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Havelländer gegen Massentierhaltung

Volksbegehren Havelländer gegen Massentierhaltung

Am Brandenburger Volksbegehrens gegen Massentierhaltung haben sich bereits mehr als 300 Menschen aus dem Westhavelland mit ihrer Unterschrift beteiligt. So viele Menschen beteiligen sich sonst nur selten an Volksinitiativen. In den Verwaltungen rechnet man mit zahlreichen weiteren Unterschriften.

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Ganz schön eng, deshalb fordern die Initiatoren des Volksbegehrens eine artgerechte Tierhaltung.

Quelle: Foto: dpa

Westhavelland. Im Sommer startete das Brandenburger Volksbegehen gegen Massentierhaltung, das mittlerweile prominente Unterstützung von Fernsehköchin Sarah Wiener und dem bekannten Kriminalbiologen und bekennenden Vegetarier Mark Bennecke bekommt. Auch im Havelland interessieren sich die Menschen für das Thema – und das nicht nur im berlinnahen Raum. Allein in Rathenow haben bisher 188 Bürger für das Volksbegehren unterschrieben. Davon unterschrieben 97 Menschen direkt im Rathaus, 91 nutzten die Möglichkeit die Unterlagen per E-Mail anzufordern, wie Heidelinde Ahrensdorf, Leiterin des Sachgebiets Bürgerservice in der Stadtverwaltung, erklärt.

Insgesamt haben bereits 152 Bürger die Unterlagen übers Internet angefordert, es dürften also noch einige Unterschriften dazu kommen – und täglich landen neue Anfragen im Posteingang, verrät Ahrensdorf. Mit einem so starken Zulauf hatte sie nicht gerechnet. „Mit Ausnahme des Bürgerbegehrens zu den Grundschulstandorten gab es noch nie eine so große Beteiligung“, sagt die Sachgebietsleiterin. Ganz anders sieht das beim parallel laufenden Volksbegehren „gegen eine Erweiterung der Kapazität und gegen den Bau einer 3. Start- und Landebahn am Verkehrsflughafen Berlin Brandenburg BER“ aus. Gerade mal zehn Rathenower haben bisher dafür unterschrieben. In den Ämtern Nennhausen und Rhinow gab es für das BER-Volksbegehren noch gar keine Stimme, in der Gemeinde Milower Land nur eine einzige.

Ganz anders sieht es beim Thema Massentierhaltung aus: Im Amt Rhinow verzeichnet Wahlleiterin Silvia Dahms recht großes Interesse. Sie hat schon 58 Unterschriften gezählt (Stand 27. Oktober). Davon hatten sich 18 Bürger in die Unterschriftenliste im Rathaus eingetragen. Von den 68 angeforderten Briefeintragungsunterlagen wurden inzwischen 40 unterschrieben zurückgeschickt. Ähnlich sehen die Zahlen im Amt Nennhausen aus: 69 haben hier die Unterlagen beantragt, davon kamen bereits 47 zurück. Weitere 19 Unterschriften wurden laut Wahlleiterin Heike Schmunk direkt in der Verwaltung gesammelt (Stand 14. Oktober). In der Gemeinde Milower Land haben 18 Sympathisanten der Volksinitiative Unterlagen beantragt und vier direkt unterschrieben. Am 14. Januar endet die Frist. Bis dahin, da sind sich Heidelinde Ahrensdorf, Silvia Dahms und Heike Schmunk sicher, werden noch einige Unterschriften hinzukommen.

Die Initiatoren der Volksinitiative, die am 15. Juli gestartet ist, wollen mit der landesweiten Aktion ihre Forderung nach artgerechter Tierhaltung durchsetzen. Unter anderem soll der Bau und Betrieb überdimensionierter Geflügel- und Schweinemastanlagen verhindert werden. Außerdem soll das Kupieren der Schnäbel beim Geflügel und von Schwänzen bei Mastschweinen verboten werden. Die Initiative strebt weiterhin an, die Vergabe von Fördermitteln künftig an artgerechte Tierhaltung zu knüpfen. Wenn bis zum 14. Januar 80.000 Brandenburger das Volksbegehren unterstützen, kommt es im Herbst 2016 zu einem Volksentscheid über die Massentierhaltung.

Von Christin Schmidt

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