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Havelland Wenn's mal wieder länger dauert
Lokales Havelland Wenn's mal wieder länger dauert
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11:55 03.02.2014
Fachärzte und Patienten haben unterschiedliche Vorstellungen davon, welche Wartezeit für einen Termin angemessen ist. Quelle: Fotolia
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Havelland

Eine Blitzumfrage im Osthavelland ergab, dass sie in der Regel mindestens drei Wochen, manche auch bis zu einem halben Jahr darauf warten, das Sprechzimmer eines Spezialisten betreten zu dürfen. Die meisten gaben an, dass zwischen Anruf und Termin rund drei Monate verstreichen würden. Augenärzte, Orthopäden und Psychologen wurden am häufigsten genannt, als es um extralange Wartezeiten ging - und Radiologen. Das Verständnis für die Ärzte war dabei gering.

"Besonders, wenn man vielleicht etwas Schlimmes hat, geht das gar nicht", sagt Christine Heller aus Nauen. Aber auch sonst sei eine Wartezeit von mehreren Wochen und Monaten ein Unding. Ihre Schwägerin hätte letztens einen Termin beim Augenarzt gewollt und sei doch tatsächlich auf August vertröstet worden. "Zwei, drei Tage wären besser. Länger nicht", sagt Christine Heller.

Bis zu zwei Monate würde sich dagegen die 14-jährige Vivien Ruhmer aus Falkensee für einen Termin beim Kieferorthopäden gedulden. Das würde für sie schon eine Verbesserung bedeuten: "Jetzt dauert das fast ein Jahr." Regelmäßig drei Monate wartet Ruth Schmidt aus Spandau auf ihren Termin beim Lungenfacharzt. "Das finde ich lang." Die Idee der Regierung, die Wartezeit künftig zu begrenzen, gefällt der 79-Jährigen deshalb gut. "Ich bin aber skeptisch, dass das funktioniert." Ähnlich sieht das Alexander Sahm aus Falkensee. Prinzipiell sei das aber ein begrüßenswerter Vorschlag, sagt er, der vier Monate auf eine Kernspintomografie warten musste - und hat noch eine andere Idee: "Vielleicht müsste es mehr Ärzte geben." Werner Rau aus Brieselang hat die Warterei richtiggehend satt: Zwischen drei und sechs Monate warte er auf eine Audienz beim Augenarzt. "Daran wird wohl auch eine Regierungsidee nichts ändern."

Den Ärzten wäre es offenbar ohnehin lieber, wenn das Terminvergabesystem so bleibt, wie es jetzt ist. Im Osthavelland habe man das Problem mit langen Wartezeiten nicht, sagte kürzlich der Vorsitzende der havelländischen Ärzte-Arbeitsgemeinschaft. Für dringende Diagnostik gebe es stets Termine, und auch Standard-Untersuchungen seien innerhalb von vier Wochen möglich. Zwei der Befragten gaben ihm uneingeschränkt recht: Beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt habe es wirklich nur eine Woche gedauert, sagte eine Frau. Eine andere ergänzte: "Ich hatte innerhalb einer Woche einen Termin beim Orthopäden." Aus Dresden, wo sie herkäme, dauere das ein halbes Jahr. Beide Damen wohnen in Berlin.

Von Jana Einecke

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