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Havelland Grippewelle bringt Krankenhaus an die Grenze
Lokales Havelland Grippewelle bringt Krankenhaus an die Grenze
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20:50 16.03.2018
Die Havellandklinik in Rathenow Quelle: wiki
Rathenow

Es waren zwar nur ein paar Stunden – aber in den Fluren der Klinik Rathenow klingelten die Alarmglocken. Immer mehr Patienten mit Grippesymptomen wurden in die Innere Abteilung des Krankenhauses überwiesen. Und dann war der Moment da, zu dem die Klinikleitung beschloss, vorerst keine Patienten mehr aufzunehmen.

An andere Kliniken abgegeben

Babette Dietrich ist Pressesprecherin der Havelland Klinik Unternehmensgruppe. Das Rathenower Krankenhaus ist Bestandteil des kreiseigenen Unternehmens. „Es wäre nicht mehr zu verantworten gewesen“, sagt Babette Dietrich. Darum habe man kurzfristig Patienten, die nicht aufgenommen wurden, an andere Kliniken weitergegeben.

Viele, die in Rathenow zunächst nicht unterkamen, landeten im Städtischen Klinikum in Brandenburg an der Havel. Dort hatte die Klinik zwar noch Kapazitäten. Allerdings stand schon die Befürchtung im Raum, dass nun auch hier ein Zeitpunkt absehbar ist, zu dem die Innere Abteilung keine Patienten mehr aufnehmen kann.

Noch weitere Ausweichmöglichkeiten

Allerdings hätte es für die Havelland Klinik noch weitere Ausweichmöglichkeiten gegeben. Das Krankenhaus in Nauen hatte genug Kapazitäten frei. „Hier sind wir bisher auch noch nicht in der Verlegenheit gewesen, an unsere Grenzen zu stoßen“, so Babette Dietrich.

Anders in Rathenow. Dort gab es nicht nur Probleme, weil zu viele Patienten auf die Abteilung drängten. Zudem war der Personalbestand ausgedünnt. Die Grippewelle hatte längst auch das Team der Ärzte und Pfleger erfasst. „Natürlich haben wir im Moment Personalprobleme, weil so viele Angestellte vom Grippevirus erwischt werden“, sagte Babette Dietrich. Das sei allerdings auch in anderen Krankenhäusern so.

Nur ein paar Stunden

Der Ausnahmezustand im Rathenower Krankenhaus dauerte zum Glück nur wenige Stunden an. „Wir haben die Abteilung nach ein paar Stunden wieder geöffnet“, sagt Babette Dietrich. Dennoch sei dabei allen Beteiligten vor Augen geführt worden, was passiert, wenn ein Krankenhaus einmal an seine Grenzen stoße. Babette Dietrich betonte aber auch, dass sich Patienten vom Grundsatz her keine Sorgen machen müssen. „Das war ein echter Ausnahmefall.“

Normalerweise, so die Sprecherin der Unternehmensgruppe, sei die Kapazität in den Kliniken in Rathenow und Nauen immer ausreichend.

Nicht nur in Krankenhäusern

Nicht nur bei den Krankenhäusern herrscht inzwischen wegen der Grippewelle Personalnotstand. Auch in der Kernverwaltung des Landkreises blieben in der zu Ende gehenden Woche zahlreiche Schreibtische leer. „So etwas hatten wir noch nie“, sagt Kreissprecherin Bianca Lange.

Von Joachim Wilisch

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