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Handarbeitsgruppe pflegt Weinbergfriedhof

Rathenow Handarbeitsgruppe pflegt Weinbergfriedhof

Die Frauen zweier Rathenower Handarbeitsgruppe beteiligten sich am Einsatz auf dem Weinbergfriedhof. Zum zweiten Mal hatte der Verein Memento zum „Kulturgärtnern“ eingeladen. Die fleißigen Helfer befreiten historische Gräber und die Wege vom Laub und bepflanzten Ruhestätten. Am Nachmittag gab es noch eine Aktion der Handarbeiterinnen.

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Fleißige Rathenowerinnen: Petra Skilandat, Petra Marschner und Roswitha Kanz (v. li.).

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Nach dem sich Ende Mai rund 20 Rathenower mit Rechen, Grubber und Pflanzschaufel zum ersten „Kulturgärtnern“ auf dem Weinbergfriedhof trafen, gab es am Samstagvormittag eine Neuauflage der Aktion. Auch dieses Mal waren wieder viele Rathenowerinnen gekommen, um historische Grabstellen sowie andere Bereiche des evangelischen Friedhofs zu pflegen. Unter den rund ein Dutzend Frauen waren auch dieses Mal Mitglieder der Handarbeitsgruppen, die sich vor zwei Jahren erstmals im Torhaus zum gemeinsamen Häkeln und Stricken trafen.

Sie brachten unter anderem an ihrem Patengrab, der Ruhestätte von Ernst Kolbe, neue Pflanzen in die Erde. Im letzten Jahr konnte mit dem Spendenerlös der Handarbeitsbasare, die die Frauen regelmäßig veranstalten, ein neuer Grabstein für den 1945 in Rathenow gestorbenen impressionistischen Maler errichtet werden. Gabriele Lenz nahm sich das Nachbargrab vor. Die Ruhestätte von Emil Brandt, der von 1882 bis 1927 lebte, ist eines von vielen Optiker-Gräbern der Friedhofsanlage, die unter Denkmalschutz stehen.

Gemeinsam stricken, häkeln und nun auch kulturgärtnern

„Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter“, stellte Margarete von Fintel zufrieden fest. Sie und ihre Mitstreiterinnen freuten sich über den herrlichen Anblick der Bäume, die sich im bunten Herbstkleid zeigten. Die Blätter von Gräbern zu harken, die nicht mehr benutzt und gepflegt werden, war ein Arbeitschwerpunkt des herbstlichen Kulturgärtnerns. Auch die Wege und Wiesenflächen wurden geharkt. Unter den sieben Frauen die in ihrer Freizeit gemeinsam stricken, häkeln und nun sogar kulturgärtnern, war auch Christine Fahlenberg. Sie gehört einer im Januar neu gegründeten Handarbeitsgruppe an.

„Wir häkeln und stricken vor allem lustige Handpuppen, Märchenfiguren und Dekoration“, erzählte Roswitha Pieritz. Sie leitet die Gruppe der inzwischen zwölf Frauen angehören. „Für die Kita ‚Regenbogen’ fertigen wir gerade eine Weihnachtskrippe an. Nur der Ochse fehlt noch“, wusste Pieritz zu berichten, die seit 2008 im Torhaus aushilft.

Mehrere „Wiederholungstäterinnen“ waren dabei

Christine Fahlenberg griff mit den anderen Frauen beherzt zur Laubharke. Unterstützung bekamen sie dabei von vier fleißigen Männern, die gemeinsam mit Friedhofsgärtner Karsten Born die Laubhaufen aufluden und zum nächsten Kompost abfuhren.

Petra Skilandat und Petra Marschner, im letzten Jahr BUGA-Führerinnen in Rathenow, waren ebenfalls zum Weinbergfriedhof gekommen. „Man sieht den Erfolg und es macht einfach Spaß“, erklärte Petra Marschner. Die zwei „Wiederholungstäterinnen“ brachten dieses Mal ihre Freundin Roswitha Kanz mit. „Zum ersten Termin im Mai konnte ich nicht“, entschuldigte sich Kranz. Die drei Frauen machten sich am Samstag vor allem über die wild wachsenden Jungbäume her. „Auf alten Gräbern und auch dazwischen sind mit den Jahren überall junge Ahornbäume gewachsen“, so Petra Marschner.

Trödelbasar brachte Spenden für den Friedhof ein

Nach knapp drei Stunden war das Ergebnis der Arbeit deutlich zu sehen und es war Zeit für eine Stärkung. Die „Friedhofsgärtner“ trafen sich im Torhaus zum Brunch. Es gab Bockwürstchen und passend zur Jahreszeit eine frische Kürbissuppe. Zum zweiten Kulturgärtnern wurde am Torhaus zusätzlich bis 16 Uhr ein Trödelbasar mit Kleidung, Spielzeug, Büchern und Haushaltswaren, die in den Tagen zuvor auch Rathenower abgegeben hatten, veranstaltet, um weitere Spenden zu sammeln.

Am 25. Oktober sammelt die Handarbeitsgruppe mit ihrem Herbstbasar im Torhaus von 10.00 bis 15.30 Uhr, mit dem Verkauf von selbst gefertigten Mützen, Schals, Socken, Stulpen und anderen Dingen noch einmal Spenden für den historischen Friedhof. Auch zu den Adventsmärkten am 3. Dezember in Semlin und am 4. Dezember an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche verkauft die Handarbeitsgruppe ihre Strick- und Häkelwaren.

Christine Fahlenberg (li) und Roswitha Pieritz zeigen die Arbeiten, die beim gemeinsamen Stricken mit ihrer Handarbeitsgruppe entstanden

Christine Fahlenberg (li.) und Roswitha Pieritz zeigen die Arbeiten, die beim gemeinsamen Stricken mit ihrer Handarbeitsgruppe entstanden.

Quelle: Uwe Hoffmann

Von Uwe Hoffmann

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