Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Havelländer verbrauchen 4,5 Millionen Gelbe Säcke im Jahr
Lokales Havelland Havelländer verbrauchen 4,5 Millionen Gelbe Säcke im Jahr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 08.11.2018
Die Havelländer benutzen immer mehr Gelbe Säcke, doch längst nicht in allen landet auch Müll. Quelle: Foto: Tanja M. Marotzke
Falkensee

 Die Nachfrage nach Gelben Säcken, zur Entsorgung von Verpackungsmüll, steigt im Havelland immer weiter an. „Heute geben wir etwa 10 Prozent mehr Gelbe Säcke aus, als noch vor drei Jahren“, erklärte Matthias Noa, Geschäftsführer der Havelländischen Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (HAW). Insgesamt 4,5 Millionen Stück liefert die HAW pro Jahr an die verschiedenen Ausgabestellen im Landkreis Havelland. „Da wir für solche Abnahmemengen keine Lagerkapazitäten haben, bestellen wir in der Regel einmal im Quartal eine Million Säcke“, so Noa.

7180 Tonnen Müll pro Jahr

Die steigende Nachfrage sei vor allem mit dem hohen Zuzug zu begründen. So ist in der Vergangenheit nicht nur die Abnahmemenge für die Gelben Säcke, sondern auch die Menge, die die HAW zu entsorgen hat, gestiegen. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 7180 Tonnen Verpackungsmüll im Landkreis zusammen. „Das ist alles, was im Gelben Sack beziehungsweise dem Wertstoffcontainer entsorgt wird“, erklärte Matthias Noa. Um diese Mengen bewältigen zu können, fahren die Mitarbeiter der HAW zusätzliche Touren.

Dennoch sind nicht alle mit der Versorgung von Gelben Säcken zufrieden. Jüngst gab es dazu eine Diskussion in der nicht öffentlichen Falkensee-Facebook-Gruppe. Dort berichtete eine Userin, dass sie auf dem Wertstoffhof in Falkensee keine Gelbe Säcke mehr bekommen hätte. Ein Mitarbeiter habe ihr vor Ort erklärt, dass es derzeit Produktionsschwierigkeiten gäbe. Solche Probleme seien Michael Schmidt, Geschäftsführer der Abfallbehandlungsgesellschaft Havelland (abh), nicht bekannt.

Die abh ist unter anderem für die Bewirtschaftung des Wertstoffhofes in Falkensee zuständig. „Wenn es vor Ort mal keine Säcke geben sollte, kann das auch daran liegen, dass jemand vergessen hat, sie rechtzeitig bei uns zu bestellen“, so Schmidt, der auch zweiter Geschäftsführer bei der HAW ist. Denn für die Lieferung zur entsprechenden Ausgabestelle müsste noch einmal eine gute Woche eingeplant werden.

Sack-Engpässe sind grundsätzlich möglich

„Grundsätzlich kann es natürlich immer zu einem Engpass kommen, wenn die Nachfrage besonders hoch ist“, sagte auch Matthias Noa. Hinzu kommt, dass längst nicht alle Gelben Säcke für ihren eigentlichen Zweck, der Entsorgung von Verpackungsmüll, verwendet werden. „Die Säcke sind kostenlos und werden daher gerne auch mal zweckentfremdet, etwa um im Herbst Laub darin zu sammeln“, so Noa.

Auch weiß längst nicht jeder, was genau in den Gelben Sack darf und was nicht. Vor allem bei Styropor müssen die Verbraucher etwas genauer sein. „Styropor, mit dem Haushaltsgeräte oder ein Fernseher verpackt waren, kann im Gelben Sack entsorgt werden, Styropor für den Bau hingegen nicht“, so Matthias Noa. Letzteres kann auf einem der Wertstoffhöfe im Havelland entsorgt werden. Wer doch auf die Idee kommt, die Reste des Styropors, das er für die Wärmedämmung oder ähnliches verwendet hatte, in den Gelben Sack zu schmeißen, muss damit rechnen, dass die HAW diesen nicht mitnimmt. „Da die Säcke ja fast durchsichtig sind, können unsere Mitarbeiter gut erkennen, was genau entsorgt wird und im Zweifel den Sack reklamieren“, so Noa.

Havelland ist Sack-Sammelgebiet

Den Gelben Sack einfach gegen eine Wertstofftonne einzutauschen und sich so das mitunter lästige Säcke-Holen zu ersparen, funktioniere indes nicht, verriet Matthias Noa. Denn das Havelland ist ein sogenanntes Sack-Sammelgebiet. Gelbe Tonnen für Privathaushalte sind nach dieser Regelung nicht erlaubt. „Ausnahme sind Mehrfamilienhäuser, dort dürfen Wertstoffcontainer aufgestellt werden“, so Noa.

Von Danilo Hafer

Aus dem Spandauer Volkstheater Varianta sei das Neue Theater Varianta geworden. Bei der Premiere der ersten Stückes „Fabula Rasa“ waren die Veränderungen schon zu sehen.

05.11.2018

Vom 12. bis 19. November ist das Jobcenter Falkensee geschlossen, weil in dieser Zeit der Umzug in die neuen Räume in der Bahnhofstraße erfolgt.

05.11.2018

Gegen den Beschluss des Kreistages, das Innovationsbündnis Havelland zu gründen, legt eine Frau aus Rathenow weiter Beschwerde ein. Jetzt hat sie sogar den Landesrechnungshof eingeschaltet.

31.10.2018