Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Havelland: Feuerwehren im Dauereinsatz
Lokales Havelland Havelland: Feuerwehren im Dauereinsatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 15.08.2017
Feuerwehreinsatz an der Baderstraße. Quelle: Kay Harzmann
Anzeige
Rathenow/Gräningen

Das war ein unruhiges Wochenende für die Feuerwehren in Rathenow und im Amt Nennhausen. Nachdem am Donnerstag bereits ein Bungalow in der Bammer Landstraße gebrannt hatte (MAZ berichtete), rückte die Wehr in Rathenow zur Unterstützung der Wehrleute im Amt Nennhausen zum Gut Nennhof aus. Das ehemalige Gestüt Neuwaldeck in Gräningen hatte ein Feuer gemeldet.

Am Freitag wurde Großalarm beim Nennhof Gräningen ausgelöst. Die Feuerwehren hatten zum Glück nur einen kleinen Brand zu löschen.

Zunächst war man bei den Wehren davon ausgegangen, der Dachstuhl einer Scheune oder eines Stalles habe Feuer gefangen. „Darum sind wir mit unserer Drehleiter auch rausgefahren“, sagte am Sonntag der Rathenower Wehrführer Oliver Lienig. Vor Ort hatte sich dann allerdings herausgestellt, dass das Feuer so groß nicht war. Wegen des Regens wurde ein Verteilerkasten feucht. „Das führte zu der Rauchentwicklung“, sagte am Sonntag ein Sprecher der Polizeiinspektion Havelland. Weitere Konsequenzen werde der Fall nicht haben. Das Gelände um den Stall war weiträumig abgesperrt, später durchsuchten Feuerwehrleute die Gebäude und drangen zu dem Kabelbrand vor.

Gebäude wird offenbar als Unterschlupf benutzt

Nicht zum ersten Mal wurde die Rathenower Feuerwehr in ein leer stehende Haus in der Baderstraße gerufen. Hier hatte es erst vor einigen Wochen gebrannt. „Betroffen war die Decke“, sagte Oliver Lienig. Am frühen Samstagmorgen berichteten Anwohner der Baderstraße von Rauch aus dem leerstehenden Mehrfamilienhaus. Die Feuerwehr rückte aus und fand im zweiten Obergeschoss einen brennenden Müllhaufen vor. „Es waren ungefähr zwei Quadratmeter“, so Oliver Lienig.

Am Sonnabend brannte zum zweiten Mal ein leer stehendes Haus in der Rathenower Baderstraße. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Da es hier schon mehrfach gebrannt hat, ist die Polizei nun aufmerksam. Offenbar werde das Gebäude von verschiedenen Personen als Unterschlupf benutzt. So sei der Brand am 27. Juli entstanden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung. „Hinweise hierzu nimmt die Polizei in Rathenow und jede andere Polizeidienststelle entgegen“, ließ Polizeioberkommissar Christian Rießler von der Polizeidirektion West in Brandenburg/Havel wissen. Personen waren bei dem Brand in der Baderstraße nicht in Gefahr.

Wohnung vorerst nicht mehr bewohnbar

Schließlich rückten die Rathenower Feuerwehrleute am Sonntagvormittag zur Fehrbelliner Straße aus. Hier war ein Zimmerbrand zu löschen. Passanten und Anwohner hatten entdeckt, dass es aus einer Wohnung stark qualmte. „Wir haben den Zimmerbrand gelöscht“, erläuterte Lienig das Vorgehen der Wehr. „Das Feuer hatte sich auf den gesamten Raum ausgedehnt.“ Die Wohnung könne vorerst nicht mehr genutzt werden. Als die Feuerwehr kam, befanden sich keine Personen in der Wohnung. Zur Ursache ist hier noch nichts bekannt.

Am Sonntag brannte in der Fehrbelliner Straße in Rathenow ein Zimmer aus. Die Feuerwehr löschte, die Wohnung ist derzeit nicht nutzbar. Die Ursache für das Feuer ist noch unbekannt.

Wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt die Kriminalpolizei inzwischen im Zusammenhang mit dem Bungalowbrand in der Bammer Landstraße (MAZ berichtete). Das Feuer war wohl auf der Terrasse ausgebrochen und hatte sich über den Dachstuhl in den Bungalow vorgefressen. Der Eigentümer des Bungalows erlitt einen Schock. Der Sachschaden wird mit 5000 Euro angegeben.

Ein kleineres Ereignis meldet der Bericht der Feuerwehr Rathenow noch vom frühen Samstag. Eine Baustellenampel habe gebrannt.

Von Joachim Wilisch

Rathenower Bürger klagen über Knalltrauma und Hörbeschwerden nach dem Besuch der Schwedentage auf dem Kirchberg. Der Veranstalter betont, sich an alle Vorgaben gehalten zu haben.

02.03.2018

Die MAZ-Sommerserie blickt auf und in Denkmale des Havellandes. Heute: Der Altar in Haage. Warum hat das kleine Dorf so einen prunkvollen Altar? Stammt sie möglicherweise vom berühmten Andreas Schlüter?

15.08.2017

Die Hauptverkehrsverbindung zwischen Neuer und Alter Siedlung in Wustermark (Havelland) ist nicht wiederzuerkennen. Die Mittelallee wurde von einer Schlaglochpiste zu einer Vorzeigestraße mit moderner LED-Beleuchtung umgebaut. Nun wurde der Abschnitt endlich feierlich seiner Bestimmung übergeben.

15.08.2017
Anzeige