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Günstiger Wohnraum in historischer Umgebung

Elstal Günstiger Wohnraum in historischer Umgebung

Bezahlbarer Wohnraum für möglichst viele Zielgruppen – mit diesem Grundsatz machte das Berliner Architekturbüro Schmitt von Holst jetzt das Rennen im Wettbewerb um das geplante Wohnbauprojekt im Olympischen Dorf in Elstal.

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In der Endphase sind 700 bis 800 Wohnungen geplant, wobei das frühere Speisehaus der Nationen eine zentrale Rolle einnehmen wird.

Quelle: Dpa

Elstal. Bezahlbarer Wohnraum für möglichst viele Zielgruppen – mit diesem Grundsatz machte das Berliner Architekturbüro Schmitt von Holst jetzt das Rennen im Wettbewerb um das geplante Wohnbauprojekt im Olympischen Dorf in Elstal. Von Jung bis Alt, egal ob Single-Haushalt, spezielle Anforderungen an die Barrierefreiheit oder genug Platz für junge Familien – im Entwurf der Architekten ist alles berücksichtigt, zudem fügt sich der Entwurf problemlos in das Erscheinungsbild des ehemaligen Sportlerdorfes ein, auch wenn es bei der Gestaltung der Fassaden noch einigen Änderungen bedarf. Darauf achtet speziell die Denkmalbehörde des Landkreises.

Angemessene Preise für Normalverdiener

Ein weiterer Pluspunkt: der Wohnraum soll, so Erik Roßnagel von der Firma Terraplan aus Nürnberg, sogar erschwinglich sein. „Wir werden wahrscheinlich unter zehn Euro pro Quadratmeter bleiben. Die Menschen sollen schließlich nicht in der Miete ersaufen – dann könnten sie auch gleich in Berlin bleiben“, so Geschäftsführer Roßnagel.

Mehrfamilienhäuser mit Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen zwischen 56 und 98 Quadratmetern sowie Reihenhäuser mit fünf Zimmern und rund 100 Quadratmetern auf drei Geschossen könnten dort entstehen, wo 1936 die Athleten Kraft für ihre Wettkämpfe tankten. „Bei den Entwürfen haben wir speziell darauf geachtet, dass es eine gute Durchmischung gibt. Es soll schließlich nicht nur eine Generation in das Wohngebiet ziehen, die in einigen Jahrzehnten gleichzeitig wieder auszieht“, sagt Roßnagel. Vielmehr sollen junge Familien ein neues Zuhause finden und wenn die Kinder soweit sind, können sie in der Nähe in eine Einsteigerwohnung beziehen. Ebenso können ältere Menschen in die Nähe ihrer Familie ziehen und sich problemlos verkleinern.

Heizhaus, Speisehaus, Plattenbauten

Beheizt werden die Neubauten von einem zentralen Blockheizkraftwerk, das im ehemaligen Heizhaus entstehen könnte. Das alte Speisehaus wurde in den vergangenen Wochen bereits durch Architekten vermessen. „Der Altbau muss derzeit ergründet werden, dann können wir mit der Planung starten“, sagt Erik Roßnagel. Für die Plattenbauten soll es, ähnlich wie für die ehemaligen Athletenunterkünfte, einen weiteren Architektenwettbewerb geben.

Das Büro Schmitt von Holst setzte sich gegen vier Mitbewerber durch. Schuppenähnliche Gebilde mit vielen Balkonen, unzureichendem Abstellraum und viel zu großzügigen Grundrissen von bis zu 150 Quadratmetern pro Wohneinheit trat gegen die unwirtschaftliche Einflechtung von Loggien oder eine zu individuelle Gestaltung der Außenfassaden an. „Jedes einzelne Haus soll sich bei diesem Projekt in der Wahrnehmung zurücknehmen. Hier soll das städtebauliche Gesamtensemble wirken“, sagt Erik Roßnagel vom Investor Terraplan, der die Struktur im Olympischen Dorf erhalten und ein offenes Areal schaffen möchte.

Von Laura Sander

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