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Havelland Handfeste Überraschung auf dem Galm
Lokales Havelland Handfeste Überraschung auf dem Galm
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11:54 05.09.2016
Begrüßung: Bettina Götze, Annette Göschel, Felix Menzel. Quelle: joachim wilisch
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Galm

Er hatte es schon vor einiger Zeit angedeutet. „Es kann schon sein, dass wir zum letzten Mal die Hofkultur machen“, hatte der Künstler Gerhard Göschel am Rande einer Veranstaltung im April gesagt. Eine Andeutung nur. Seit Samstag wissen die Freunde der Galmer Hofkultur: dieses Treffen für Künstler und Kunstinteressierte wird es nicht mehr geben.

Der schwierige Anfang

„Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“, hatte Annette Göschel zuvor gesagt. Bei ihrer Begrüßung machte sie deutlich, dass seit der ersten Hofkultur viel Zeit vergangen ist. „Wir haben uns verändert, die Zeiten verändern sich. Das Ehepaar Göschel hat das einige Male erlebt. Zunächst organisierten Göschels das Ereignis selbst. Annette Göschel kümmerte sich um Förderanträge und hielt Kontakt zu Feuerwehr und anderen Helfern. Irgendwann gab es Probleme mit der finanziellen Unterstützung durch den Landkreis Havelland. Damals wurde die Veranstaltung unter das Dach des Kulturzentrums Rathenow gegeben.

Das Publikum auf dem Hof. Quelle: Joachim Wilisch

Seither kümmerten sich auch Kulturzentrumschefin Bettina Götze und ihr Team um die Hofkultur – zusammen mit dem Ehepaar Göschel. Der Bürgermeister der Gemeinde Milower Land war überrascht. „Hätte ich das gewusst, dann wäre meine Rede zur Begrüßung viel länger ausgefallen“, sagte er. Überrascht waren auch die Gäste, unter ihnen war der ehemalige Landrat des Kreises Havelland, Burkhard Schröder mit seiner Frau.

Von der Stadt aufs Land

Der Leiter der Brandenburger Landesvertretung beim Bund, Martin Gorholt, war ebenfalls gekommen und würdigte nochmals das Schaffen der Familie Göschel. „Die Metropole Berlin ist ohne das Umland nicht denkbar und gerade die Kulturschaffenden sind es, die den Weg von der Stadt aufs Land hinaus finden.“ Das Ehepaar Göschel sei ein Beispiel dafür, es gebe aber noch viel mehr – zum Beispiel die Schrifstellerin Juli Zeh aus Barnewitz oder die Sängerin Nina Omilian aus Buckow bei Nennhausen.

Gespräche über Kunst und Künstler. Quelle: Joachim Wilisch

Das Zusammenspiel von Musik und Kunst ist es, was die Galmer Hofkultur zu einem besonderen Ereignis macht. Kai Michel hielt die Laudatio auf die Hofkultur 2016 und sofort fiel ihm ein, er war auch der Laudator der ersten Hofkultur. Und er erinnerte sich, wie er damals im Obstgarten hinter dem Dreiseitenhof der Göschels Äpfel vom Baum gegessen hatte. Die Äpfel gab es am Samstag auch, aus einem Korb, der gleich am Eingang aufgebaut war.

Hofkultur früher und heute

Kai Michel betrachtete das Hofkultur und seine Bedeutung. In früheren Jahrhunderten hat es auch Hofkultur gegeben. Dies sei allerdings die Kultur gewesen, die den Fürsten und Herrschern Freunde bereitet habe. Heute bedeute Hofkultur auf dem Galm die Auseinandersetzung mit Kunst, die man sich erst erschließen muss.

Altlandrat Burkhard Schröder mit Gattin und Gerhard Göschel. Quelle: Joachim Wilisch

Das hatte auch Martin Gorholt angedeutet: „Die Kunst von Gerhard Göschel muss man sich erarbeiten. Das geht dann so oder so aus.“ Er erinnerte sich daran, wie in der Stadt Premnitz ein heftiger kommunalpolitischer Streit um die künstlerische Gestaltung der Steinbogenbrücke mit einem Werk Göschels dazu führte, dass dieser sich zurückzog.

Auseinandersetzung mit Musik

Musik gab es auch. Von Ralf Kubicek gab es das Stück „Begegnung“ für Oboen zu hören. Jörn Arnecke, der ein fester Bestandteil der Hofkultur ist hatte das Stück Einstimmig zweistimmige und Kreislauf – Fast ein Echo mitgebracht. Birgit Borggrebe stellte zusammen mit Gerhard Göschel in dem Veranstaltungsraum aus.

Staatssekretär Martin Gorholt bei seinem Grußwort. Quelle: Joachim Wilisch

Dazwischen flanierten die Besucher über den Hof, gingen ans Buffet und genossen diesen Tag in der Sommerfrische auf dem Galm.

Ende und Neuanfang

Der Kunsthof ist aber weiter offen. Wer sich anmeldet, den empfängt das Ehepaar Göschel gerne. Und sie betonen, dass es nicht immer nur offizielle Besucher aus Städten und Gemeinden sein müssen. Kunst sei für alle da. Trotzdem waren die Organisatoren ein wenig wehmütig, dass kein offizieller Vertreter des Landkreises zur Eröffnung gekommen war.

Von Joachim Wilisch

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