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Havelländer Kunst auf der Art Brandenburg

Falkensee/Potsdam Havelländer Kunst auf der Art Brandenburg

Künstler aus dem Havelland stellen auf der Art Brandenburg aus und zeigen in Potsdam Fotokunst, Keramik und Objektkunst. Medienkünstlerin Monika Funke-Stern neue Arbeiten, die sich zwischen Malerei und Fotografie bewegen.

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Monika Funke-Stern aus Falkensee zeigt Malerei und Fotografie auf der Art Brandenburg.

Quelle: Judith Meisner

Falkensee/Potsdam. Auf der Art Brandenburg präsentieren sich insgesamt 100 Künstler, darunter einige aus dem Havelland. Die Potsdamer Schau zeigt aktuelle Positionen der Malerei, Fotografie und Plastik in zwei Hallen an der Schiffbauergasse.

Die renommierte Medienkünstlerin Monika Funke-Stern lebt in Falkensee. „An der Fotografie interessiert mich das Malerische“, sagte sie auf der Preview, dem ersten Rundgang nach der Eröffnung am Donnerstag. Dafür bemalt sie Glas mit Lack. Von der eigenen Glasmalerei fotografiert die Künstlerin Details. Die werden vergrößert und in unterschiedlicher Weise präsentiert. Für das Werk „Flutung“ hat sie das neue Verfahren des „Aludibond auf Butlerfinish“ angewendet. Dazu wird die Aufnahme auf einen Träger aus Aluminium gezogen. So entsteht eine besondere Brillanz.

Wie eine filigrane Bleistiftzeichnung wirkt das jüngste Werk „See“ von Monika Funke-Stern, die in ihrem Atelier in der Potsdamer Panzerhalle arbeitet. Es ist ebenfalls eine Fotografie, doch das stellt man erst auf den zweiten Blick fest: ein Ufer mit entlaubten Bäumen und Gräsern. Die Spiegelung der Bäume im See sorgt für Verwirrung beim Betrachter, und man kann sich kaum sattsehen an den filigranen Formen und ihrem dunklen Widerschein im Wasser. Man denkt an Bilder des Schweizer Hyperrealisten Franz Gertsch.

Mappenwerke, Fotografien als Digitaldruck auf Leinwand und kleinformatige Ölgemälde mit kraftvollen Blumenstillleben runden Monika Funke-Sterns Präsentation ab. „Die Produzentenmesse Art Brandenburg ist für die Künstler interessant, um das Publikum kennenzulernen und Kontakte mit Galeristen zu knüpfen“, sagte sie. Ihre nächste Ausstellung ist für 2018 in der Potsdamer Galerie M geplant.

Maren Marzilger, geboren in Falkensee, hat sich mit ihrer Galerie „Nummeriert & Signiert“ auf Grafik und Plastik spezialisiert. Und sie hat Werke von gleich zwei Künstlern aus ihrer Heimatstadt im Gepäck; Thomas van der Lindes feine Radierungen und ebenso delikate Holzschnitte sind zu sehen. Katarina Monien ist mit keramischen Wandobjekten vertreten, übrigens alles frisch aus dem Brennofen.

Dem Material Porzellan verschrieben hat sich aktuell der Keramiker Guido von Martens aus Brieselang. „Früher musste bei mir alles exakt sein. Die Reisen nach China haben mich davon befreit. Um die unregelmäßigen Ränder meiner Seladonschalen zu betonen, erhalten sie einen Goldrand“, erzählte er. Zwischen all dem vielen Weiß und Türkis fallen schwarze Bäume ins Auge: Keramik der sogenannten Basaltware aus einem Mangan enthaltenden Ton, der erstmals in der Manufaktur Wedgwood verarbeitet wurde. Wie ein gefaltetes Papierschiffchen wirkt ein hängendes Objekt aus – Porzellan.

Heinz Bert Dreckmann aus Falkensee überraschte das Publikum mit Küchengeräten: Polierte Suppenkellen mutieren zum Kunstobjekt, und ein roter Teppich für die Wand besteht aus ungezählten Plastikmessern. Der Schönwalder Fotograf Rainer Steußloff ist ebenfalls mit aktuellen Werken zu sehen.

Die Art Brandenburg ist eine Produzentenmesse. Eine Fachjury hatte aus den Bewerbern hundert ausgewählt. Die Messe ist geöffnet am Sonnabend von 11 bis 20 und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Von Judith Meisner

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