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Havelland Havelland: Arbeitslosigkeit leicht gestiegen
Lokales Havelland Havelland: Arbeitslosigkeit leicht gestiegen
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00:35 02.08.2015
Viele Jugendliche schließen Schule oder Ausbildung ab und melden sich vorsorglich arbeitslos – oft können sie schnell vermittelt werden. Quelle: dpa
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Havelland

„Auch im Juli ist die Arbeitsmarktentwicklung weiterhin stabil“, so Stefan Maciossek. Der stellvertretende Bereichsleiter Havelland der Agentur für Arbeit in Neuruppin bleibt selbst mit Hinblick auf einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Havelland gelassen. „Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass im Juli immer mit einem Anstieg gerechnet werden muss. Kein Grund zur Aufregung.“ Rund 6300 Menschen waren im Juli ohne Job – also 7,4 Prozent. Das sind 851 Menschen weniger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Juni gibt es im Havelland allerdings 55 Arbeitslose mehr. Im Agenturbezirk Neuruppin liegt das Havelland damit trotzdem weiter auf dem ersten Platz.

„Viele Jugendliche schließen derzeit die Schule oder ihre Ausbildungen ab und melden sich vorsorglich bei uns. Oft haben die Absolventen keine Aussicht auf Übernahme oder die Betriebe warten erst die Prüfungsergebnisse ab, bevor sie ihre Azubis fest einstellen.“

Meistens können die ausgebildeten Fachkräfte jedoch schnell vermittelt werden, so Maciossek. „Auch Schulabgänger haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Im Havelland gibt es in etwa so viele freie Stellen, wie Schulabsolventen.“ Regelmäßige Berufsberatungen oder Azubi-Speed-Datings, also kurze, persönliche Gespräche mit potenziellen Arbeitgebern, sollen den Jugendlichen bei der Entscheidung helfen, so dass sie schnellstmöglich eine Ausbildung beginnen können.

In der Geschäftsstelle Nauen lag die Arbeitslosenquote im Juli bei gerade einmal 5,8 Prozent. Das sind 47 Arbeitslose mehr als im Juni. „Das sind wirklich Rekordtiefwerte, die wir in den vergangenen Monaten verzeichnen konnten. Die niedrigsten seit der Wende“, so der stellvertretende Geschäftsführer.

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Eingestellt wurde im Havelland saisonbedingt vor allem im Bereich Verkehr und Logistik, Verkauf, Hoch- und Tiefbau sowie in kaufmännischen Berufen. Aber auch Entlassungen kommen in diesen Berufszweigen am häufigsten vor. „Aufgrund der vielen befristeten Verträge herrscht eine große Fluktuation in den Berufsgruppen. Einstellungen und Entlassungen halten sich jedoch die Waage“, so Stefan Maciossek.

Entlassungen wegen des Mindestlohns von 8,50 Euro habe es jedoch auch im Juli kaum gegeben. „Einige Leute kommen zu uns und stellen nach einer Kündigung Vermutungen an. Ob es tatsächlich am Mindestlohn liegt, kann ich nicht einschätzen“, so der stellvertretende Bereichsleiter.

Für die kommenden Monate erwartet Maciossek für das Havelland einen erneuten Rückgang der Arbeitslosenzahlen. „Der Arbeitsmarkt ist natürlich mitunter auch an die Ferienzeit gekoppelt. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass viele Firmen erst im August und September wieder vermehrt einstellen.“

Von Laura Sander

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