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Havelland Havelland: Fahrradausflüge immer beliebter
Lokales Havelland Havelland: Fahrradausflüge immer beliebter
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02:15 18.01.2016
An den Knotenpunkten können sich die Radler orientieren. Quelle: Laura Sander
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Havelland

Der Radtourismus im Havelland boomt. Mehrtägige Touren auf den Radfernwegen in der Region sind schon seit Jahren bei Touristen aus ganz Deutschland und der Welt beliebt. Doch auch kürzere Strecken sind im Kommen. Viele Urlauber unternehmen ausgehend von einem festen Standort verstärkt Tagestouren. Und auch Hauptstädter haben das Havelland als Ausflugsziel für sich entdeckt – Regionalbahn und Berlinnähe sei Dank.

Jetzt hat der Tourismusverband Havelland in Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Landkreis auf die gestiegene Nachfrage reagiert. Neu aufgestellte Knotenpunktwegweiser ermöglichen den Radlern eine einfache und unkomplizierte Planung der Radrouten, die besonders für Tages- und Wochenendtouren geeignet sind. Auch individuelle Touren lassen sich anhand der Knotenpunkte ganz einfach aus den schon vorhandenen Routen zusammenstellen. „Die ursprüngliche Idee zu diesem System kommt aus Holland. In der Prignitz gibt es die Wegweiser ebenfalls schon seit rund zwei Jahren“, sagt Marco Brückner vom Tourismusverband. Ab Berlin-Spandau sind die Knotenpunkte über den ganzen Landkreis verteilt. Und auch der Nachbarkreis Oberhavel will im nächsten Jahr nachziehen, so dass das System kreisübergreifend genutzt werden kann. „Es gibt Strecken von knapp 30 bis rund 60 Kilometer. Da ist für jeden etwas dabei, ob nun Rennradfahrer, Familien oder ältere Leute“, so Brückner weiter. Das Rad hätten sie bei der Zusammenstellung des Wegenetzes nicht neu erfunden, sondern vielmehr auf bereits bewährte und bekannte Radrouten gesetzt. Das Rückrad des Wegenetzes bilden die beiden Radfernwege, also der Havel- und der Havellandradweg. „Wir haben das Netz ganz bewusst nicht so dicht geplant, damit es nicht zu unübersichtlich wird. Sollte sich herausstellen, dass wichtige Abschnitte fehlen, können sie jederzeit noch eingefügt werden.“Bevor die Wegweiser aufgestellt und Karten gedruckt wurden, sei man die Wege noch einmal abgefahren und habe sie auf ihre Qualität und den Fahrkomfort getestet. „Da die Routen teilweise nicht nur Radwege, sondern auch Straßen einschließen, haben wir geprüft, wie befahren die Straßen sind und ihren Belag unter die Lupe genommen.“

Radfahren mit System

Insgesamt 16 Tourempfehlungen finden Havelland-Radler auf dem Flyer des Tourismusverbandes Havelland.

Thematische Touren, wie die Parktour Havelland (41 Kilometer), der Storchenradweg (37 Kilometer), die 7-Seen-Tour (32 Kilometer) und das Nauener Dreieck (28 Kilometer) sind mit einem Logo versehen.

Die Routen führen an den Knotenpunkten entlang. Pro Strecke gibt es zwischen vier und elf Punkte, die unterschiedlich miteinander kombinierbar sind, falls man von den vorgegebenen Routen abweichen möchte.

An jedem Knotenpunktwegweiser finden Radler eine Übersichtskarte, an der sie sich orientieren können.

Mittlerweile sind 65 der nummerierten Wegweiser fest installiert. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen habe sehr gut funktioniert, so Marco Brückner. „Nur in Falkensee wurden sie noch nicht aufgestellt, aber das ist in Planung“, so Brückner. Die Schilder stehen jeweils an der Kreuzung mindestens dreier Radwege. Dort können sich die Radler orientieren, kurzentschlossen ihre Route ändern und sich anhand der Nummern ganz unkompliziert für ihr nächstes Ziel entscheiden. Gaststätten und Ausflugsziele an den Strecken können Radtouristen und Ausflügler auf der Internetseite des Tourismusverbandes (www.havelland-tourismus.de) abrufen. Als Unterkunft ist unter Radlern die Pension „Sperlingshof“ besonders beliebt. Oft nutzen sie die Pension als feste Station und brechen täglich zu neuen Touren durch die Region auf. Der Sperlingshof bietet außerdem geführte Fahrradtouren durchs Havelland und angrenzende Regionen an – auch über mehrere Tage. „Mit diesem Konzept hat der Sperlingshof bislang ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“, so Brückner.
Die Kosten von rund 800 Euro pro Wegweiser tragen die Gemeinden. Das Aufstellen der Knotenpunkte wurde durch eine Fördermaßnahme des Landkreises finanziert. „Jetzt muss sich zeigen, wie das neue System bei den Radlern ankommt“, so Brückner. Traditionell beginnt die Saison im April mit der Aktion „Brandenburg radelt“. Auf der Grünen Woche in Berlin wird der Tourismusverband die Werbetrommel für den neuen Flyer rühren, der mit einer Auflage von 5000 Stück im Internetshop des Verbandes oder in ausgewählten Buchhandlungen im Kreis erhältlich ist.

Von Laura Sander

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