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Havelland Hausmannskost in Bredow
Lokales Havelland Hausmannskost in Bredow
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07:35 13.05.2016
Das Dreiergespann: Stefanie Grünefeld, Helga Kindmann und Christiane Otto (v.l.). Quelle: Laura Sander
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Bredow

Die alten Dielen knarzen unter Christiane Ottos Füßen. Mit schnellen Schritten durchquert sie den Gastraum. Es ist 15.14 Uhr und der letzte Besucher hat die urige Gaststätte Grünefeld im Brieselanger Ortsteil Bredow soeben verlassen – für Christiane Otto, Tochter Stefanie Grünefeld und Helga Kindmann heißt es nun Aufräumen. „Der Mittagstisch ist immer gut besucht. In der Woche kommen die Leute in ihrer Mittagspause, am Wochenende essen viele Familien bei uns“, so Otto, die für die Zubereitung der traditionellen deutschen Gerichte zuständig ist. „Ich habe das Kochen von meiner Mutter gelernt und halte mich nach wie vor an altbewährte Familienrezepte“, sagt die 62-Jährige, die die Traditionsgaststätte 2003 übernahm, die 1835 aus der ehemaligen Stellmacherei entstanden war. „Ich bin in diesem Haus geboren und aufgewachsen. Meine Familie betreibt das Gasthaus seit 1920 – mein Großvater Hermann Grünefeld übernahm es damals als reine Kneipe von Familie Rennfahrt.“ Erst in den 1970er Jahren entwickelte sich die Dorfkneipe zur Speisegaststätte, die sowohl die Autobahnversorgung, als auch die Verpflegung der damaligen LPG übernahm. „Vor dem Krieg gab es in Bredow drei Kneipen – wir sind geblieben“, so die gelernte Handelkauffrau. „Ich bin in den Betrieb hineingeboren und -gewachsen – so war es bei meinen Eltern und meinen Kindern. Es stand außer Frage, dass ich das Familiengeschäft eines Tages weiterführe.“

Die dunkle Holzvertäfelung, Fotos aus vergangenen Tagen und liebevoll drapierte Antiquitäten, wie das auf Hochglanz polierte Grammophon, verleihen der Gaststätte einen gemütlichen Wohnzimmercharakter. „Jeder soll sich bei uns Zuhause fühlen. Die kleineren Räume sind vor allem bei Vereinen, Firmen und Familien beliebt – hier hat man seine Ruhe.“ Die insgesamt vier Gasträume mit rund 130 Sitzplätzen sind an Feiertagen nahezu ausgebucht. „Unsere Stammkunden kommen natürlich größtenteils aus Bredow und Brieselang, aber auch aus der näheren Umgebung zum Beispiel aus Wustermark oder Markee. Kinder die früher bei uns ihr erstes Schnitzel gegessen haben, kommen jetzt mit ihren eigenen Familien und erzählen ihrem Nachwuchs von damals – ein tolles Gefühl“, so die 62-Jährige.

Auf die Qualität des Essens legt die Bredowerin besonderen Wert. „Meine Tochter und ich stemmen den Betrieb größtenteils zu zweit – Zeit und Kraft fehlt an allen Ecken und Enden. Der Mittagstisch von 11 bis 15 Uhr und der lange Freitag, an dem vor allem Stammtische und Vereine bei uns zusammenkommen, ist die beste Lösung, um die Qualität beibehalten zu können“, sagt Otto, die ihre Gaststätte nach Absprache auch für kleinere Feierlichkeiten und Geburtstage außerhalb der Öffnungszeiten aufmacht. „Außerdem bereiten wir Buffets und sogar ganze Spanferkel zu, die wir den Leuten nach Hause liefern.“

Von Laura Sander

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