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Havelland Havelland: Die Sommerflaute geht vorbei
Lokales Havelland Havelland: Die Sommerflaute geht vorbei
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18:30 01.09.2015
Die Arbeitslosenquote lag im August wie im Vormonat bei 7,4 Prozent. Quelle: MAZ
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Nauen/Oranienburg

Wenn Stefan Maciossek über den Arbeitsmarkt spricht, klingt das durchweg positiv. „Nauen ist Boomtown“, sagt der Bereichsleiter Havelland der Agentur für Arbeit Neuruppin und meint damit den Agenturbezirk, der wieder der Stärkste ist. 7,4 Prozent betrug die Arbeitslosenquote für das gesamte Havelland inklusive Rathenow im August. Rund 6300 Menschen waren ohne Job, das sind mehr als 600 weniger als im August 2014, aber 24 mehr als im Juli. Ursache für den ganz leichten Anstieg seien unter anderem Jugendliche, die von ihren Ausbildungsstätten nicht übernommen werden wollten oder dort keine Anstellung bekommen haben. „Die große Mehrzahl der Jugendlichen wurde aber übernommen“, beschwichtigt Stefan Maciossek. Ansonsten sei zu merken, dass die Sommerpause zuende gehe, die Betriebe stellten langsam wieder ein. Stefan Maciossek nennt hier vor allem Logistiker wie Amazon. Ein positives Zeichen sei, dass Unternehmen freie Stellen schnell besetzen könnten.

Stefan Maciossek betont aber, dass das Havelland weiter geteilt bleibe. Während die Arbeitslosenquote in Nauen bei 5,9 Prozent liegt, beträgt sie in Rathenow 11,3 Prozent. Bis Oktober rechnet Maciossek damit, dass die Arbeitslosenquote weiter zurückgeht, die Signale seien da. Der Mindestlohn habe weiterhin kaum Effekte.

Auch Daniela Kusch, Teamleiterin bei der Agentur für Arbeit in Oranienburg, blickt positiv auf die Arbeitsmarktzahlen. Auch im Nachbarkreis betrug die Quote im August 7,4 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten rund 760 Menschen mehr einen Job. Im Vergleich zum Juli blieb die Quote unverändert, nur etwa 20 Oberhaveler sind seitdem eingestellt worden. Seit der Wende sei die Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent die niedrigste im August. „Wir sehen einen robusten Arbeitsmarkt mit einer weiterhin positiven Entwicklung“, sagt Kusch. Arbeit hätten die Leute vor allem Verkaufsberufen und kaufmännischen Berufen gefunden. Auch für Gransee, hier liegt die Arbeitslosenquote bei 11,3 Prozent, ist Kusch optimistisch. Dort sei vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe eingestellt worden, auch die Agentur für Arbeit habe Menschen vermitteln können. Bis zum Winter erwartet Kusch weiter eine positive Entwicklung. Erst in den Wintermonaten könne es saisonbedingt wieder mehr Entlassungen geben. Der Mindestlohn wirke sich auch in Oberhavel bislang kaum aus.

Von Marco Paetzel

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