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Havelland Havelland: Jobs dank milder Temperaturen
Lokales Havelland Havelland: Jobs dank milder Temperaturen
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16:24 01.03.2016
Besonders in den Außenberufen wurde im Februar vermehrt eingestellt Quelle: dpa
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Havelland

Früher als erwartet ist die Zahl der Arbeitslosen im Havelland im Februar leicht zurückgegangen. „Grund dafür ist die milde Witterung. Viele Baubetriebe holen ihre Leute zurück und auch in der Logistikbranche hat es wieder vermehrt Einstellungen gegeben“, sagt Stefan Maciossek, stellvertretender Havelland-Bereichsleiter der Arbeitsagentur Neuruppin. Waren im Vorjahr noch mehr als 7400 Menschen ohne Job, waren es im Februar 2016 gerade einmal knapp 7060. Im Vergleich zum Vormonat bleibt die Arbeitslosenquote mit 8,3 Prozent jedoch unverändert. Die Geschäftsstelle Nauen steht mit einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent weiter an der Spitze des Agenturbezirks, Rathenow hingegen teilt sich mit Kyritz die Rote Laterne für die höchste Arbeitslosigkeit mit 12,8 Prozent. „Dass die Schere zwischen den beiden Geschäftsstellen so weit auseinander geht, liegt zum einen an den extremen Unterschieden in der Bevölkerungsstruktur und zum anderen an der eingeschränkten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Hinzu kommt, dass es im Osthavelland natürlich mehr Logistik und Industrie gibt.“

Verkehr, Lagerei und Sozialwesen

Besonders in den Bereichen Verkehr und Lagerei sowie im Gesundheits- und Sozialwesen wurde im Februar vermehrt eingestellt. „Auffällig im Bereich Sozialwesen sind 28 gemeldete Stellen von öffentlichen Verwaltungen, 17 allein vom Landkreis“, so Maciossek. Hierbei handele es sich hauptsächlich um Sozialarbeiter für havelländische Flüchtlingsunterkünfte. Und auch ältere Menschen konnten im Februar erfolgreich vermittelt werden. „Je besser die Qualifikation ist, desto größer sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt – auch im gesetzten Alter“, erklärt Maciossek. Einen nennenswerten Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit hätte es nicht gegeben. Damit das so bleibt, veranstaltet die Agentur für Arbeit im Rahmen der alljährlichen Woche der Ausbildung ein sogenanntes Speed-Dating für Azubis in Nauen. Firmenvertreter können dort mit Jugendlichen in Kontakt treten, die noch auf der Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle sind. 13 Betriebe haben für den 10. März bereits zugesagt.

Weniger Arbeitslose auch in Oberhavel

Im Nachbarkreis Oberhavel ist im Februar ebenfalls ein starker Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Knapp 8470 Menschen – also 7,6 Prozent – waren hier im vergangenen Monat ohne Arbeit, im Februar 2015 waren es noch etwa 1260 Menschen mehr. Und suchten im Januar dieses Jahres noch 8650 Menschen in Oberhavel eine Stelle, waren es im Februar fast 190 weniger. „Man kann von einem vorgezogenen Saisoneffekt sprechen. Obwohl wir für Februar noch mit einem leichten Anstieg gerechnet haben, ist die Zahl der Arbeitslosen, dank der milden Witterung, sogar etwas zurückgegangen“, so Christoph Fischedick, Bereichsleiter Oberhavel der Agentur für Arbeit. „Im Hoch- und Tiefbau wurde verstärkt eingestellt, das Hotel- und Gaststättengewerbe sucht mit Hinblick auf das frühe Osterfest ebenfalls Arbeitskräfte.“ Vor allem in Gransee würde diese Entwicklung auch noch im März anhalten und es würden deutlich mehr Leute im Tourismusbereich, aber auch in der Landwirtschaft eingestellt werden.

Der Mindestlohn spielte in beiden Landkreisen auch im Februar keine übergeordnete Rolle. „Nach wie vor ist der Mindestlohn kein Thema.Wir werden die Entwicklung jedoch weiter beobachten“, so Fischedick.

Von Laura Sander

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