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Havelland Havelländerin mit Umweltpreis geehrt
Lokales Havelland Havelländerin mit Umweltpreis geehrt
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00:18 28.02.2016
Andrea Launhardt aus Buschow (r.) mit Vereinsmitgliedern in ihrer Wahlheimat Sri Lanka. Quelle: Nature Volunteers
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Buschow/Stuttgart

Was für ein Tag, was für eine Überraschung: Andrea Launhardt aus Buschow durfte am Mittwoch in Stuttgart den mit 10 000 Euro dotierten Preis für ihr ehrenamtliches Engagement in Sri Lanka entgegennehmen. Das Geld darf sie nun für die Umweltarbeit im Küstenort Aluthgama, südlich der Hauptstadt Colombo einplanen. Dort hatte Andrea Launhardt nach der Tsunami-Katastrophe 2004 den Umweltverein „Nature Conservation Society“ gegründet, um sich für den ökologischen Wiederaufbau des Landes einzusetzen.

Etwa 50 Tonnen Müll haben Vereinsmitglieder und Helfer in den letzten Jahren gesammelt und rund 10 000 Mangroven gepflanzt, die als natürlicher Schutz für den Küstenbereich dienen. Nicht zuletzt hat der Verein mit zahlreichen Vorträgen und Präsentationen zur Stärkung des Umweltbewusstseins in Sri Lanka beigetragen. Es dürften etwa 10 000 Teilnehmer sein, die meisten davon Kinder und Jugendliche, die bisher geschult wurden, schätzt Andrea Launhardt.

50 Millionen Tonnen Müll

„Bisher konnten wir zwar einiges in den Bereichen Bildung und Frauenhilfe erreichen, für Umwelt- und Naturschutz hatten wir aber leider nur wenig Geld zur Verfügung. Nun eröffnet uns dieser Preis ganz neue Möglichkeiten“, freut sich die 37-Jährige. Sie hat auch schon erste Ideen, wofür sie die Summe einsetzen will.

5000 Stoffbeutel ihres Labels „Lanka Like“ mit der Aufschrift „Schütze die Umwelt – Vermeide Plastik“ sollen im vereinseigenen Frauenzentrum hergestellt und anschließend kostenlos verteilt werden. Ziel ist es, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass Plastiktüten der Umweltschaden. „Wir müssen dringend an der Aufklärung arbeiten, denn die Menschen in Sri Lanka sehen Müll nicht als Problem. Der Grund dafür ist recht simpel: Müll war früher fast immer organisch und verrottete. Dass Plastik aber der Umwelt und der eigenen Gesundheit schadet, ist den Menschen nicht bewusst“, erklärt die engagierte Frau, die genau das ändern möchte.

35 Frauen in der Produktion

Zugleich hilft sie mit der Produktion der Stoffbeutel den Frauen vor Ort. Die können sich mit dem Nähen der Taschen Geld verdienen. Den Umgang mit der Nähmaschine haben sie bereits im Frauenzentrum gelernt, das Andrea Launhardt mit ihrem Mann Chandralal Premakumara 2012 aufgebaut hatte. Zwei festangestellte Mitarbeiterinnen sind hier tätig, zudem arbeiten rund 25 Frauen in der Produktion, weitere 35 werden derzeit ausgebildet.

Der Umweltpreis „Throphée des femmes“ wird inzwischen in sieben Ländern vergeben. Am 5. April treffen sich alle nationalen Gewinner zum internationalen Finale in Paris. Dabei ist auch Andrea Launhardt. Dann werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 18 000 Euro an die drei besten Projekte vergeben. Ab Mitte März besteht die Möglichkeit online für den Favoriten zustimmen. Vielleicht steht die gebürtige Havelländerin dann noch einmal im Rampenlicht.

Von Christin Schmidt

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