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Havelbadetag mit Riesensprung

Ketzin/Havel Havelbadetag mit Riesensprung

Punkt 14 Uhr sprangen am Sonntagnachmittag Ketziner und Schmergower bei tropischem Wetter gemeinsam mit den Bürgermeistern von Ketzin/Havel, Bernd Lück, und Reth Kalsow, Groß Kreutzer Verwaltungschef, in Sichtweite der Ketziner Kirchtürme in den Trebelsee bei Schmergow. Der Hintergrund ist ernst: es geht um die Erhaltung der Natur.

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Kinderfreundlich: Fischerkönigin Sofie Reinschlüssel aus Ketzin/Havel warb für die Veranstaltung in gut einem Monat.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel/Schmergow. Den Spaß ließen sich mehr als 150 Ketziner und Schmergower nicht nehmen. Auf die Sekunde genau um 14 Uhr sprangen sie am Sonntagnachmittag bei tropischem Wetter gemeinsam mit den Bürgermeistern von Ketzin/Havel, Bernd Lück, und Reth Kalsow, Groß Kreutzer Verwaltungschef, in Sichtweite der Ketziner Kirchtürme in den Trebelsee bei Schmergow. Dieser „Big Jump“ (großer Sprung) für lebendige und saubere Flüsse findet abwechselnd in den beiden benachbarten Orten statt und ist hier seit 14 Jahren, wie in ganz Europa auch, zu einer guten Tradition geworden.

„Die Havel ist zwar gleichzeitig die Kreisgrenze zu Potsdam-Mittelmark, aber sie soll unsere benachbarten Gemeinden nicht trennen. Schließlich haben wir mit der Fischerei, der Schifffahrt und den Ziegeleien nicht nur eine lange gemeinsame Tradition, sondern mit der bei Touristen immer beliebter werdenden Havelregion auch eine gemeinsame Verantwortung für den Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft“, sagte Lück.

Diese gemeinsamen Interessen könnten auch einiges bewegen, hob Kalsow hervor und nannte als Beispiele die Abstimmung der beide Orte berührenden Interessen der Infrastruktur, beispielsweise beim Havelradweg, und aus jüngster Zeit die nachdrücklichen gemeinsamen Proteste bei der Landesregierung gegen die Hähnchenmastanlage mit 160 000 Plätzen, die ganz in der Nähe der Ketziner Fähre mitten im Landschaftsschutzgebiet gebaut werden sollte.

Die Argumente gegen das Vorhaben hätten sicher dazu beigetragen, dass dieses Projekt nun auch von der Landesregierung abgelehnt wurde, meinte Kalsow. Inzwischen gab es direkt am Ufer im Schatten der alten Weiden so eine Art Picknickatmosphäre. Familien breiteten ihre Decken aus, die Feuerwehr sorgte für Deftiges vom Grill, der Karnevalsverein schenkte Bowle aus, auch alkoholfreie, der Förderverein der Kita „Kunterbunt“ sorgte für den Nachmittagskaffee und hatte mit den Eltern der Jüngsten genau 30 verschiedene Kuchen gebacken. „Mit dem Erlös wollen wir für den bevorstehenden 70. Geburtstag unserer Kita für die 45 Kinder eine größere Anschaffung machen, die bleibt aber noch geheim“, freute sich Anke Danneberg, die Vorsitzende des Fördervereins. Der Ketziner Alexander Herzog war eigentlich hauptsächlich wegen der Live-Band zum Havelbadetag gekommen, genoss aber mit Töchterchen Madelaine die insgesamt entspannte Atmosphäre. In gut einem Monat sind sicher viele Schmergower zu Gast in Ketzin/Havel – beim 26. Fischerfest am gegenüber liegenden Havelufer. Das von Fischerkönigin Sofie Reinschlüssel verteilte, gerade erst ganz aktuell gedruckte Programm war schnell verteilt.

Von Wolfgang Balzer

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