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Havelland Geoportal gestartet: Bürger finden wichtige Daten
Lokales Havelland Geoportal gestartet: Bürger finden wichtige Daten
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18:42 17.04.2019
Landrat Lewandowski (M.) startet Geoportal Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Wenn jemand in einer fremde Stadt ziehen will, dann geht es an die Grundstückssuche. Kommt ein entsprechendes Angebot, wird erst einmal geschaut: Wo liegt das Grundstück? Wie weit ist die nächste Kita oder die Schule entfernt? Wie darf ich in der Gegend überhaupt bauen, was ist erlaubt? Gibt es da einen Bebauungsplan? Ist ein Schutzgebiet in der Nähe?

Über 60 Themen

Alles Fragen, deren auf die man seit Mittwoch eine Antwort im Internet erhält. Landrat Roger Lewandowski (CDU) hat das Geoportal des Landkreises gestartet. „Mit wenigen Klicks kann man jetzt auf mehr als 60 Themenbereiche zugreifen. Die Bürger im Landkreis haben einen echten Mehrwert“, sagte er.

So findet man nun schon die ersten Daten zur Bauleitplanung in den Kommunen. Außerdem können sich Interessenten über den Denkmalschutz in Städten und Gemeinden informieren, über Angebote im Sport sowie in den Bereichen Natur und Umwelt, Bildung und Jugend sowie Verkehr – um nur einige Beispiele zu nennen.

Kommunen sollen zuliefern

„Die Basis soll nun ausgebaut werden“, kündigt Lewandowski bei der Präsentation an. Weitere Daten sollen in den nächsten Monate hinzu kommen. „Dazu möchte ich auch an die Städte und Gemeinden appellieren, dass sie ihre Unterlagen auf dem Geoportal hinterlegen“, sagt der Landrat. Bebauungspläne wären dabei das Allerwichtigste für die Bürger und Unternehmen. Aber auch andere Dinge wie etwa Baumkataster seien hilfreich.

Voll des Lobes über das neue Angebot ist Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP). „Für die kleinen Kommunen ist es das Beste, was es geben kann“, sagt er. „Große Städte wie etwa Rathenow oder Falkensee haben schon so ein Geoportal, aber schließlich ist es auch eine Personalfrage. Wir sind immer ein bisschen heruntergefallen. Wir haben natürlich eine ganze Menge erfasst, aber haben kein Portal“, sagt er.

Erster Versuch gescheitert

So hatte er vor zehn Jahren angeregt, dass über den Landkreis ein solches Portal für alle Kommunen im Havelland ins Leben gerufen wird. Aber die Bürgermeister und Amtsdirektoren seien damals nicht zusammengekommen. Manche hätten schon eine Befliegung in Auftrag gegeben, die viel Geld kostet.

„Der Landrat sagte damals: Es macht nur Sinn, wenn alle mitmachen. Dadurch ist es gestorben. Seitdem kämpfen alle kleinen Kommunen darum, ein ordentliches gemeinsames Portal hinzukriegen. Denn die Daten liegen in den einzelnen Kommunen vor. Wir haben ein Baumschutzkataster und haben auch die B-Pläne erfasst. Wir haben sie aber nicht so öffentlich für die Bürger zur Verfügung stellen können“, so Lück. „Jetzt aber können wir es.“

Auf der Webseite des Landkreises

„Wir haben uns dann entschieden, es selbst zu machen“, sagte Lewandowski, „und arbeiten weiter daran.“ Das Geoportal, das unter Federführung des Kataster- und Vermessungsamtes entstand, ist über die Internetseiten des Landkreises Havelland erreichbar.

Die Bürger sowie Fachleute aus Wirtschaft und Verwaltung finden Informationen auf dem Geobürgerportal sowie im öffentlichen Bereich des Fachportals. Für den Landrat ist das Projekt „ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung im Landkreis“.

Schnelligkeit gefragt

Und es könne auch im Brandschutz-und Katastrophenfall nützlich sein. So besteht die Möglichkeit, gemeindeübergreifende Informationen abzurufen. Dazu gehören beispielsweise die Standorte von Wasserentnahmestellen, die man schnell ermitteln kann. „In solchen Fällen ist schließlich Schnelligkeit gefragt“, so der Landrat. Somit können auch Leben gerettet werden.

Von Andreas Kaatz

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