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Havelland Havelbus wird 25
Lokales Havelland Havelbus wird 25
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21:35 07.03.2018
Busfahrer Wolfram Gröger ist von Anfang an dabei. Er fuhr damals noch ein Ikarus 66. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Eigentlich wollte er nur drei oder vier Jahre hinterm Steuer eines Busses sitzen, sagt Wolfram Gröger(59). Der Nauener ist gelernter Landmaschinenmechaniker, arbeitete in einer LPG. „Aber als Busfahrer konnte man wegen der Schichten und flexiblen Arbeitszeiten mehr Geld verdienen. “ Also wechselte er auf den Fahrersitz eines Busses zum VEB Personenkraftverkehr Potsdam – 1979. Der volkseigene Betrieb ist längst Geschichte, weil daraus 1992 die Havelbus Verkehrsgesellschaft wurde. Wolfram Gröger wechselte mit, ist immer noch Busfahrer mit Leib und Seele. Heute darf er mit seinen Kollegen feiern: Havelbus wird 25.

Die Zahlen hören sich gewaltig an: Etwa 291 Millionen Kilometer haben die blau-grauen Havelbusse seit 1992 auf den Straßen der Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark abgerissen. Das entspricht 7268 Erdumrundungen, anders gesagt: Wir sind 378 mal zum Mond und zurück gefahren“, sagt Havelbus-Geschäftsführer Mathias Köhler. Er selbst saß nie „auf dem Bock“, Köhler ist gelernter Finanzbuchhalter, der seit zehn Jahren zum Unternehmen gehört, im Mai 2014 löste er den erkrankten Dieter Schäfer ab. Wenn er am heutigen 25. Geburtstag von Havelbus eine Bilanz zieht, fällt die positiv aus: „Ja, die Teilung der Verkehrsgesellschaft zum 1. Januar 2015 und die Trennung vom Landkreis Potsdam-Mittelmark hat uns zunächst nicht gut getan. Es gab große Unsicherheit unter den Mitarbeitern und es gibt klare wirtschaftliche Nachteile, wenn man an Größe verliert“, erklärt Köhler. Die Einkaufsbedingungen gegenüber den Busherstellern oder bei Ersatzteilen ändern sich, der Personalbestand an Busfahrern wird kleiner, was es schwieriger macht, flexibel auf Spitzenzeiten zu reagieren. Trotzdem: Ich würde einschätzen, dass wir inzwischen gestärkt aus dem Teilungsprozedere hervorgegangen sind. Was vor allem an unserem Gesellschafter Landkreis Havelland liegt, der zu seinem Wort steht, den Öffentlichen Personennahverkehr stärken zu wollen.“ Das gerade beschlossene neue Buskonzept Falkensee und Umland (MAZ berichtete) sei nur ein Beispiel. Auch beim Umbau des ehemaligen Gebäudes des JAW in Nauen, in dem heute die Hauptgeschäftsstelle von Havelbus untergebracht ist, hat der Kreis finanziert.

Mit ursprünglich 700 Mitarbeitern und einem Bestand von 217 Bussen war die Verkehrsgesellschaft 1992 gestartet. Nach der Teilung 2015 begann Havelbus mit 186 Leuten, darunter 135 Busfahrer für die Bereiche Nauen, Falkensee und Rathenow. „Inzwischen sind wir bei knapp 200, weitere Neueinstellungen stehen an, weil wir wegen des neuen Buskonzeptes für den Raum Falkensee zusätzliche Fahrer brauchen“, so Mathias Köhler. Und mehr Platz für Busse und Werkstatt, so dass das Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Betriebshof Falkensee ein rund 11 000 Quadratmeter großes Grundstück erworben hat, um neue Stellflächen und einen Wartungsstützpunkt zu errichten.

Vier Busse werden für den Bereich Falkensee neu angeschafft, so dass Havelbus dann insgesamt über eine Flotte von 100 verfügt. „Einige ältere Fahrzeuge, die schon zwölf Jahre und älter sind, sortieren wir aus“, ergänzt der Geschäftsführer. Im Durchschnitt liegt das Alter der Busse bei sieben Jahren. Fast 80 Prozent sind bereits im Innenraum mit Videotechnik ausgestattet, was zu einem erheblichen Rückgang von Vandalismus geführt habe.

Havelbus bedient im Kreis Havelland im Moment 41 Linien, zwei (338 und 648) kommen ab September hinzu. „Zwischen 5,7 und 6 Millionen Kilometer werden jährlich gefahren, plus Schienenersatzverkehr und Sonderfahrten.“

Auch in der Nachwuchsgewinnung geht die Havelbus Verkehrsgesellschaft neue Wege. Man setzt verstärkt auf die Ausbildung junger Busfahrer im eigenen Unternehmen. „Bisher gibt es im Schnitt zwei Azubis pro Jahrgang, Ziel sind fünf“, sagt Köhler.

Von Jens Wegener

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