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Havelland „Gute Hoffnung“ feiert Jubiläum
Lokales Havelland „Gute Hoffnung“ feiert Jubiläum
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00:28 18.06.2015
Vorstand, v. li.: Heinz Erfurt, Manuela Bollnow, Bernd Wegner, Valentina Diring, Wolfgang Köhler. Quelle: B. Geske
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Premnitz

„Wir waren zu DDR-Zeiten die größte zusammenhängende Kleingartensparte im Bezirk Potsdam“, berichtet der Vorsitzende Bernd Wegner. Ob sie die größte im Land Brandenburg ist, vermag man beim Landeskleingartenverband nicht zu sagen, so eine Statistik gibt es nicht. Aber: Die Gute Hoffnung gehöre zu den größten Kleingartensparten im Land.

Deren Gründung kündigte sich an, als die Stadt Premnitz 1965 am Schwarzen Weg die Pachtverträge für 64 Kleingärten kündigen wollte, die auf Bodenreformland sieben Jahre vorher eröffnet worden waren. Wohnungen sollten gebaut werden. Doch die Kleingärtner wehrten sich. So legte man ihnen nahe, eine Kleingartensparte zu gründen und Mitglied im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) zu werden.

Am 22. Mai 1965 gab es in der Gaststätte „Retorte“ eine Versammlung. Weil die Kleingärtner dort mit „guter Hoffnung“ hingingen, erzählt Bernd Wegner, hätten sie ihrer Sparte diesen Namen gegeben, als deren Gründung beschlossen wurde. Entlang am Schwarzen Weg wurden immer wieder neue Flächen für Gärten freigegeben, bis der Vorstand sich gegen die weitere Ausdehnung aussprach. In diesen Tagen nun feiert die Gute Hoffnung ihr 50.Jubiläum.

Um andere an der Freude teilhaben zu lassen, hat die Sparte Geld für den Förderverein der Grundschule Am Dachsberg gesammelt. Jetzt konnte Felix Burghardt für den Förderverein 356Euro in Empfang nehmen. „Der Verein ist erst am 7. Juli 2014 gegründet worden“, erzählt er, „wir haben aber schon 4000 Euro auf dem Konto.“ Die erste Anschaffung solle ein Klettergerüst für den Schulhof sein, da sei jeder Beitrag gern gesehen. „Das Geld ist doch für unsere Kinder und Enkel“, erklärt Kleingartenchef Bernd Wegner, „und somit gut angelegt.“

Die Sparte steht gut da, doch hat sie mit Problemen zu kämpfen, die auch viele andere Vereine haben. Der Altersdurchschnitt der rund 300 Mitglieder liegt bei 62 Jahren. Viele Gärtner sind über 80, die älteste Pächterin zählt 93 Lenze. „Der Nachwuchs fehlt uns“, sagt Bernd Wegner, „heute läuft alles gut – doch wie sieht es in zehn Jahren aus?“

Vor einigen Jahren gab es neuen Ärger, nachdem das nicht weit entfernte Wasserwerk Heide den Betrieb einstellte. Das Grundwasser stieg in der Umgebung um bis zu zwei Meter. 2011 standen an die 60 Gärten monatelang unter Wasser, sie werden jetzt nach und nach aus der Nutzung genommen. Gegenwärtig sind aber immerhin noch 282 Kleingärten der Sparte verpachtet.

Von Bernd Geske

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