ein Objekt für sieben Millionen Euro, das die medizinische Versorgung der Stadt fit für die Zukunft machen soll.

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Bauunternehmer Josef Rampf bei der Grundsteinlegung, daneben Jörg Grigoleit, Roy Wallenta und Burkhard Schröder (von links).

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Wo vor einem halben Jahr noch der Buga-Haupteingang war, ist am Donnerstagnachmittag in Premnitz der Grundstein für ein neues Gesundheits- und Familienzentrum gelegt worden. Der Premnitzer Bauunternehmer Josef Rampf hat es übernommen, mit der beachtlichen Investitionssumme von sieben Millionen Euro ein viergeschossiges Gebäude zu errichten, in dem 19 verschiedene Einrichtungen unterkommen sollen. „Das wird ein Schmuckstück!“, rief Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos). Es werde zur Belebung des Zentrums beitragen und ein Höhepunkt in der Stadtentwicklung sein.

Josef Rampf bekannte, es sei ihm eine große Freude, das schöne Stadtzentrum mit einem schönen Neubau zu bereichern. Nach einer Bauzeit von 18 Monaten solle alles fertig sein. Landrat Burkhard Schröder (SPD) sprach von einem „denkwürdigen Tag“. Er sei froh, das noch als aktiver Beamter zu erleben. Er geht am 1. April in den Ruhestand. Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland-Kliniken, kündigte an, der Neubau werde wesentliche Funktionen der medizinischen und pflegerischen Versorgung übernehmen.

Landrat spricht von „denkwürdigem Tag“

Das Bauprojekt geht zurück auf ein Vertragspaket, das die Stadt Premnitz im März 2014 mit dem Landkreis Havelland und den Havelland-Kliniken unterzeichnet hat. Damit sollten die Weichen gestellt werden, um die medizinische Versorgung der Stadt und ihrer Umgebung bereit für die Zukunft zu machen. Demnach soll das jetzige Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße aufgegeben werden, weil das 1972 errichtete Gebäude viel zu hohe Betriebskosten verzeichnete. Kern aller Pläne ist deshalb der Bau des neuen Gesundheits- und Familienzentrums.

Weil der Begriff „Gesundheitszentrum“ derzeit in vierfach verschiedener Bedeutung verwendet werden kann, ein paar Erklärungen zum Verständnis. Das erste, das alte Gesundheitszentrum verwaltete einerseits das Gebäude an der Friedrich-Engels-Straße (auch Gesundheitszentrum genannt) und es war und ist gleichzeitig eine medizinische Einrichtung mit angestellten Ärzten und Physiotherapie. Das Gesundheitszentrum als Immobilienverwalter existiert nicht mehr, das hat 2014 die Stadt übernommen. Umziehen an den neuen Standort wird das Gesundheitszentrum nur als medizinische Einrichtung. Um dem Neubau einen teils bekannten teils neuen Namen zu geben, haben die Beteiligten ihn sicherlich Gesundheits- und Familienzentrum genannt.

Havelland-Kliniken und Tochterfirmen nutzen Hälfte der Flächen

Etwa die Hälfte der 2 350 Quadratmeter großen Fläche werden die Havelland-Kliniken und ihre Tochterfirmen nutzen. Zuerst zu nennen ist da natürlich das Gesundheitszentrum, dessen 90-prozentiger Gesellschafter das Medizinische Dienstleistungszentrum (MDZ) Havelland ist (siehe Infokasten). Das MDZ quartiert ebenfalls seinen ambulanten Pflegedienst „Helfende Hände“ ein, der in Nauen und Rathenow bereits tätig ist und nun auch nach Premnitz geht. Die Havelland-Kliniken wollen außerdem im Neubau eine Geriatrische Institutsambulanz unterbringen und nicht zuletzt will das Wohn- und Pflegezentrum (WPZ) Havelland dort eine Tagespflege einrichten.

Das Gesundheitszentrum – entstanden aus der Poliklinik

Die Premnitzer Poliklinik, eröffnet im Jahr 1972, ist nach der Wende 1991 in die „Gesundheitszentrum Premnitz GmbH“ umgewandelt worden.

100-prozentiger Gesellschafter war lange Zeit die Stadt Premnitz.

Als Ergebnis des Vertragspaketes mit den Havelland-Kliniken von 2014 hält die Stadt Premnitz jetzt noch zehn Prozent des Gesundheitszentrums.

90 Prozent hält nun das Medizinische Dienstleistungszentrum (MDZ) Havelland, ein Tochterunternehmen der Havelland-Kliniken.

Die Stadt Premnitz hat die alte Immobilie an der Friedrich-Engels-Straße übernommen. Das alte Gebäude soll abgerissen werden, geplant ist eine Wohnbebauung.

Noch einmal zu nennen ist das WPZ, weil es gegenwärtig in Premnitz bereits eine andere Verpflichtung aus dem Vertragspaket vom März 2014 erfüllt. Es erweitert und modernisiert sein Seniorenpflegezentrum an der Heimstraße. Für 3,2 Millionen Euro realisiert das WPZ dort einen Um- und Anbau und vergrößert die Kapazität von 75 auf 93 Plätze. Die Baumaßnahme begann im Frühjahr 2015 und soll im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Dann dürfte das neue Gesundheits- und Familienzentrum schon ein paar Etagen haben. Im Juni 2017 soll es fertig sein.

Von Bernd Geske

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