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Gutspark wird umgestaltet

Buchow-Karpzow Gutspark wird umgestaltet

17 Jahre hat es gedauert von der ersten Idee bis zur Realisierung. Ab Mitte September wird der Gutspark in Buchow-Karpzow nach historischem Vorbild umgestaltet.

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Derzeit gibt der Gutspark in Buchow-Karpzow ein eher trostloses Bild ab. Das wird sich bis Jahresende ändern.

Quelle: Jens Wegener

Buchow-Karpzow. „Das hat sich das Dorf verdient“, sagt Buchow-Karpzows Ortsvorsteher Harald Schöne (WWG) und blickt auf den bunten Plan, der den gut 6200 Quadratmeter großen Gutspark hinter dem ehemaligen Gutshaus zeigt. „Wenn das fertig ist, haben wir einen wunderschönen Bereich inklusive der 2014 hergestellten Parkstraße geschaffen.“

Der Startschuss für die Neugestaltung des Gutsparkes nach historischem Vorbild soll Mitte September erfolgen, so Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz. Derzeit laufe die Ausschreibung, am 24. August erfolge die Submission, dann stehe fest, welche Firma baut.

Rund 268 000 Euro will die Gemeinde Wustermark in das Projekt investieren, 167 000 Euro sind Fördermittel. Der Zuwendungsbescheid ist schon im Rathaus eingegangen, das Geld fehle noch, so Scholz.

Geplant ist bis zum Jahresende, die Freiflächen mit allen Anlagen, Einrichtungen und Wegen nach dem historischen Bezug und Vorbild wiederherzustellen. Wobei nicht genau bekannt ist, wann der Gutspark angelegt wurde. Das Gutshaus jedenfalls wurde um 1730 errichtet, hat der Ortsvorsteher erkundet.

Zu den Details. „Wir werden den vorhandenen Hauptweg belassen und befestigen. Dazu sollen zwei neue Pavillons aufgestellt werden, wo sich Familien oder Freunde treffen, sitzen und erzählen können“, erklärt Wolfgang Scholz. Alle jetzt vorhandenen Spielgeräte werden erhalten, nur etwas umgesetzt. Dazu entsteht im hinteren Bereich ein 120 Meter langer Rundweg, an dem Bänke aufgestellt werden. Auch der jetzige Pavillon bleibt stehen. Lediglich eine Garage und Schuppen einer Privatperson müssen weichen, sie werden an der Parkstraße neu gebaut, so der Bauamtsleiter. Kernstück des neues Gutsparkes wird ein 12 mal 3,5 Meter großes Boule-Feld. „Die dazu nötigen Kugeln müssen sich Interessierte aber mitbringen“, sagt Ortsvorsteher Harald Schöne. Insgesamt werden viel Erde bewegt, das Gelände profiliert und große Rasenflächen angelegt.

Von der ersten Idee für die Gestaltung des Gutsparkes bis heute sind 17 Jahre vergangen. Anfang 2002 war ein erster Fördermittelantrag abgelehnt worden. Umso dankbarer sei die Gemeinde, dass es in diesem Jahr über die LAG Havelland mit einem großen Zuschuss geklappt habe, so Wolfgang Scholz.

Schon stehen die nächsten Pläne im Raum. Die betreffen das 1730 errichtete und zu DDR-Zeiten umgebaut Gutshaus, in dem es jetzt noch vier Mietwohnungen in der oberen Etage gibt. Eigentümer ist die Gemeinde Wustermark, die Verwaltung hat die Ketziner Wohnungsbaugesellschaft (GWV) inne. „Wenn es gelingen könnte – natürlich nicht ohne Fördermittel –, dass die Gemeinde Wustermark die Hülle des Gutshauses saniert und die GWV die Wohnungen, wäre das wunderbar“, so Scholz. Der erste Schritt sei eine Voruntersuchung des Bauzustandes. Dafür seien im Doppelhaushalt der Gemeinde ab 2017 etwa 110 000 Euro vorgesehen. Die Gesamtinvestition wird auf 1 Million Euro geschätzt.

Von Jens Wegener

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