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Havelland Havelausbau bei Ketzin beginnt nicht vor 2019
Lokales Havelland Havelausbau bei Ketzin beginnt nicht vor 2019
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15:15 21.04.2016
Noch größere Schubverbände können künftig auf der Ketziner Havel unterwegs sein. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ketzin/Havel

Frühestens Anfang 2019 werden auf dem Havelabschnitt von Ketzin bis Brandenburg die Schwimmbagger loslegen. „Aber auch nur, wenn das Planfeststellungsverfahren ohne Probleme durchgeht und keine weiteren Klagen kommen“, sagte Caroline Heine vom Wasserstraßen-Neubauamt Berlin am Mittwochabend in Ketzin/Havel. Gut 30 Interessierte hatten den Weg in den Bürgersaal gefunden, um sich über den geplanten Havelausbau im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 17 zwischen beiden Städten informieren zu lassen.

Wobei gleich zu Beginn klar wurde, dass es eigentlich nicht mehr, wie ursprünglich geplant, um einen Ausbau des Flusses inklusive der Uferbefestigungen sondern um eine Ertüchtigung der Wasserstraße geht. Genau gesagt, wird die Fahrrinne auf einer Länge von 22 Kilometern so vertieft, dass größere Frachtschiffe dort unterwegs sein können. Die Fachleute nennen das eine „bedarfsgerechte reduzierte und naturverträgliche Anpassung des Gewässerabschnittes“. In Zahlen bedeutet das: Die Havel wird im Mittel um etwa 20 Zentimeter auf eine Tiefe von 3,50 Meter ausgebaggert. „Wir holen nur abgelagerte Sedimente raus, mehr nicht“, erklärte der Chef des Wasserstraßen-Neubauamtes Rolf Dietrich. Geschätzt wird das Baggergut auf 320 000 Kubikmeter. Es kommen ausschließlich Schwimmbagger zum Einsatz, so dass das entnommene Sediment sofort auf Schiffe zum Abtransport verladen werden kann.

Uferbereiche werden kaum angetastet

Auch die von Umweltschützern im Vorfeld kritisierten Eingriffe in die Uferbereiche ist fast vom Tisch. Lediglich punktuell würden an die Befestigungen erneuert. Im Ketziner Havelbereich sei das an nur drei Abschnitten erforderlich, so Caroline Heine.

Wenn etwa ab 2021/22 dieses 22 Kilometer lange Teilstück der Havel ertüchtigt ist, können auf dem Fluss Schubverbände mit einer Länge von 185 Metern, einer Breite von 11,45 Metern und einer Abladetiefe von 2,80 Metern fahren. „Das bringt enorme Vorteile und macht die Frachtschiffe gegenüber der Bahn und den Lkws wirtschaftlich interessanter“, so Rolf Dietrich. Zwischen 2010 und 2015 sei zwar die Zahl der Güterschiffe auf dieser Strecke relativ konstant geblieben, aber pro Schiff werde deutlich mehr Ladung transportiert. Er erinnerte auch daran, dass seit November 2015 alle Brücken auf der Ost-West-Wasserstraße zwischen Hannover und Berlin eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Metern haben.

Der Hafen Wustermark profitiert

Kaum erwarten kann der Betreiber des Hafens im Wustermarker Güterverkehrszentrum die Arbeiten in der Havel. Klaus Pietack, Geschäftsführer der Havelport Berlin GmbH gegenüber der MAZ: „Diesen Lückenschluss zusammen mit dem noch ausstehenden Teilstück des Havelkanals zwischen dem Abzweig vom Sacrow-Paretzer Kanals bis zum Havelport, begrüßen wir sehr. Damit erhalten wir den längst überfälligen Anschluss an das westeuropäische Wasserstraßennetz. Dann können wir die von der Politik geforderten Steigerungsraten im Hinblick auf die Nutzung der Wasserstraßen nachweisen und damit auch den bisherigen finanziellen Mitteleinsatz rechtfertigen.“ Havelport verspreche sich eine deutlich höhere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Straße und erwartet zudem einen zusätzlichen Wachstumsschub für den Hafen Wustermark. „Wir gehen davon aus, die Umschlagmengen, noch einmal deutlich steigern zu können“, so Klaus Pietack.

Von Jens Wegener

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