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Havelland LAG verteilt im Havelland 15 Millionen Euro
Lokales Havelland LAG verteilt im Havelland 15 Millionen Euro
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14:07 22.02.2018
Traditionell erfolgt jedes Jahr das Ausmotten der Quax-Flieger auf dem Flugplatz Bienenfarm. Quelle: Danilo Hafer
Havelland

Ein „fliegendes Museum“ soll auf dem Flugplatz Bienenfarm entstehen. Die Betreiber sowie der Quax-Verein zur Förderung von historischem Fluggerät möchten die wertvolle Technik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. „Ein erster Schritt ist dabei, dass wir einen Museumshangar bauen wollen“, sagt Alexander Stendel.

Derzeit sind im Schnitt 15 historische Maschinen in Bienenfarm, die aber mehr oder weniger dicht gedrängt in den vorhandenen Hallen stehen. In dem geplanten Hangar würden sie dann ordentlich angeordnet werden können – ergänzt um Informationstafeln mit Erläuterungen zur Geschichte.

Die erste Hürde ist geschafft

Doch die Maschinen gehen trotzdem weiterhin in die Luft. „Im Sommer wird es ein regelmäßiges Raus und Rein geben“, sagt Stendel. Er möchte so schnell wie möglich mit dem Bau des Hangars beginnen. Aber das hängt von verschiedenen Faktoren ab – auch von der Förderung. Da haben Stendel und seine Mitstreiter jetzt aber die erste Hürde geschafft.

Das Projekt Museumshangar ist in die engere Auswahl von 24 Vorhaben gekommen, die die Lokale Aktionsgruppe Havelland (LAG) empfohlen hat.

Und die Chancen auf Förderung stehen für diese Projekte gut, wie Josephine Lenk vom Regionalmanagement der LAG bestätigt. „Der Vorstand hat zum sechsten Mal Projekte bewertet und ausgewählt. Die Projektträger können nun einen Antrag auf Leader-Förderung beim Land stellen“, sagt sie.

Grundsätzlich gehe es darum, das Leben im ländlichen Raum zu verbessern – sowohl, was den Tourismus betrifft als auch die Freizeitangebote in den Dörfern oder aber Wirtschaft und Versorgung. Die 24 Projekte umfassen ein Fördervolumen von 4,2 Millionen Euro. Darin sind EU-, Landes- und Bundesmittel enthalten.

Kulturscheune und Dorfanger mit dabei

Weitere Projekte, die es auf die Liste geschafft haben, sind im Osthavelland unter anderem die Verbesserung des Museums im Schloss Ribbeck, der zweite Bauabschnitt zur Sanierung und zum Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Wachow, die Umgestaltung des Dorfangers in Pausin, die Sanierung und Ausstattung der Kulturscheune in Ribbeck, die Kita und das Gemeindehaus in Ketzin/Havel sowie Ferienhäuser im gleichen Ort.

Hintergrund

Der Leader-Region Havelland steht für die Förderperiode 2014 bis 2020 ein Fördermittelbudget von 15 Mio. Euro zur Verfügung. Hinzu kommt Geld von Bund und Land. Das Budget wurde bisher etwa zur Hälfte ausgeschöpft.

Ein Strategietreffen findet am 22. Februar um 16 Uhr im Gästehaus am Gutspark Liepe statt.

Für das Projekt „Vernetzung im Tourismus: Schwerpunkt regionale Produkte“ gibt es eine

Auftaktveranstaltung am 12. März ab 14 Uhr im Naturpark-Zentrum Milow. Beispielhafte Betriebe werden vorgestellt.

Der nächste Termin, bis zu dem wieder Projekte eingereicht werden können, ist Ende Mai.

Bereits fertiggestellt mit Geld aus der laufenden Förderperiode ist beispielsweise die Umgestaltung des Dorfplatzes in Prietzen sowie die Sanierung einer Scheune in Senzke, in der nun auch Kunsthandwerker und Künstler an Seminaren teilnehmen können.

Fontane-Route durch das Havelland

Im Vorgriff auf das Fontanejahr hat die LAG auch ein eigenes Projekt aufgelegt – in Kooperation mit der LAG Ostprignitz-Ruppin. Dabei geht es um eine touristische Radroute entlang von Fontane-Orten durch das Havelland und den Landkreis Ostprignitz-Ruppin sowie Potsdam und Neuruppin. „Dazu gibt es jetzt einen Routenvorschlag.

Weitestgehend werden vorhandene Radwege genutzt“, sagt Josephine Lenk. In den jeweiligen Orten wie etwa Paulinenaue, Ribbeck oder Paretz sollen Stelen errichtet werden.

„Darauf soll stehen, was Fontane gesagt hat und was es für uns heute bedeutet.“ Ein weiteres LAG-Projekt ist die Vernetzung von Betrieben, um das Angebot regionaler Produkte im Tourismus auszubauen.

Hochzeitskirche ist geplant

Auf regen Hochzeitstourismus und viele Paare, die in der Dorfkirche Wagenitz heiraten werden, hofft Andreas Flender von der Kirchengemeinde Havelländisches Luch. Denn das Gotteshaus soll künftig Hochzeitskirche sein. Vorher steht jedoch die Sanierung an.

So werden im zweiten Bauabschnitt vier der acht großen Fenster ersetzt sowie die Schallluken und die Türen aufgearbeitet. Der einst zugemauerte Zugang durch den Turm ins Schiff soll wieder geöffnet werden.

„Der größte Kostenanteil entfällt aber auf das Dachtragwerk, die Balken sind größtenteils marode“, so Flender. „Wir sind glücklich, dass wir für die Förderung ausgewählt worden sind.“ 190 000 Euro kostet der zweite Abschnitt, 75 Prozent könnten gefördert werden.

Von Andreas Kaatz

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