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Gute Noten für die Pestalozzischule

Rathenow Gute Noten für die Pestalozzischule

Die Pestalozzischule ist eine Vorzeigeschule. Davon durfte sich am Montag Bildungsminister Günter Baaske (SPD) überzeugen. Er hörte sich nach einem Schulrundgang die dringlichsten Sorgen der Schulleiterin an und besuchte dann das Wassersportgelände, wo die Kanuten eine Überraschung vorbereitet hatten.

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Mit Muskelkraft gezogen: Der K 4 des Wassersportvereins Kanu schleppt einen Wasserskifahrer.

Quelle: foto: Joachim Wilisch

Rathenow. So heiß, wie das Inklusionsfieber einst glühte, brennt es nicht mehr. Das hat auch Petra Smyczek bemerkt. Die Leiterin der Pestalozzischule betreut in ihrer Einrichtung Kinder und Jugendliche, die lernschwach sind. Petra Smyczek lebt für ihren Beruf und sie brennt auch noch nach vielen Jahrzehnten für das, was sie tut.

Das bekam Bildungsminister Günter Baaske (SPD) bei einem Besuch an der Pestalozzischule zu spüren. Auf Kreisreise war Baaske unterwegs und neben Stationen in einer Kita in Falkensee und am Oberstufenzentrum Havelland in Friesack kam er in die Kreisstadt, um zu sehen, wie die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen arbeitet.

Es war das Ziel aller Inklusionsjünger, die Förderschüler in Regelklassen einzubinden. Alle sollen die gleiche Bildung genießen und die gleichen Chancen haben. Was Petra Smyczek deutlich macht: „Sehr viele Schüler können von unserer Schule auf das Oberstufenzentrum wechseln und es werden oft gute Arbeiter aus ihnen.“ Aber man müsse ganz intensiv auf die Kinder und Jugendlichen eingehen. „Sie m+üssen speziell gefördert und gefordert werden“, sagt Petra Smyczek.

Bildungsminister Baaske (2vre) auf dem Wassersportgelände

Bildungsminister Baaske (2.v.re.) auf dem Wassersportgelände.

Quelle: Joachim Wilisch

In Rathenow gelingt dies immer wieder. Es gibt sehr gute Beispiele, wie auch lernschwache Kinder letztendlich eine ansehnliche Karriere im Beruf machen können. Zum Beispiel bei ROW oder als Serviceleiterin in der Bundestagskantine. „Aber wir müssen Geduld mit den Kindern haben“, sagt Smyczek.

Landrat Roger Lewandowski ist es wichtig, dass die Schulen auch weiter personell gut ausgestattet sind. „Wir haben viel gemacht, damit die Schule gut aussieht“, sagt er. Der Kreis ist Träger der Förderschulen. „Lehrer sind aber sehr wichtig.“

Baaske pflichtet bei: Fachpersonal ist schwer zu bekommen. Petra Smyczek muss in den kommenden fünf Jahren sechs von acht Lehrerstellen neu besetzen, weil die Pädagogen das Rentenalter erreichen. Für das kommende Schuljahr gibt es genug Anmeldungen. „Wir entlassen 20 Kinder und Jugendliche, 18 rücken nach.“ Auch ein Schulsozialarbeiter versieht hier seinen Dienst. „Das ist Goldstaub sagt Petra Smyczek.

Gold war auch das Stichwort für die nächste Besuchsstation. Am Wassersportgelände sah sich Baaske beim WSV 1922 Kanu um. Immer wieder schickt der Verein auch Kinder und Jugendliche nach Potsdam zum Olympiastützpunkt. An dem Landesleistungszentrum trainieren viele Kinder und der Verein sammelt regelmäßig Erfolge.

Baaske, der gerade ein Kanu-Wochenende mit Sebastian Brendel hinter sich hatte zeigte sich begeistert, dass beim WSV intensiv der Kanurennsport gepflegt wird. Und wie die Jugendlichen paddeln, das zeigte Mathias Kolberg mit einer Trainingsgruppe im Anschluss. Ein K 4 zog einen Kanusportler, der mit Wasserski an einer Leine gezogen wurde. „Da muss man schon Kraft reinlegen“, sagt der Minister.

Für Baaske war das auch eine gute Gelegenheit zu sehen, welche Effekte die Bundesgartenschau hat. Denn die Kanuten nutzen das Gelände zusammen mit dem Segelverein und dem Seesportverein. Weil der Wasserwanderstützpunkt in die touristische Aufwertung des Weinberges zur Bundesgartenschau einbezogen wurde, entstanden neue Gebäude und das Gelände ist auch in den Augen von Landrat Roger Lewandowski ein Vorzeigestandort.

An dem übrigens nicht nur harter Rennsport trainiert wird. Demnächst wird das Theater Lichtblick hier wieder eine Open-Air-Aufführung anbieten. Sportler und Schauspieler gestalten den Tag zusammen. „Das ist eine tolle Sache“, sagt Baaske.

Ebenso toll wie das Geld aus dem Goldenen Plan Havelland, das Landrat Roger Lewandowski erst vor wenigen Wochen hier abgeliefert hat.

Von Joachim Wilisch

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