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Havelland Gruppenführungen durch die Notunterkunft
Lokales Havelland Gruppenführungen durch die Notunterkunft
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00:24 12.09.2015
Es gibt zwei Schlafsäle für die 100 Personen. In einem Saal stehen auch drei Kinderbetten. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Ab Donnerstag, den 10. September, wird im Landkreis Havelland die erste Notunterkunft für Asylsuchende bezogen. Sie ist eingerichtet worden für 100 Personen in der einstigen Kantine des stillgelegten Essilor-Betriebs am Hasenweg in Rathenow. Als Sanitär- und Kochbereiche dienen Container, die neben dem Flachbau aufgestellt worden sind. Am Dienstagabend konnten sich in der Umgebung wohnende Nachbarn über das Objekt informieren. Entgegen der Ankündigung gab es aber keine Kontrolle von Personaldokumenten, so dass alle Interessierten sich umsehen konnten.

Zwei große Schlafsäle für 56 bzw. 44 Personen

Erstmals hatten die Verantwortlichen eine neue Form gewählt. Vor Eröffnung der neuen Gemeinschaftsunterkünfte in Premnitz, am Grünauer Weg in Rathenow und auch in Falkensee hatte es stets Versammlungen gegeben, am Hasenweg indes wurden die Besucher in Gruppen durch die Unterkunft geführt. Vertreter des Betreibers, der Johanniter-Unfall-Hilfe, gaben Erklärungen und beantworteten Fragen. Auch Beschäftigte des Landkreises waren anwesend, um mit den Besuchern zu sprechen.

Die Unterkunft wird geprägt von zwei großen Schlafsälen, die 44 bzw. 56 Personen aufnehmen sollen. Doppelstockbetten und schmale Spinde stehen in langen Reihen. Drei Kinderbettchen signalisieren, dass auch Familien eingeplant sind. Die Abtrennung einzelner Bereiche in den großen Sälen wird aus Brandschutzgründen nicht erlaubt. Die Ausstattung der Sanitär-Container ist knapp. Vier Waschmaschinen, je fünf Duschen für Männer bzw. Frauen, fünf Doppelkochplatten – das ist für 100 Leute insgesamt nicht eben viel. Die Kühlschränke und Sitzgarnituren für die Aufenthaltsbereiche waren am Dienstagabend noch gar nicht eingetroffen.

Vorerst nur Spenden von Hygieneartikeln und intakten Fahrrädern

Es sei eine große Hilfsbereitschaft zu spüren, hat Angelika Steckler-Meltendorf vom Regionalvorstand der Johanniter gesagt. Die Spendenbereitschaft sei erheblich. Vorerst bitte man um Verständnis dafür, dass nur Hygieneartikel jeglicher Art und voll funktionsfähige Fahrräder angenommen werden. Von den wiederholt angebotenen Kleiderspenden wolle man zunächst Abstand nehmen, da noch niemand wisse, welche Menschen genau eintreffen werden. So schnell wie möglich würden der interessierten Öffentlichkeit die Kontaktdaten mitgeteilt, über die Hilfs- und Spendenangebote angenommen und koordiniert werden sollen.

Es gilt als wahrscheinlich, dass relativ viele der Asylsuchenden aus Syrien, Eritrea und Afghanistan stammen. Viele Besucher zeigten sich betroffen, wie eng die Räumlichkeiten, wie knapp die Einrichtungsgegenstände und wie schwer zu finden die Gelegenheiten für einzelne Flüchtlinge oder gar Familien sind, um ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Die Planung sieht vor, dass die Notunterkunft bis zum Ende dieses Jahres betrieben wird.

Von Bernd Geske

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